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  • Kichererbsen-Omelette

    Unbezahlte Werbung Dieses Rezept ist angelehnt an das gleichnamige Omelette aus dem Buch "Vegan für unsere Sprösslinge" von Carmen Hercegfi und Anna Maynert. Eine Rezension des Buches könnt ihr hier lesen. Ein bisschen abgewandelt habe ich das Gericht - aber nur ein bisschen. In "Vegan für unsere Sprösslinge" heißt es anfangs: "Wenn man keine Pellkartoffeln vom Vortag hat, müssen noch Kartoffeln gekocht werden." Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass man die Omelettes sowohl mit, als auch ohne Kartoffeln zubereiten kann. Mit erinnern sie an eine klassische Tortilla. Ohne schmecken sie dann eher wie ein typischer "Eierkuchen". Apropos Eierkuchen, der eiähnliche Geschmack kommt, wie schon bei anderen Eier-Speisen erwähnt, dank Kala Namak zustande. Hier nun "mein" Rezept ohne Kartoffeln... Zutaten für 4 Omelettes: 400 g Kichererbsenmehl 4 EL Mais- oder Kartoffelstärke 480 ml Wasser 400 ml Sojadrink 2 TL Kala Namak 1-2 EL Hefeflocken 1 TL Paprikapulver sowie Kurkuma, gemahlen 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen optional etwas Pfeffer Olivenöl 1 rote Zwiebel 1 rote Paprikaschote 1/2 Bund frische Petersilie, gehackt Für die Omelettes einen glatten Teig aus Mehl, Stärke, Wasser, Sojadrink und Gewürzen rühren. Diesen kurz quellen lassen. Danach Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Paprika relativ klein würfeln. Je ein Viertel von beidem in Olivenöl anschwitzen. Danach etwa ein Viertel des Omelette-Teigs darüber gießen und stocken lassen. Auf kleiner bis mittlerer Flamme so weit garen, bis der Teig an der Oberfläche nicht mehr flüssig ist. Zum Wenden des Omelettes verwende ich immer einen flachen Deckel, der auf die Pfanne passt. Ich decke die Pfanne zu und drehe sie mit Schwung um, so dass das Omelette auf den Deckel plumpst. Nun nehme ich die Pfanne vorsichtig vom Deckel weg und halte sie neben den Deckel. So dass ich das Omelette auf der noch nicht angebratenen Seite zurück in die Pfanne gleiten lassen kann. (Alternativ kann man für diese Form des Wendens auch einen großen Teller anstatt des Deckels verwenden. Aber vielleicht habt ihr selbst ja eine ganz andere erprobte Wende-Methode. Schreibt es mir gern in die Kommentare.) So wird der "falsche Eierkuchen" bei geringer Hitze nun auch von der anderen Seite gegart, bis er von beiden Seiten gebräunt ist. Lasst das fertige Omelette auf einen Teller rutschen und macht euch ans Backen des nächsten Omelettes. Dazu passen sehr gut Dips wie dieser Hummus, jegeliche Art von Salat oder gedünstetem Gemüse. Guten Appetit!

  • Deo-Crème *hausgemacht*

    Heute gibt es mal ein etwas anderes Rezept bei mir auf dem Blog. Ja, eigentlich geht's ja hier um Leckeres, dass besonders den kleinen Leuten unter uns gut schmeckt. Darum handelt es sich bei diesem Deo definitiv nicht. Aber: Ich denke, dass dieses Produkt, das ebenfalls in der Küche seinen Ursprung hat und aus nur 5 Zutaten besteht, bestimmt ihren Geruchssinn positiv anregt. Ich habe vor etwa 2 Jahren den ersten Versuch gestartet, mein Deo selbst herzustellen. Damals kamen noch einige Spezialzutaten rein wie z. B. Mangobutter und Mandelöl. Mit der Zeit habe ich die Rezeptur immer weiter vereinfacht und war mit dem Ergebnis sowie der Wirkung dann noch zufriedener. Da ich auf meinem Blog ja auch Anreize geben möchte, Müll zu vermeiden und nachhaltig zu konsumieren, wollte ich das Rezept nun gerne mit euch teilen. Ein paar Hinweise noch vorneweg. Diese Crème schmilzt bei Temperaturen über 25 °C. Ich bewahre sie daher im Sommer im Kühlschrank auf. Außerdem ist das Deo nicht ganz so cremig, wie ihr das vielleicht schon von Vertretern aus dem Handel gewohnt seid. Ich schabe mir immer mit dem Daumennagel ein Stückchen davon ab. Sobald es mit der warmen Haut in Kontakt kommt, lässt es sich sehr gut verstreichen. Es handelt sich hierbei um ein Unisex-Produkt und macht sich auch fabelhaft als Geschenk! Zu guter Letzt möchte ich noch betonen, dass ich keineswegs der Meinung bin, ein Deo zu benutzen wäre ein Muss. Jede*r so wie sie/er möchte! Zutaten für ein 50g-Döschen: 40 g Kokosöl 23 g Natron (neutralisiert die Fettsäuren der Haut, da es basisch wirkt) 18 g Maisstärke optional: 1 Messerspitze Zinkoxid (Apotheke, wirkt antimikrobiell) optional: 10 Tropfen ätherisches Öl nach Belieben (z.B. Orange, Lavendel, Pfefferminze, Rose ...) Das Kokosöl in einem kleinen Topf bei geringer Hitze zergehen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und Natron sowie Stärke mit einem Löffel oder Schneebesen einrühren. Es sollte eine glatte Masse ohne Klümpchen entstehen. Nun noch Zinkoxid und ein Duftöl eurer Wahl untermischen. (Beides optional. Ohne spezielles Duftöl riecht das Deo dezent nach Kokos.) Die Masse in das Döschen gießen und abkühlen lassen. Nach einigen Minuten mit einem Holzspieß umrühren. Diesen Vorgang nochmal wiederholen. Danach den Deckel auf das Döschen schrauben und das Deo im Kühlschrank ganz aushärten lassen. Viel Spaß damit. Ich hoffe, ihr macht ebenso gute Erfahrungen wie ich mit dieser Crème!

  • Florentiner-Kekse

    So, endlich hab ich nochmal was Neues ausprobiert dieses Jahr. Nachdem all meine Klassiker, die hier einfach zur Weihnachtszeit dazu gehören - wie Vanillekipferl, Spekulatius sowie Nussecken - fast wieder vernascht sind. Florentiner wollte ich schon lange einmal selbst backen. Allerdings in einer Variante, die meinem Vater schmecken könnte. Mit vielen Nüssen, dafür ohne Orangeat und Zitronat. Es sollte ein selbst gemachtes Geschenk aus der Küche werden. Pssst, nicht verraten! - Aber wer weiß, vielleicht ist die Keksdose auch vor Weihnachten wieder leer gefuttert. Mal sehen! Zutaten für ca. 50 Stück: Boden: 220 g Dinkelmehl 1050 50 g Haselnüsse, gemahlen ½ TL Natron 75 g Kokosblütenzucker 1 Prise Meersalz 120 g vegane Margarine Topping: 50 g dunkle Schokolade (70 % Kakao) ½ EL Kokosöl 45 g Kokosöl 2 EL Dattelsirup 3 EL Rohrohr- oder Birkenzucker Mark aus ¼ Vanilleschote 5 mittelgroße getrocknete Aprikosen, sehr klein gewürfelt 100 g Haselnüsse oder Mandeln, gemahlen 100 g Haselnüsse, grob gehackt 2 EL Kürbiskerne Für den Boden alle Zutaten der Reihe nach in einer Rührschüssel vermengen und dann auf der Arbeitsfläche gut verkneten. Sollte der Teig zu bröselig sein, 2-3 EL eiskaltes Wasser dazu geben. Sollte er zu weich sein, noch ein bisschen Mehl unterkneten. Das Ganze zu einer Kugel formen und luftdicht abgedeckt oder in ein veganes Wachstuch gewickelt etwa 1-2 Stunden in den Kühlschrank legen. Nach der Ruhezeit, den Teig auf der Arbeitsfläche 2 mm dünn ausrollen und mit einem runden Keksausstecher (ca. Ø 4 cm) Scheiben ausstechen. Diese auf eine mit Backpapier ausgelegten Blech bei 200 °C ca. 10 Minuten backen (ev. vorher schon mal kurz nach schauen, ob die Kekse am Boden schon goldbraun werden -> dann raus aus dem Ofen). Die Kekse gut auskühlen lassen. Nun die Schokolade mit dem ½ EL Kokosöl bei geringer Hitze schmelzen. In einer Pfanne das restliche Kokosöl mit Dattelsirup und Zucker langsam erhitzen, so dass sich der Zucker auflöst. Das Mark aus der Vanilleschote unterrühren, ebenso die kleinen Aprikosenwürfel und die restlichen Zutaten. Alles gut vermischen, so dass die Masse schon ein bisschen zusammen klebt. Nun mit einem kleinen Löffel jeweils einen Klecks Schokolade auf der Keksoberfläche bis an den Rand verteilen. 1 TL von dem Nuss-Topping darauf setzen und vorsichtig andrücken. Die Kekse zur Seite stellen und gut trocknen lassen vorm Naschen.

  • Mexikanische Galette, herzhaft

    Momentan habe ich zwar keine Vielzahl an Testessern, sondern nur sporadisch eine Hand voll Kinder in der Notbetreuung und einen kleinen Mann zuhause, der sich aufopert - dafür habe ich durch die Kitaschließung aufgrund der Corona-Maßnahmen gerade etwas mehr Zeit, neue Rezepte zu entwickeln. Hier kommt ein Gericht, das ich so noch nicht (dafür schon mehrfach anders, nämlich mit einer Sauce aus Seidentofu und Gemüsesorten nach Saison) in der Kita serviert habe. Uns hat es aber zuhause sehr gut geschmeckt. Daher darf diese Vollkorn-Galette, gefüllt mit einer proteinreichen roten Bohnenpaste und dazu passendem Gemüse, auch ohne mehrheitliche Zustimmung der Kita-Kinder auf den Blog. Besondere Zeiten, besondere Regeln! Bevor es losgeht, noch ein kleiner Tipp zu Hülsenfrüchten. Anstatt Vorratsdosen oder Gläser mit gegarten Bohnen und Kichererbsen zu kaufen, könnt ihr einfach eine größere Menge selbst zu garen und dann portionsweise einfrieren. Die Nährstoffe gehen zwar durch die Konservierung nur geringfügig verloren, aber man spart eine Menge Metall- oder Glasmüll und Energie für die Produktion der Verpackung. Zutaten für 2 Kleine und 2 Große: Mürbteig 150 g Dinkelmehl Vollkorn 150 g Dinkelmehl 1050 150 g kalte, gewürfelte Margarine 80-100 ml eiskaltes Wasser etwas Salz und gemahlener Koriander Bohnenpaste 2/3 eines Glases (also ca. 160 g Abtropfgewicht) gegarte Kidneybohnen 1 EL Sojajoghurt 1 EL Tomatenmark 1/2 TL Jodsalz gemahlener Kreuzkümmel sowie Bockshornkleesamen und Kräuter der Provence Füllung Olivenöl 1 kl. Knoblauchzehe 180 g Champignons 2 Hände voll frischen Spinat 8-10 Cocktailtomaten 1/2 gelbe Paprikaschote (Tipp: falls ihr eine der Zutaten tauschen wollt, probiert es mal mit Maiskörnern, soll noch eine Zutat getauscht werden, könnt ihr auf Zucchini zurück greifen und diese wie die Champignons vorgaren) Die Zutaten für den Teig in einer Rührschüssel mit Knethaken gut vermsichen und dann mit den Händen auf einer sauberen Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verkneten. Diesen Teig zu einer Kugel formen und luftdicht abgedeckt mind. 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Falls ihr nicht soviel Zeit habt, könnt ihr ihn auch kurz tiefkühlen. Für die Bohnenpaste alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Stabmixer gut pürieren. Für die Füllung zuerst den Knoblauch klein schneiden und in etwas Olivenöl anschwitzen. Die Champignons halbieren und in 3 mm dünne Scheiben schneiden. Diese dann zum Knoblauch in die Pfanne geben und einen Spritzer Wasser zufügen. Kurz dünsten lassen und wieder vom Herd nehmen. Nun den Teig aus dem Kühlschrank holen, auf einem bemehlten Backpapier etwa 2 mm dünn rund ausrollen. Die Paste bis 3 cm an den Rand heran darauf verstreichen. Den Spinat in dünne Streifen schneiden und darüber streuen. Die Champignons gleichmäßig darauf verteilen, ebenso die halbierten Cocktailtomaten und die in Streifen geschnittene Paprika. Zum Schluss die Ränder der Galette über die Füllung schlagen und ab damit in den Ofen! Bei 190 Grad Ober- und Unterhitze sollte sie nun 35 - 40 Minuten backen. Salat und Joghurt-Dip vervollständigen die Mahlzeit. Lasst es euch schmecken!

  • Zupfkuchen-Muffins

    Endlich mal wieder ein süßes Rezept. Dieses könnt ihr entweder als Mini-Zupfkuchen in Muffinförmchen backen oder mit der doppelten Menge aller Zutaten bis auf die Quark-Alternative ganz einfach als großen Zupfkuchen in einer Springform. In meiner Heimat Österreich ist "Russischer Zupfkuchen" gar nicht bekannt, zumindest nicht in der Ecke, aus der ich komme. Als ich dann in Berlin das erste Mal damit in Berührung kam, besser gesagt meine Geschmacksknospen, war es um mich geschehen. Schoko-Fan war ich ja schon immer und dann noch die Kombi aus Streuseln und Käsekuchen: einfach lecker! Das Origninal-Rezept kommt übrigens nicht aus Russland, wie ich bei meiner Recherche im world wide web rausgefunden habe. Laut einem Beitrag auf taz blogs von 2014 (ich vertraue dieser Quelle aufgrund von Sympathie) ist es vielmehr so, dass es bei einem Back-Wettbewerb von Dr. Oetker eingereicht wurde. Zitat: "Der Name rührt von den dunklen Teigzupfen, die oben auf die Käsemasse aufgesetzt werden. Diese erinnern ungebacken an die Turmspitzen von russischen Kirchen." Na dann, hätten wir das auch geklärt und nun darf fröhlich gezupft werden... Für 12 Muffins: 150 g Vollkornmehl 50 g Mandeln gemahlen 2 EL Kakaopulver 70 g Kokosblütenzucker 90 g Margarine, weich 20-30 ml Pflanzendrink Füllung: 500 g veganer Quark oder Skyr (für einen großen Zupfkuchen braucht ihr nicht ganz die doppelte Menge - 800 g reichen) 60 g Kokosblütenzucker 40 g Maisstärke das Mark 1/2 Vanilleschote etwas abgeriebene Zitronenschale Für den Teig die Zutaten der Reihe nach in einer Schüssel vermischen. Ab dem Zeitpunkt, an dem die Margarine ins Spiel kommt, braucht ihr die Hände oder Knethaken eures Handrührgeräts. Den Teig so gut kneten, dass er sich schön geschmeidig zu einer Kugel formen lässt. Diese abgedeckt oder in vegane Wachstücher gewickelt im Kühlschrank ca. 1 Stunde ruhen lassen. Tipp: Falls ihr in Zeitnot seid, tun's auch 15 Minuten im Tiefkühler. Nun setzt ihr kleine Muffinpapierchen in die Muffinbackform. Für die Füllung alle Zutaten in einer Schüssel gut verrühren. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und etwa 1/4 davon abschneiden. Dieses erstmal beiseite legen. Den restlichen Teig zu einer Rolle von ca. 4 cm Durchmesser formen und in 12 gleich große Scheiben schneiden. Die Scheiben flach drücken und in die Muffinförmchen drücken. Es sollte jeweils ein bisschen vom Teig am Rand hochgehen. Nun ca. 1,5 EL der Füllung hinein geben - gleichmäßig auf alle 12 Muffins verteilen. Vom restlichen Teig-Viertel nun kleine Stücke abzupfen, eventuell flach drücken und auf der Füllung platzieren. Die Muffins etwa 25 Minuten im vorgeheitzten Ofen bei 180 °C backen.

  • Kichererbsen-Pancakes

    Pancakes mache ich ab und zu als Dessert für die Kinder in der Kita, viel öfter aber dienen sie in der herzhaften Variante als Beilage für Dals (wie diesem Linsen-Dal oder diesem Mungbohnen-Dal) sowie Suppen (dieser hier zum Beispiel oder dieser). Für dieses Rezept verwende ich Kichererbsenmehl und sorge somit gleich für eine Extra-Portion Eiweiß. Übrigens gibt es Hinweise, das pflanzliches Eisen in Form von Ferritin, wie es in Hülsenfrüchten vorkommt, ebenso gut aufgenommen werden kann wie tierisches "Häm-Eisen"*. Es gibt zwei bekannte Schleusen-Systeme, durch die Eisen-Moleküle ins Blut resorbiert werden. Relativ wenig erforscht ist ein drittes, der sogenannte "Ferritin-Port". Studien lassen aber darauf schließen, dass weder aufnahmehemmende Faktoren (wie Phytinsäure oder Polyphenole aus der Nahrung) noch aufnahmefördernde Faktoren (wie Vitamin C oder organische Säuren) einen Einfluss auf die Resorption von Ferritin-Eisen haben**. Dies wiederum lässt mich zu dem Schluss kommen, dass es wirklich wichtig ist, täglich Hülsenfrüchte in die Speisen einzubauen. Diese Pancakes kann man auch gut kalt und mit verschiedenen Aufstrichen als Brotzeit essen (falls welche übrig bleiben). Mein Sohn verspeist davon allerdings immer so viele, bis keine mehr da sind und auch in der Kita können es nie genug Pancakes sein. Zutaten für 16 Stück: 150 g Kichererbsenmehl 10 g Weizen-, Dinkel, oder Maisgrieß (am besten 2-Minuten-Polenta) 1 gehäufter TL Backpulver 1 TL Jodsalz 1 TL Currypulver oder eine Prise Garam Masala etwas Kreuzkümmel gemahlen sowie Kurkuma 150 ml Sojadrink 150 ml Sprudelwasser Olivenöl "extra nativ" zum Rausbacken Die Zutaten der Reihe nach in einer Schüssel vermischen und zu einem glatten Teig mixen. Diesen ca. 15 Minuten quellen lassen. Danach in einer Pfanne mit heißem Olivenöl kleine Pfannküchlein raus backen. Dazu passen wahnsinnig gut indische Currys oder Suppen mit Kokosmilch. Quellen: * https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18755051/ ** https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18214015/

  • Pasta mit Bohnen-Pesto-Sauce

    Nudeln mit Pesto. Hm, irgendwie war mir das für die Kinder immer zu wenig. Klar, so ein Pesto, vor allem, wenn es hausgemacht ist, enthält sekundäre Pflanzenstoffe, antimikrobielle ätherische Öle, vollwertige Fette dank der Nüsse und Vitamine... und es schmeckt ohne viel drumherum. Aber die Eiweißkomponente und ein bisschen fruchtiges Gemüse fehlten mir. Deswegen habe ich in der Kita-Experimentier-Küche herum probiert, bis ich diese Version (übrigens mit verschiedenen Gemüsesorten, als da wären: Brokkoli, Auberginen, Paprika oder Erbsen getestet) einer vollwertigen und super leckeren Mahlzeit hinreichend von den Testessern bewilligt bekommen habe. Die Crèmigkeit, die die Sauce durch die pürierten Bohnen erhält, habe ich bereits in einem anderen Rezept gepriesen. Dieser Trick bewährt sich auch hier wieder bestens und liefert zudem das für uns Veganer so wichtige Protein. Zutaten für 2 Kleine und 2 Große: 350 - 400 g Vollkorn-Pasta (für die glutenfreie Version Mais-Penne) Olivenöl 1 Knoblauchzehe 1 Zucchini (ca. 350 g) 200-250 g grüne Bohnen 2 Tomaten 120 g Maiskörner 1 Dose weiße Bohnen 50 ml Sojadrink (oder Sud vom Gemüse) 1 EL grünes Pesto, vegan (z.B. hausgemacht wie hier) 1 spritzer Zitronensaft 1-2 TL Jodsalz Die Nudeln in heißem Wasser garen. In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden und in Olivenöl anrösten. Die Zucchini klein würfeln und in den Topf geben. Mit etwas Wasser aufgießen und dünsten lassen bis sie weich sind. Den Topf vom Herd nehmen und die klein gewürfelten Tomaten unterrühren. Die grünen Bohnen von den Enden befreien und danach in 3 cm Stücke schneiden. Diese in einem separaten Topf ca. 12 Minuten in Wasser köcheln. Mit Tiefkühl-Bohnen ebenso verfahren. Die weißen Bohnen in einem hohen Gefäß zusammen mit dem Sojadrink (Tipp: falls sich beim Garen des Gemüses viel Flüssigkeit gebildet hat, verwendet diese mit und dafür entsprechend weniger Sojadrink), Pesto, Zitronensaft und Salz pürieren und in den Topf mit dem Gemüse gießen. Maiskörner und die grünen Bohnen hinzufügen und alles gut vermischen. Schon ist die aufgepimpte Pesto-Sauce fertig!

  • Rote-Bete-Quinoa-Bratlinge

    Kürzlich haben mich die Kinder in der Kita mal wieder überrascht. Rote Bete ist ja nicht bei allzu vielen beliebt. Tja, das musste ich akzeptieren. Nun probiere ich aber immer wieder Neues aus und landete mit dieser Bratlings-Version einen Volltreffer. Yeah! Es kommt eben immer auf die richtige Kombi an. In diesem Fall ist die Einheit aus Rote Bete und Quinoa auch gesundheitlich sehr wertvoll. Die rote Knolle liefert ja bekanntlich viel Eisen. Allerdings enthält sie auch einen hohen Anteil Oxalsäure, die dessen Aufnahme hemmen kann. Durch Kochen geht viel von der Säure in das Kochwasser über. Sprich: dieses immer weg kippen und Rote Bete lieber gekocht als roh verzehren. Was Quinoa so in sich birgt, hab ich schon hier und hier erklärt. (Werft gerne mal einen Blick auf die Rezepte, sie sind auch sehr empfehlenswert.) Dazu möchte ich noch ergänzen, dass es Quinoa mittlerweile auch in rot oder schwarz bei uns zu kaufen gibt. Das ist insofern interessant, da je dunkler das Korn ist, desto mehr Antioxidantien enthält es. Ich bin ja ein Freund von heimischen "Superfoods" und verwende auch gerne Getreidesorten wie Hafer, Hirse oder Buchweizen. Aber Quinoa hat für mich auch einen sehr angenehmen, eigenen Geschmack, den ich im (Kita-) Speiseplan ab und zu nicht missen möchte. Die Testesser sehen das anscheinend genauso. Und wie steht ihr dazu? Zutaten für 16 Bratlinge: 130 g Quinoa, am besten rot oder bunt 300 g rote Bete, gegart 50 g zarte Hafer- oder Hirseflocken 2 EL Kichererbsenmehl (20 g) 1-2 TL Jodsalz 1 TL Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornkleesamen gemahlen optional 1 TL Hefeflocken 1 TL getrockneter Rosmarin Olivenöl zum Rausbacken 300-400 g grüne Bohnen, frisch oder tiefgekühlt 1 gelbe Paprikaschote Olivenöl Petersilie oder andere frische Kräuter Den Quinoa (wenn möglich) 6-8 h in Wasser einweichen, um die Gerbstoffe zu minimieren. Optional heiß waschen. Das Wasser anschließend am besten ganz langsam ins Waschbecken kippen und ein Sieb darunter halten, so dass nur ein paar Körnchen im Sieb landen. Diese wieder zurück in den Topf werfen. Die doppelte Menge frisches Wasser hinzugeben und auf kleiner Stufe gar köcheln. Die Rote Bete garen und schälen oder die fertig gegarte aus dem Bioladen verwenden, klein würfeln und in einer Schüssel pürieren. (Ich habe schon beides probiert. Mit der selbst gegarten fand ich es besser, da diese nicht so wässrig war.) Den Quinoa und die restlichen Zutaten dazu mischen. Aus der Masse zwischen den Handflächen kleine Bratlinge formen und in heißem Öl von beiden Seiten knusprig anbraten. Dazu schmeckt sehr gut gedünstetes Gemüse wie zum Beispiel grüne Bohnen und Paprikastücke. Diese noch in etwas Olivenöl wenden und mit frischen Kräutern bestreuen und fertig ist ein leckeres Mahl.

  • Kraut-Wickel mit Hirse-Füllung und Kürbispüree

    Manche Menschen wissen nicht so recht, was sie im Winter essen können, wenn sie auf Saisonalität und Regionalität achten möchten. Wie wäre es denn mit Krautwickel, auch bekannt als "Kohl-/Wirsing-Rouladen"? Gefüllt sind die Kohlblätter mit einer deftigen Hirse-Linsen-Füllung und dazu gibts Kürbispüree. Alles heimische Gemüsesorten, die den Winter über lagerbar sind. Auch Hirse gibt es aus der Region. Apropos Hirse, diese ist ein spitzenmäßiger Eisenlieferant und dazu noch glutenfrei. Um die Eisenaufnahme zu fördern, lohnt es sich, die goldenen Körnchen über Nacht in Wasser einzuweichen. Dadurch wird die Phytinsäure abgebaut. Diese bindet unglücklicherweise Eisenmoleküle, wodurch sie unsere Rezeptoren im Darm nicht mehr aufnehmen können. Zudem könnt ihr noch ein Glas Orangensaft zum Essen trinken, der liefert Vitamin C, wodurch bis zu viermal soviel Eisen resorbiert werden kann also ohne. Zutaten für 8 Krautwickel: 10 Wirsingblätter (8+2 als Reserve, falls welche reißen) 80-90 g Goldhirse 1 TL Jodsalz, Koriander und Kreuzkümmel gemahlen etwas weniger Bockshornkleesamen gemahlen Olivenöl 1 Schalotte 1 Knoblauchzehe 60 g Berglinsen (alternativ Tellerlinsen oder braune/grüne Linsen) 4 Champignons, ca. 80 g 1/2 TL Jodsalz 2 TL Thymian 1/2 TL Kümmel 1 kleiner Hokkaido-Kürbis (oder die Hälfte von einem großen) 2 Kartoffeln, mehlig kochend etwas Soja-, Hafer- oder Reisdrink 2 TL Jodsalz etwas Muskatnuss, gerieben Hilfsmittel: eventuell Zahnstocher; ich habe es ohne gemacht, dann fallen die Rollen aber beim Braten etwas auseinander. Zuerst den Strunk der Wirsingblätter flach weg schneiden. Die Blätter in einem Topf mit kochendem Wasser übergießen und anschließend höchstens 5 Minuten köcheln. Dann das Wasser abgießen, die Blätter heraus nehmen und den Topf gleich für das Püree verwenden. Dafür den Kürbis waschen, entkernen und in 2 cm große Stücke hacken. Die Kartoffeln schälen und ebenfalls klein schneiden. Das Gemüse in einem Topf mit Wasser bedecken und gar kochen. Das Wasser weg kippen, alles zerstampfen, etwas Pflanzendrink hinzufügen und würzen. Fertig! Für die Füllung die Hirse samt Gewürzen und 3-facher Menge Wasser (ca. 270 ml) garen. Falls ihr kleinkörnige Hirse verwendet, nehmt ca. 120 g davon und die doppelte Menge Wasser. Möglicherweise etwas Wasser nachgießen, so dass sie nicht am Topfboden anklebt. Währenddessen in einem anderen Topf Öl erhitzen, klein geschnittene Schalotte und Knoblauch anrösten, die Linsen hinzufügen und mit der doppelten Menge an heißem Wasser aufgießen. Köcheln lassen bis die Linsen gar sind. Die Champignons in kleine Würfel schneiden (5mm) und zu den Linsen geben. Noch ein klein bisschen Wasser hinzufügen und 2 Minuten weiter köcheln. Mit den Gewürzen abschmecken und vom Herd nehmen. Die Hirse dann in den "Linsen-Topf" füllen und alles gut vermischen. Nun geht es ans Füllen der Wirsingblätter. Wie dies geschieht, seht ihr, wenn ihr die Bilder weiter klickt (Text weiter unten): 2 EL der Hirse in die Mitte eines Blattes platzieren und ein bisschen fest drücken Die Seiten einschlagen, den unteren Teil nach oben klappen und den oberen nach unten. Wer Zahnstocher zur Hand hat, kann das Ganze nun fest stecken. Die gefüllten und gewickelten Wirsingblätter in einer Pfanne mit Olivenöl sammeln. Hier noch ein bisschen Wasser hineinfüllen und die Krautwickel von beiden Seiten anbraten. Das Wenden klappt natürlich besser, wenn ein Zahnstocher alles zusammen hält. Das Ganze mit dem Kürbispüree anrichten und dann lasst es euch schmecken!

  • Karotten-Nuss-Muffins

    Das hier ist ein Beitrag für meine Nichte Melanie, die demnächst ihren 3. Geburtstag feiert! Am liebsten isst sie zwar Apfelstrudel, aber die Muffins sind genau das Richtige für die Party mit den Gleichaltrigen. Außer gesunden Möhren und Nüssen, gehören auch Leinsamen zu den Zutaten. Sie liefern wichtige Omega-3-Fettsäuren, die dem Aufbau von Gehirn- und Nervenzellen dienen und den Cholesterinspiegel positv beeinflussen. Außerdem sind sie voller Antioxidantien in Form von Vitamin E. Dieses schützt die Zellmembran vor Schäden. Auch Ballaststoffe sind reichlich in den kleinen Samen enthalten. Falls ihr noch nach Rezepten für Ostern sucht, wo ja bei Feierlichkeiten auch immer viele Kinder zusammen kommen, notiert euch dieses hier schon mal! Bei mir in der Kita gab es gestern kein Kind, das die Muffins nicht mochte. Zutaten für 12 Muffins ... fest: 240 g Dinkelmehl 1050 1 Pkg. Backpulver 150 g gem. Haselnüsse 150 g Rohrohrzucker etwas Vanille und Zimt 1-2 EL Kakaopulver flüssig: 3 EL Leinsamen geschrotet 100 g Kokosöl warm und flüssig 200 g Sojajoghurt zum Schluss unterheben: 2 Möhren (ca. 200 g) grob geraspelt 1 Apfel, ebenfalls grob geraspelt 1 Hand voll Walnüsse grob gehackt optional noch 50 g Zartbitter-Schokolade, gehackt für den Guss: 3 EL Sojajoghurt 3 geh. EL Puderzucker 5 Tropen Zitronensaft Die festen Zutaten in einer Schüssel vermengen. Die Leinsamen in einer kleinen Schale mit Wasser übergießen, so dass sie bedeckt sind und quellen können. Dann die flüssigen Zutaten mit dem Handrührgerät unter die festen rühren. Zuletzt die Möhren, Äpfel und Walnuss-Stücke (sowie Schokolade) hinein mixen. Den Teig auf die 12 Mulden in der Muffinbackform verteilen. Am besten gebt ihr da vorher jeweils ein Papierförmchen rein. Das Ganze bei 200° C ca. 35 Min. backen und dann auskühlen lassen. Für den Guss alle Zutaten gut verrühren und dann von einem kleinen Löffel über die Muffins fließen lassen. Zubereitungszeit: 1 h 10 Min. Tipp: Den Teig kann man auch in einer Kasten- oder Springform zu einem klassischen Carrot-Cake backen.

  • Zucchini-Kokos-Suppe mit Beluga-Linsen

    Cremige Suppen kommen wirklich immer gut an bei Kleinen in der Kita. Wichtig ist, dass sie mit jeder Mahlzeit auch eine Portion Eiweiß zu sich nehmen, deswegen gibt es als Suppeneinlage mal schwarze Linsen. Diese liefern nicht nur Proteine sondern auch eine Menge Ballaststoffe und harmonieren geschmacklich sehr gut mit dem sanften Aroma von Kokos und Zitrone aus der Suppe. Das Rezept für die Rosmarin-Cracker folgt im nächsten Post. Zutaten für 2 große und 2 kleine Personen: Kokosöl 1 Stange Lauch 8 Kartoffeln mehlig kochend (ca. 600 g) 400 ml Kokosmilch (mind. 60 % Kokosanteil) 3 mittelgroße Zucchinis ca. 300 ml Wasser zum Aufgießen abgeriebene Schale von ½ Zitrone Saft von ½ Zitrone 2 TL Salz 1 TL gem. Koriander je 1/3 TL gem. Kreuzkümmel und Muskatnuss Suppeneinlage: 150 g Belugalinsen Die Linsen laut Packungsanleitung garen. Für die Suppe den Lauch in Ringe schneiden und in Kokosöl anbraten. Die Kartoffeln schälen, grob würfeln und zum Lauch in den Topf geben. Nun mit der Kokosmilch aufgießen und erhitzen. Die Zucchinis waschen, in 1 cm dicke Scheiben schneiden und ebenfalls in den Suppentopf werfen. Nochmal 200 ml Wasser zufügen, so dass alles weitgehend bedeckt ist. Zitronenschalenabrieb mit köcheln lassen. Wenn das Gemüse weich ist, alles gut pürieren, Zitronensaft unterrühren und mit den Gewürzen abschmecken. Zubereitungszeit: ca. 30 Min.

  • Apfelstrudel mit "Quark"-Teig, vegan

    Wer sich kulinarisch ein bisschen auskennt, sieht natürlich sofort, dass es sich hierbei nicht um einen klassischen Apfelstrudel handelt. Im Dialekt meiner Heimat, sagt man dazu auch "Äpfibeiki" ... aber da ich das so schlecht für alle Nicht-Innviertler ins Hochdeutsche übersetzen kann, bleib ich mal bei Strudel ;) Dieses Rezept verbinde ich mit meiner Mutter und meinem Vater gleichzeitig. Eigentlich ist es seit jeher die Lieblings-Mehlspeise von Papa, aber meine Mama bereitet stets den Teig zu, während er anfängt die Äpfel für die Füllung zu schälen und spalten. Es ist sozusagen ein gemeinsames Werk und seit ich denken kann, wird alle paar Tage bei meinen Eltern ein Blech damit in den Ofen geschoben und bald breitet sich der verführerische Duft von Äpfeln und Zimt von der Küche bis ins Wohnzimmer aus. Die Boskoop-Äpfel für den Strudel kommen bei meinen Eltern oft direkt aus dem Garten, werden zuhause aber aufgrund ihrer harten Schale "Lederer" genannt. Der Teig ist ein klassicher Quark-Butter-Mehl-Teig, eigentlich sind dafür alle Grundzutaten in gleicher Menge zu verwenden. Für die vegane Variante habe ich etwas herum probiert, bis ich ein Ergebnis erzielt habe, das dem Original in nichts nachsteht. Seht selbst ... Zutaten für 1 Strudel-Teig: 200 g Mehl 120 g Margarine, gewürfelt 120 g veganen Quark (z.B. von Provamel) 1 gehäuften EL Rohrohrzucker 1 Prise Salz Zutaten für die Füllung: 5 mittelgroße Boskoop-Äpfel 2 gehäufte EL Rohrohrzucker Zimt optional noch Walnüsse, genackte Haselnüsse oder Rosinen Hafercuisine zum Bestreichen Puderzucker zum Bestreuen Für den Teig alles Zutaten miteinander verkneten, zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt 1 Stunde in den Kühlschrank legen. In der Zwischenzeit für die Füllung die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und die Apfelspalten in hauchdünne Scheiben schneiden. Den Teig nach der Rast mit einem Nudelholz dünn ausrollen und an der Längsseite alle 3 cm einschneiden (sh. rechts) Die Äpfelstücke auf den Mittelteil ausbreiten, (ev. auch Nüsse und Rosinen), Zucker und Zimt darüber streuen und die eingeschnittenen Ränder darüber klappen (sh. rechts). Das Ganze mit Hafercuisine bestreichen und bei 180 °C ca 25 Min. backen bis der Teig goldbraun ist. Den noch etwas warmen Strudel mit Puderzucker bestreuen und dann lasst's euch gut gehen!

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