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  • Sellerie-Apfel-Crèmesuppe mit Pumpernickel

    Winter ist Suppenzeit - so ist das zumindest bei mir in der Kita. Im Sommer gibt es viele Salate, im Winter gibt es jede Woche einmal Suppe. Und (fast) alle Kinder lieben die Suppentage. (Mein eigenes Kind ist leider eine Ausnahme und ein absoluter Suppenkasper.) Das Praktische an Suppen ist ja, dass man da alles Mögliche rein machen kann. Vor allem auch viel regionale Wintergemüse-Sorten. Mehlige Kartoffeln bilden bei mir immer die Basis. Hier sind dann noch Sellerie und Äpfel mit in den Suppentopf gewandert. Und als Suppeneinlage mache ich gerne herzhafte Pumpernickel-Crôutons (Roggen-Schwarzbrot). Zutaten für 1 Suppentopf: Olivenöl 1 Stange Lauch, 1 Knoblauchzehe 1 mittelgroße Sellerieknolle (ca. 600-700 g) 8 Kartoffeln mehlig kochend (ca. 600 g) 2 Äpfel (z.B. Boskoop oder Braeburn) heißes Wasser zum Aufgießen 2 TL Jodsalz 1-2 Lorbeerblätter 1 TL gem. Koriander ½ TL gem. Kreuzkümmel je 1 Prise Zimt und Muskatnuss 2-3 TL Thymian/Petersilie 1 Pkg. Pumpernickel, Olivenöl Den Lauch in Ringe schneiden/Schalotten/Knoblauch klein schneiden und in einem Topf mit Olivenöl anrösten. Sellerie, Kartoffeln und die Äpfel schälen, in Würfel schneiden und in den Topf geben. Mit heißem Wasser aufgießen und mit dem Salz und den Lorbeerblättern alles weich kochen. Nun die restlichen Gewürze hinzufügen und die Suppe pürieren. Den Pumpernickel in kleine Würfel schneiden. Diese mit etwas Öl anbraten und über ebenso wie frische Kräuter über die angerichtete Suppe streuen. Lasst es euch schmecken!

  • Apfel-Rotkohl mit Schupfnudeln

    Rotkohl, in manchen Regionen auch Blaukraut genannt, steht bei uns oft vor und an Weihnachten auf dem Speiseplan. Ich mache ihn aber generell sehr gerne in der Winterzeit, da er wie andere Kohlarten eine heimische, lagerfähige Gemüsesorte ist. Durch die Kombination mit Apfel und Gewürzen wie Piment und Zimt schmeckt Rotkohl richtig mild und fruchtig und viele Kinder mögen ihn sehr gern als Beilage. Rotkohl ist wie alle Kohlsorten eine Nährstoffbombe. Er liefert vor allem Vitamin C, Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Calcium und Sekundäre Pflanzenstoffe in Form der farbgebenden Anthocyane und von Senfölen. Die letzten beiden Stoffe sind wie schon der Name sagt, nur in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten und können das Risiko an Krebs zu erkranken minimieren. Wer die Zeit und Muße hat, tut gut daran, Kohlsorten wie hier Rotkohl und Brokkoli schon 40 Minuten vor dem Kochen zu zerkleinern. In dieser Zeit werden die enthaltenen Senfölglycoside in den Stoff Sulforaphan umgewandelt, der hitzebeständig ist und laut Studien sogar positiv in der Behandlung von Krebszellen eingesetzt wird. Die Schupfnudeln könnt ihr entweder selbst machen wie in diesem Rezept hier oder fertig kaufen. Vegane Versionen gibt es mittlerweile in den meisten Discountern. Ich setze meistens trotzdem auf eine bestimmte Sorte aus dem Bioladen aufgrund der vollwertigen Zutaten. Ein kleiner Funfact zum Rotkohl: Ich liebe es, den Kohlkopf zu halbieren und das wunderschöne Muster zu bestaunen. Immer wieder bin ich fasziniert davon! Darum hab ich mir auch so einen Querschnitt auf den Arm tätowieren lassen. Nicht nur schön zum Anschauen, sondern auch schmackhaft ... Zutaten für 2 Kleine und 2 Große: Kokos- oder Rapsöl 1 Schalotte 1 kleinen Rotkohlkopf 3 Nelken 1-2 Äpfel je nach Größe (Boskoop oder Braeburn) 2 TL Jodsalz 1 Loorbeerblatt 3 EL Apfelessig 2 TL Rohrohrzucker je 1 TL Kreuzkümmel und Koriander, gemahlen 1 Prise Piment und Zimt, gemahlen Thymian optional: 2 EL Mandelcuisine, gehackte Walnüsse als Topping 1,5 Packungen Vegane Schupfnudeln Olivenöl 1 Brokkoli etwas Salz 2 TL Kräuter der Provence Zuerst die Schalotte klein schneiden und in etwas Öl anrösten. Den Rotkohl achteln und in feine Streifen schneiden oder hobeln. Diese in den Topf geben ebenfalls kurz anbraten. Die Nelken hinzufügen und mit heißem Wasser aufgießen, so dass ca. die Hälfte der Kohlstreifen bedeckt sind. Zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Den oder die Äpfel schälen, achteln und in kleine Stücke schneiden. Gemeinsam mit Salz, Essig, Zucker und den Gewürzen (allen, außer dem Thymian) unter den Rotkohl mischen. Das Ganze mindestens 40 Minuten weiter sanft köcheln lassen, immer wieder umrühren und eventuell noch etwas Wasser hinzufügen. In der Zwischenzeit den Brokkoli waschen und in Röschen teilen. Etwas Öl in eine Pfanne geben und erhitzen, den Brokkoli hinzufügen, kurz anbraten und dann ein wenig Wasser in die Pfanne gießen. Zugedeckt und bei geringer Hitze schmoren, bis die Röschen bissfest sind. Salz und Kräuter drüber streuen und den Brokkoli in einer Schüssel beiseite stellen. In der gleichen Pfanne nochmal etwas Öl heiß machen und wenn der Rotkohl dann weich ist, die Schupfnudeln anbraten. Mehrmals wenden bis sie von allen Seiten goldbrauch gebacken und weich sind. Die Schupfnudeln dann auf einer Seite der Pfanne schichten, den Brokkoli nochmal auf der anderen Seite hinzufügen und bei geringer Hitze alles auf gleiche Temperatur bringen. Den Rotkohl vom Herd nehmen, das Lorbeerblatt heraus fischen. Nach Belieben noch Mandelcuisine unterrühren. Abgezupften oder getrockneten Thymian darüber streuen und den Teller mit Schupfnudeln, Brokkoli und Rotkohl anrichten. Gehackte Walnüsse runden das Gericht geschmacklich ab. Guten Appetit!

  • Kräuterseitling-Filets mit Schmorgemüse und Reis

    Jaja, nicht alle Kinder (und Erwachsene) mögen Pilze, ist mir klar. Und man muss auch nicht alles mögen! Aber probieren solltet ihr alle mal diese Kräuterseitlinge. Würzig und bissfest kommen sie daher und sie sind vielseitig kombinierbar. Das Gute an Pilzsorten wie Champignons, Austernpilzen oder Kräuterseitlingen ist, dass sie das Ganze Jahr über Saison haben. Sie stammen aus kultiviertem Anbau, anders als z.B. die heimischen Eierschwammerl oder Steinpilze, die man im Herbst mit etwas Glück im Wald findet. Kräuterseitlinge enthalten kein Fett, dafür relativ viel Eiweiß. Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Natrium, Kalzium und Folsäure, sowie einige B-Vitamine und Vitamin D machen ihn zu einem wertvollen Nährstofflieferanten. Hier kommt für alle Pilz-Liebhaber das Rezept ... Zutaten für 2 Große und 2 Kleine: 1,5 gr. Tassen Reis (am besten Naturreis oder Parboiled) ½ TL Jodsalt Olivenöl 5 Karotten 1 gr. rote Paprikaschote 200-250 g Kräuterseitlinge 1 EL Sojasauce (bei Bedarf glutenfrei) frischer oder getrockneter Thymian Dip: 200 g Sojajoghurt natur ½ TL Jodsalz 1 Spritzer Zitronensaft optional: etwas Bockshornkleesamen, gemahlen Den Reis laut Anleitung garen. Währenddessen die Karotten waschen oder schälen und in 4 cm lange Stücke schneiden. Diese erst halbieren, dann vierteln. In einer Pfanne mit Olivenöl anrösten und dann etwas Wasser hinzufügen. Einen Deckel drauf geben und die Karottenstücke bei mittlerer Hitze schmoren. Nun die Paprikaschote waschen und in Stücke schneiden, ca. 4 x 2 cm groß. Diese zu den Karotten in die Pfanne geben. Wenn das Gemüse gar ist, in eine Schüssel geben und warm halten. Als nächstes die Kräuterseitlinge mit in ca. 3 mm dünne Scheiben schneiden. Die Pilzkappe auch zerkleinern. Nochmal etwas Öl in die Pfanne geben und den ersten Teil der Filets schön in der Pfanne verteilen. Diese gut anbraten und 1-2 EL Wasser hinzufügen, wirklich sehr wenig. Wenn sie goldgelb sind, einmal wenden und 1-2 EL Sojasauce in die Pfanne geben. Die Pfanne etwas hin- und her rütteln, sodass die Sauce sich verteilt. Die abgezupften Thymianblätter drüberstreuen und so lange anbraten, bis auch die zweite Seite braun ist. Mit den restlichen Seitling-Filets genauso verfahren. Während ihr den Dip zubereitet, die Pilze auf einer Seite und das Gemüse auf der anderen Seite nochmal bei minimaler Flamme zugedeckt in die Pfanne geben, damit alles die ideale Esstemperatur hat. Für den Dip alle Zutaten gut miteinander verrühren. Reis, Gemüse und Seitling-Filets schön anrichten und alles zusammen genießen!

  • Linsen-Bolognese mit getrockneten Tomaten

    Linsenbolognese kommt immer super bei den Kindern an. Irgendwie fand ich es aber bis jetzt zu banal ein Rezept dafür zu veröffentlichen. Aber man merkt doch immer wieder, dass auch Bedarf für die einfachen, klassischen veganen Alternativen besteht. Deswegen hab ich für euch meine Variante der Bolognese aufgeschrieben. Ihr könnt natürlich noch saisonale Gemüsesorten wie Zucchini oder Fenchel dazu geben. Im Sommer kann man die Dosentomaten durch eine frisch gemachte Tomatensauce ersetzen. Ich habe hier in der winterlichen Variante getrocknete Tomaten verwendet und dadurch wird der fruchtige Geschmack noch intensiver. Zutaten für 2 Kleine und 2 Große: Olivenöl 1 Schalotte 1 Knoblauchzehe 2 mittelgroße Karotten 120 g rote Linsen 200 ml heißes Wasser 3-4 EL Tomatenmark 1 EL Balsamicoessig 1 TL Rohrohrzucker 400 g gestückelte Tomaten 1 TL Koriander gemahlen sowie Paprikapulver 1 große Prise Piment und Zimt 8 getrocknete Tomaten, klein gehackt 2 TL Jodsalz frischen Basilikum und Oregano, alternativ Petersilie (grob gehackt) oder eine Italienische Kräutermischung ca. 400 g Vollkorn-Pasta (hier Linguine) Die Nudeln nach Packungsanleitung garen. Währenddessen die klein geschnittene Schalotte und den Knoblauch in einem Topf mit Olivenöl anrösten. Die Karotten in kleine Würfel schneiden und dazu geben. Mit etwas Wasser aufgießen und kurz dünsten. Die Linsen hinzufügen und 200 ml heißes Wasser drüber gießen. Wenn die Linsen langsam weich werden, Tomatenmark, Tomatenwürfel, Essig und Zucker untermischen. Die Gewürze und die gehackten getrockneten Tomaten ebenfalls einrühren. Zum Schluss, sobald die Linsen richtig gar sind, die Bolognese mit Salz abschmecken und frische Kräuter dazu geben.

  • Süßkartoffel-Püree mit Spitzkohl-Gemüse und Tofu

    Einigen wird es aufgefallen sein, ich habe eine längere Blog-Pause gemacht. Nebenberufliche und private Baustellen haben mir die Motivation und Freude an dem Hobby genommen. Nun aber hat sich diesbezüglich einiges aufgelöst und ich bin, anders als in früheren Jahren, mit Vorsätzen ins neue Jahr gestartet. Einer davon ist, dem Bloggen wieder mehr Raum zu geben. Und ich freue mich drauf! Denn die Kinder im Dschungel sind natürlich weiterhin fein versorgt worden und haben mich auch wissen lassen, was ihnen besonders gut schmeckt. Somit gibt es einige Rezepte, die ich mit euch teilen möchte. Momentan finden sich Zutaten wie Kohl, Kartoffeln und Karotten besonders häufig auf dem Speiseplan. Ich habe sogar regionale Süßkartoffeln im Bioladen gefunden. Naja, zumindest stammen sie aus der Bodenseeregion, also aus Deutschland - und mein Motto ist: so regional wie möglich und aus Übersee nur in Ausnahmefällen. Zutaten für 2 Kleine und 2 Große: Süßkartoffelpüree: 2 kleinere oder eine große Süßkartoffel(n), ca. 800 g 3 Kartoffeln, mehlig etwas Soja- oder Mandeldrink ca. 1 EL vegane Margarine 2 TL Jodsalz 1 große Prise Muskatnuss, gerieben optional: Currypulver 1-2 Schalotte(n) 2 Karotten ½ Spitzkohl 1-2 TL Jodsalz je ½ TL Kümmel und Kreuzkümmel, gemahlen 1 TL Koriander und Paprikapulver, gemahlen 1 Prise Zimt oder Piment 150 g grüne Bohnen 1 rote Paprika frischen Rosmarin oder andere Kräuter/Kräutermischung 200 g Räuchertofu ev. etwas Sojasauce Für das Püree die Süßkartoffeln und Kartoffeln schälen, in 2 cm Würfel schneiden und in einem Topf mit Wasser bedecken, etwas salzen. Das Wasser nun zum Kochen bringen und die (Süß-)Kartoffeln garen bis sie weich sind. Wenn es soweit ist, den Sud bis auf ein wenig Wasser wegkippen, einen Schuss Pflanzendrink zufügen und die Kartoffeln zerstampfen. Bei Bedarf noch etwas "Drink" oder Wasser rein gießen und die Margarine untermischen bis ein cremiges Püree entsteht. Dieses würzen und beiseite stellen. Während die Kartoffeln für das Püree kochen, kümmern wir uns um das Spitzkohlgemüse. Die Schalotten klein schneiden und in etwas Öl in einem Topf anrösten. Dazu die in Scheiben geschnittenen Karotten geben und mit etwas Wasser aufgießen. Nun den halben Spitzkohl nochmal vierteln und den Strunk unten entfernen. Den Kohl in feine Streifen schneiden und mit in den Topf geben. Mit der Kokosmilch aufgießen, Salz und Gewürze gleich hinzufügen. Nun alles bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Die Enden der grünen Bohnen wegschneiden und diese in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Die Bohnen in einem separaten Topf mit Wasser bedecken, dieses erhitzen und 5-10 Minuten köcheln lassen bis die Bohnen weich sind, um das schädliche Phasin abzubauen. Das Wasser danach weg gießen. Mit Tiefkühl-Bohnen genauso verfahren. Zum Spitzkohl kommt dann, wenn er weich ist, noch die in feine Streifen geschnittene Paprikaschote und klein gehackte Rosmarinnadeln, sowie die grünen Bohnen. Den Topf vom Herd nehmen und zugedeckt noch ein paar Minuten ziehen lassen. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Den Räuchertofu in kleine Würfel schneiden und mit 1 EL Sojasauce anrösten. Alles zusammen auf einem Teller anrichten und fertig ist die köstliche Winter-Mahlzeit.

  • Auberginen-Tomaten-Curry mit Kurkumareis

    Ich lüge nicht, wenn ich hier schreibe, dass die Kinder die indischen Gerichte lieben, die ich ihnen serviere. Meine Vermutung ist, dass es am Garam Masala liegt, einer Gewürzmischung, die ein bisschen süßlich schmeckt und einfach köstlich riecht. Bevor sie nämlich überhaupt einen Bissen probiert haben, versichern sie schon: Das riecht aber lecker! Mich freut das sehr, denn auch ich stehe auf die indische Küche - sei es ein Linsendal, Naanbrot, Mungbohnenpüree oder ein Gemüsecurry wie dieses hier - ich finde alles einfach klasse! Dazu sind die Gewürze in den Currys richtig gesund. Kurkuma (auch Gelbwurz) zum Beispiel enthält Curcumin, das entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt. Es hemmt den Knochenabbau, leitet Schwermetalle aus dem Körper aus und senkt den Cholesterinspiegel. Nun aber zurück zu den Kindern. Ich versuche ja oft, sie ein bisschen auszutricksen, damit sie auch Dinge essen, die sie nicht so gern mögen. In diesem Fall habe ich die Auberginen geschält, so dass sie nicht sofort enttarnt wurden. Die meisten haben alles aufgegessen. Wenn ihr keine Auberginen-Muffel seid, solltet ihr die Schale dran lassen, denn sie enthält viele Antioxidantien. Zutaten für 2 Kleine und 2 Große: 300 g Basmatireis 1 Prise Kurkuma gemahlen 1 TL Salz etwas Kokosöl 1 cm Kurkumawurzel (alternativ ½ TL Kurkumapulver, aber macht dieses später erst dazu mit den restlichen Gewürzen) 1 cm Ingwer 1 Knoblauchzehe 1 EL schwarze Senfsamen 4 mittelgroße Möhren 1 große oder 2 kleine Auberginen 3 EL Tomatenmark 400 ml Kokosmilch je 1 gehäufter TL Salz 1 TL Garam Masala und gemahlener Koriander ½ TL gemahlener Kreuzkümmel 4-5 Tomaten 150 g TK-Erbsen Den Reis in einem Topf mit doppelter Menge Wasser, Salz und Kurkuma gar kochen und zugedeckt quellen lassen. In der Zwischenzeit Kurkuma- und Ingwerwurzel ganz klein würfeln und in Kokosöl gemeinsam mit dem ausgepressten Knoblauch und den Senfsamen anrösten. Die Möhren waschen (oder bei Bedarf schälen) und in dünne Scheiben schneiden, diese in den Topf geben. Ein bisschen Wasser drüber gießen und dünsten. Die Auberginen waschen, in 5mm-1cm kleine Würfel schneiden und mit in den Topf werfen. Das Ganze mit Kokosmilch und eventuell etwas heißem Wasser auffüllen, bis alles bedeckt ist. Nun köcheln lassen bis die Karotten bissfest sind. Dann Tomatenmark, klein gewürfelte Tomaten und Gewürze untermischen und den Topf vom Herd nehmen. Zum Schluss noch die Erbsen hinein rühren. Fertig! Loka samasta sukhino bhavantu! - Mögen alle Lebewesen glücklich und frei sein. Diese Weisheit aus dem Osten passt sehr gut zu veganem Essen, finde ich ;) Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten

  • Haselnuss-Schoko-Nicecream

    Gesundes Eis für Kinder (und Erwachsene), Punkt. Wie lange haben sich Eltern gewünscht, ihren Kindern im Sommer alternativ zum zuckerreichen und meist milchig-cremigen Schleckgenuss etwas anzubieten, was ähnlich von der Konsistenz ist und bei den Kleinen einfach genauso gut ankommt? ... So lange, bis vor ein paar Jahren die Nicecream erfunden wurde. Und dass Nicecream gesund ist, heißt nicht, dass sie nicht schmeckt! Die Basis bilden überreife, tiefgefrorene Bananen. Damit haben wir schon mal eine ordentliche Ladung Kalium, Magnesium, Ballaststoffe und Vitamine, vor allem Vitamin B6 und Vitamin C. Außerdem regt das Tryptophan aus Bananen die Serotoninbildung im Gehirn an und dieser Botenstoff gilt als Glückshormon. Kombinieren kann man die süße Basis mit verschiedensten Nussmusen, Kakaopulver oder ebenfalls gefrorenen Beeren und Früchten. Der Phantasie sind bei Nicecream nur wenige Grenzen gesetzt. Hier kommt jetzt erstmal die Lieblings-Sorte meines Sohnes ... Für 4 mittelgroße Portionen 3 gefrorene Bananen, sehr reif, geschält und in 2 cm Scheiben tiefgefroren (ca. 300 g) 4 EL Hafer- oder Mandelmilch 1 gute Prise Vanillemark 2-3 EL Haselnussmus 2 EL Kakaonibs oder sehr dunkle Schokolade, gehobelt Die Bananenstücke aus dem Tiefkühler ein paar Minuten antauen lassen und mit Pflanzenmilch, Vanille und Haselnussmus gut mixen/pürieren. Kakaonibs oder Schokolade unterrühren. Das war's, ihr könnt das beste Eis der Welt genießen. Naja, ich weiß, Geschmäcker sind unterschiedlich!

  • Fenchel-Kohlrabi-Suppe mit Spinat-Muffins

    Viele Kinder saugen Fenchel buchstäblich schon mit der Muttermilch auf, da stillende Frauen auf Fencheltee setzen, um Blähungen ihrer Babys zu vermeiden. Er ist bekömmlich, wirkt krampflösend und schmeckt fein süßlich. Wenn ich Fenchel allerdings in Gemüsepfannen auf die Kita-Tische bringe, verwechseln die Kinder ihn oft mit der nicht sonderlich beliebten Zwiebel und schon wird er aussortiert. In dieser cremigen Suppe allerdings fällt er nicht auf und schmeckt Klein und Groß immer wieder köstlich. Fenchel enthält übrigens viel Vitamin C sowie Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A. Darüber hinaus liefert er einiges an Calcium, Eisen, Kalium und Phosphor. Als Beilage zur Suppe gibt es bei mir manchmal herzhafte Muffins. Diese hier sind ganz einfach zubereitet. Knoblauch und Spinat passen geschmacklich sehr gut zu der feinen Suppe. Das Rezept findet ihr weiter unten. Zutaten für den Suppentopf: Olivenöl 1 Stange Lauch 1 Knoblauchzehe 800 g Kartoffeln, mehlig kochend 2 Kohlrabis (ca. 600 g) 1 große oder 2 kleine Fenchelknollen (ca. 500 g) heißes Wasser 2 TL Salz und Koriander, gemahlen 1 TL Kreuzkümmel gemahlen 1 Prise abgeriebene Muskatnuss Kräuter der Provence optional Sojajoghurt und Sprossen zum Verfeinern Für die Suppe den Lauch in dünne Scheiben und den Knofi klein schneiden und in Öl bei mittlerer Hitze anrösten. Kartoffeln und (den) Kohlrabi schälen und in kleine Würfel schneiden. Diese in den Topf geben und mit heißem Wasser aufgießen, so dass nur noch die Spitzen raus lugen. Den Fenchel waschen, klein schneiden (Strunk entfernen) und unterrühren. Nochmal etwas Wasser hinzufügen. Die Suppe solange köcheln lassen bis das Gemüse weich ist und sich mühelos pürieren lässt. Hier könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr eine ganz glatte Suppe haben wollte, oder noch ein paar Stücke drin sein dürfen wie bei mir. Zutaten für 12 Muffins: 300 g Vollkornmehl ½ Pkg. Backpulver ½ TL Natron 1 TL Salz, gem. Korinader 1 EL Hefeflocken (optional) 1 Knoblauchzehe, durch die Presse gedrückt 70 ml Olivenöl 275 ml Soja- (oder Haferdrink) Saft ½ Zitrone 100 g frischen bzw. 150 g TK-Spinat (aufgetaut) Für die Muffins die festen Zutaten nach und nach in einer Rührschüssel vermengen. Die flüssigen Zutaten ebenfalls mischen. Mit dem Handmixer die flüssige Masse unter die Mehl-Mischung rühren bis der Teig schön glatt ist. Zum Schluss den klein geschnittenen Spinat unter heben. Eine Muffinbackform mit kleinen Papierschälchen vorbereiten oder gut einfetten und den Teig gleichmäßig darin verteilen. Bei 180° C ca. 30 Min. backen bis die Muffins schön gebräunt sind.

  • Grünkernbratlinge mit Kartoffel-Bohnen-Salat

    Weiter geht es mit der Kartoffel-Bohnen-Kombi. Diesmal habe ich aus den beliebten Zutaten einen Salat zubereitet. Dazu gibt es leckere Bratlinge aus Grünkernschrot. Für die vegane Ernährung ist Grünkern sehr gut geeignet, da er den Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgt und herzhaft nussig schmeckt. Vor allem Eiweiß, Eisen, Phosphor und Magnesium sind darin reichlich enthalten. Aber auch Vitamine - vor allem aus der B-Gruppe - liefert das grüne Korn und es ist zudem sehr bekömmlich. Tipp: Den Kartoffel-Salat kann man wunderbar aus übrig gebliebenen Kartoffeln vom Vortag zaubern! Menge für ca. 16 Bratlinge: 150 g Grünkernschrot + 1 geh. TL Gemüsebrühe etwas Lauch 1 TL Salz, Oregano und gem. Koriander etwas gem. Kreuzkümmel und Paprikapulver edelsüß 140 g Kichererbsenmehl ca. 60 - 70 ml kochend heißes Wasser 100 g Sojajoghurt Natur nochmals ½ - 1 TL Salz ½ Möhre, grob geraspelt etwas Sesam zum Wenden der Bratlinge Bratöl Zutaten für eine Schüssel Kartoffel-Bohnen-Salat: ca. 800 g Kartoffeln festkochend 250 g grüne Bohnen (TK) 8 Cocktailtomaten Dressing: 1 TL Gemüsebrühe 150 ml kochendes Wasser ½ TL Salz 2 EL Leinöl 2 EL Apfelessig ½ TL Senf (fein bis scharf je nach Belieben) 2 TL Agavendicksaft etwas Petersilie klein geschnitten Schwarzkümmel zum Bestreuen Die Kartoffeln in Salzwasser gar kochen. (Das könnte man auch schon am Vortag machen.) Die Gemüsebrühe für das Dressing mit dem kochenden Wasser aufgießen und etwas abkühlen lassen. Grünkernschrot laut Packungsanleitung mit der Suppenbrühe gar kochen und quellen lassen. Den Lauch in dünne Ringe schneiden, diese nochmals zerkleinern und mit den Gewürzen unter den Grünkern mischen. Das alles dann etwas auskühlen lassen. (Kann man ebenfalls am Vortag vorbereiten.) Zum Fertigstellen der Bratlingsmischung alle Zutaten bis auf den Sesam nach und nach unter den Grünkern mischen und gut verrühren. Nun kann man daraus Bratlinge formen, diese in einem Schälchen mit Sesam wenden und in heißem Öl beidseitig goldbraun anbraten. Für den Kartoffelsalat die Bohnen in 3 cm lange Stücke schneiden und mit etwas Wasser in einem Topf vollständig durch garen, so dass die Lektine abgebaut werden. Die Kartoffeln schälen, vierteln und in Scheiben schneiden. In einer Schüssel mit den Bohnen mischen. Die Cocktailtomaten vierteln und hinzufügen. Für das Dressing nun die lauwarme ausgekühlte Gemüsebrühe in ein leeres Marmeladenglas füllen. Die restlichen Zutaten dazugeben, das Glas zuschrauben und gut schütteln. Das Dressing unter die Salatzutaten mischen und wenn möglich noch ein bisschen durchziehen lassen. Den Schwarzkümmel drüber streuen und den Salat gemeinsam mit den Bratlingen servieren. Mmmmh, lasst's euch schmecken!

  • Reisbällchen mit Gemüse-Chili

    Diese Reisbällchen sind entstanden, nachdem mal ein großer Reisrest vom Vortag übrig war und wir keine Lust hatten, wieder ein klassisches Reisgericht zu essen. Kombiniert mit einem leckeren "Chili sin Carne" ergibt sich daraus ein köstliches Mahl, das sowohl bei den Dschungel-Kindern als auch im Kinderladen, den mein Sohn besucht, super ankam. Oft mache ich das Gericht jetzt mit frisch gekochtem Reis. Es kann also sein, wenn ihr es mal aus kaltem Reis zaubern wollt, dass ihr etwas mehr Kartoffelmehl und mehr Joghurt braucht, damit die Masse besser klebt. Ach, und noch ein Tipp: man kann natürlich auch ganz einfach Bratlinge daraus formen, die sind dann noch schneller gemacht. Für das Rezept verwende ich am liebsten Parboiled Reis. Diesen habe ich früher gemieden, da es mir komisch vorkam, ein vorbehandeltes Produkt zu verwenden. Nun bin ich ein bisschen klüger und weiß, dass in Parboiled Reis durch das Dämpfen ein Großteil der Nährstoffe des vollen Reiskorns ins Innere des Reiskörpers übergeht und dadurch auch nach dem Schälen erhalten bleibt. Sprich: Parboiled Reis kommt Naturreis in Sachen Nährstoffgehalt recht nahe, ist aber viel schneller gar. Win-win würde ich sagen! Zutaten für 18-20 Bällchen/12 Bratlinge: 160 g Parboiled Reis Salz 2 TL gemahlener Koriander 1 TL gemahlener Kreuzkümmel sowie italienische Kräutermischung 1 kleine Schalotte, sehr klein geschnitten 5 getrocknete Tomaten, klein geschnitten 2 EL Sojajoghurt 40 g Kartoffelstärke (alternativ Maisstärke) Olivenöl zum Anbraten Für das Gemüse-Chili: Olivenöl 1 große Knoblauchzehe 1 rote Zwiebel 2 Karotten (ca. 250 g) 1 kleine Zucchini (ca. 300 g) 60 g Sojaschnetzel, fein (z.b. von Sobo, die muss man nicht extra einweichen) - bei Bedarf vorher 10 Minuten in heißem Wasser einweichen 200 ml gewürfelte Tomaten aus der Dose 2-3 EL Tomatenmark 1 Spritzer Sojasauce (optional glutenfrei oder weg lassen) 1 kleine rote Paprikaschote 100 g Tiefkühl-Erbsen 1/2 Dose bzw. Glas Kidneybohnen 2 TL Jodsalz 2 TL Paprikapulver (Schärfe nach Geschmack) je 1 TL gemahlener Kreuzkümmel, Koriander und Bockshornklee je 1 Prise Pfeffer und Muskatnuss frische Petersilie Den Reis mit 360 ml Wasser aufgießen und weich kochen. In der Zwischenzeit für das Chili Knofi und Zwiebel klein schneiden und in einem Topf mit Olivenöl anrösten. Die Karotten waschen/schälen, längs vierteln und dann in Dreiecks-Scheiben schneiden. Diese in den Topf werfen und mit wenig Wasser andünsten. Nach 5 Minuten die Sojaschnetzel sowie die in 5 mm kleine Würfel geschnittene Zucchini hinein geben und mit 500 ml heißem Wasser aufgießen. Die Dosen-Tomaten, Tomatenmark und Sojasauce ebenfalls hinzufügen und alles gar köcheln. Den Topf dann vom Herd nehmen. Die klein gewürfelte Paprika, Erbsen und Kidneybohnen unter rühren, das Chili würzen (Achtung die Petersilie erst kurz vorm Servieren drüber streuen) und mit den Reisbällchen weiter machen. Unter den Reis nun die Gewürze, Schalotten- und Tomatenstückchen mischen und gut verrühren. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen. Mit nassen Händen walnussgroße Bällchen aus der Masse formen und diese im Öl anbraten. Mehrmals wenden bis alle rundherum goldbraun sind. Das fertige Mahl nun mit gehackter Petersilie toppen und alles zusammen genießen. Guten Appetit!

  • Warum ich Bio-Lebensmittel bevorzuge ...

    Wer Wert auf gesunde Ernährung legt, sieht sich früher oder später mit der Frage konfrontiert, ob es sich lohnt, ökologisch erzeugte Lebensmittel zu konsumieren. Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal mit JA oder NEIN beantworten. Man sollte sie erst aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und wie so oft individuell entscheiden, welche Punkte einem persönlich wichtig sind. Ich kaufe seit mittlerweile fast 8 Jahren ca. 95 % der Lebensmittel, dich ich verarbeite, im Bioladen. Wen wundert's - habe ich doch bis zum Mutterschutz vor knapp 3 Jahren selbst nebenbei in zwei solchen Läden gearbeitet. Daher kann ich bezeugen, dass „Bio nicht gleich Bio“ ist. Meine letzte Arbeitgeberin in diesem Bereich richtete den Fokus zum Beispiel auf regionale und möglichst wenig verpackte Produkte. Preislich sind diese nicht mit Bio-Produkten von z.B. Aldi oder Alnatura vergleichbar. Nun aber der Reihe nach. Was heißt Bio eigentlich? In der ökologischen Landwirtschaft wird ein möglichst geschlossener betrieblicher Nährstoffkreislauf angestrebt. Das bedeutet, dass so wenig Futtermittel wie möglich zugekauft werden sollten. Außerdem sind die Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit sowie eine „artgerechte“ Tierhaltung (mehr Stall- und Weidefläche; Einsatz von Antibiotika nur in Ausnahmefällen - Stichwort "Antibiotikaresistenzen") Grundpfeiler des Öko-Landbaus. Er ist somit besonders auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Um Bio-Lebensmittel zu erkennen, wurde 2001 das staatliche Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung eingeführt. Hinzu kam 2012 noch das EU Bio-Logo, das in der EU produzierte Waren kennzeichnet. Die Vergabe dieser Siegel sind an einige Bedingungen geknüpft. Zum Beispiel müssen mindestens 95 % der Zutaten eines Produktes aus ökologischer Landwirtschaft stammen und der Einsatz von Gentechnik ist verboten. Weiters gibt es noch Verbände wie "demeter" oder "Bioland", deren Vorgaben für die ökologische Landwirtschaft noch strenger sind. Wirkt sich Bio denn nun positiv auf die Gesundheit aus? Bisher gibt es kaum Studienmaterial, das sich damit beschäftigt. Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft sind meist reicher an gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffen* (Baranski et al., 2014) und weisen eine geringere Schwermetallbelastung sowie viel weniger Pestizidrückstände** (Smith-Spangler et al., 2012) auf. Laut Öko-Monitoring Baden-Württemberg waren 2019 77% der biologischen Proben pestizidfrei, auf den restlichen 23 % wurden minimale Spuren nachgewiesen. Diese Faktoren kommen der Gesundheit auf jeden Fall zu Gute. Doch für einen höheren Wert an essentiellen Nährstoffen wie Vitaminen oder Mineralstoffen fehlen bislang Daten und Beweise. Die Nährstoffdichte von Obst und Gemüse hängt eher mit Reifegrad, Anbauregion oder Lagerung zusammen. Dennoch sollte man bei den gesundheitlichen Vorteilen der ökologischen Landwirtschaft bedenken, dass sie die Umwelt geringer belastet als die konventionelle Landwirtschaft. Dies wirkt sich mittelbar auch auf unsere Gesundheit aus (bessere Luft, Böden, Wasser). Welche Vorteile bringt Bio noch mit sich? Neben dem ethischen Aspekt der bereits erwähnten „artgerechten Tierhaltung“ ist noch der soziale Faktor zu nennen. Da im Öko-Landbau der Einsatz von Pestiziden stark eingeschränkt ist, werden auch die Arbeiter auf den Feldern geschont. Besonders in Entwicklungsländern ist der Pestizideinsatz jährlich für rund 3 Millionen schwere Vergiftungen verantwortlich. Pestizid-Rückstände werden in diesen Gebieten auch von der Bevölkerung über das Grundwasser aufgenommen. Durch die biologische Landwirtschaft sinkt dieses Risiko enorm. Ein weiterer Vorteil ist der niedrigere Verbrauch von Primärenergie sowie geringere treibhauswirksame Schadstoffemissionen. In Bezug auf den Klimawandel ist dies sehr positiv zu bewerten. Doch hier gilt es wieder zu bedenken, dass in großen Supermarktketten das Bio-Gemüse oft in Plastik verpackt wird, um nicht mit konventionellen Produkten vertauscht oder durch sie verunreinigt zu werden. Darum empfehle ich, Bio-Lebensmittel wenn möglich in Bioläden oder -märkten einzukaufen. Mittlerweile gibt es dort auch immer mehr kreative Ideen, unverpackt einzukaufen. Was ich persönlich sehr zu schätzen wusste, als ich noch keinen Sauerteig im Kühlschrank hatte und somit Brot noch beim Bio-Bäcker gekauft habe, ist das große Angebot von Vollkorn-Backwaren. In konventionellen Bäckereien oder Supermärkten findet man meist nur mit Malz eingefärbte dunklere Brote, die mit Saaten und Flocken dekoriert als "Vollkorn-Brot" angepriesen werden. Beim genaueren Studieren der Zutatenliste merkt man allerdings schnell, dass der Vollkornanteil meist nur einen Bruchteil der Gesamt-Mehlmenge ausmacht. Auch Vollkorn-Getreideprodukte findet man häufiger in Biomärkten. Eindeutig ein Plus-Punkt! Und wie schmeckt's? Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Ich persönlich finde, frisches Bio-Obst und -Gemüse vom Marktstand, Hofladen oder aus der Biokiste schmeckt ursprünglicher und damit besser als das konventionelle aus dem Supermarkt. Es erinnert mich an die Pflanzen, die ich aus dem Garten des Elternhauses kenne. Meistens kaufe ich aber in großen Biomärkten ein und stelle auch immer wieder fest, wie unterschiedlich Kartoffelsorten schmecken können und wie süß Karotten sind. Einen Vergleich zu konventionellen Lebensmitteln habe ich schon lange nicht mehr. Aber meine Kolleg*innen, für die ich beruflich koche, wundern sich immer wieder mal, wie gut Gemüse schmecken kann und wir führen es alle auf dessen biologischen Ursprung zurück. Rare Studien hinsichtlich des Geschmacks befassen sich immer nur mit einzelnen Gemüsesorten. Bio-Tomaten wurden zum Beispiel als aromatischer und saftiger beschrieben (Talavera-Bianchi et al., 2010)***. Allerdings schnitt in derselben Studie konventioneller Pak Choi besser ab. Insgesamt ergeben solche Studien keine signifikanten Unterschiede zwischen Bio und Nicht-Bio. Links: * https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24968103/ ** https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22944875/ *** https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/jsfa.3907

  • Oster-Aliens mit Dattel-Haselnuss-Füllung (Nutella-Alternative)

    Ob wohl zu Veganern an Ostern nicht der Hase sondern ein Oster-Alien kommt? Bisher habe ich weder den einen noch das andere gesehen. Meine Vermutung kommt daher, dass mein Freund diese Häschen nicht als solche identifizieren konnte sondern fragte, ob das Aliens seien. Oje! Ich muss gestehen, dass ich zu Ostern schon in vergangenen Jahren mit mäßigem Erfolg versucht habe, Hasen zu backen. Diese hier fand ich nun wirklich gelungen. Geschmacklich auf jeden Fall. Was will man mehr - ob Hase oder Alien ist doch im Endeffekt egal! Bei uns besteht übrigens in letzter Zeit Selbstgebackenes nur noch aus Vollkornmehl. Das ist mir ganz recht, da das volle Korn viel mehr Mineralstoffe und Vitamine enthält als sogenanntes Auszugs- oder Weißmehl. Außerdem ist der Ballaststoffgehalt beachtlich und dieser unterstützt die Verdauung. Dass ich nun aber nicht mehr diskutieren muss, ob wir für Gebäck Vollkorn- oder ein helleres Mehl verwenden, liegt an der Getreidemühle (Marke möchte ich nicht nennen, sonst wäre es ja Werbung - und wir sind noch in der Testphase), die wir kürzlich erstanden haben. Seither gibt es auch nur noch hausgemachtes Sauerteig-Brot bei uns. Ich liebe es! Aber jetzt bin ich ein bisschen vom Thema abgekommen ... Ihr seid bestimmt gespannt auf das Alien-Rezept. Voilà! Rezept für 12 Aliens: 380 g Vollkornmehl 70 g Xylith/Birkengold 1 TL Zimt 1 Prise Salz 180 ml Soja- oder Haferdrink (lauwarm) 3/4 Würfel Frischhefe 50 ml geschmacksneutrales Öl Füllung: 60 g Haselnussmus 40 ml Dattelsirup 24 Rosinen als Augen (alternativ vegane Schokodrops) Mehl, Xylith, Zimt und Salz in einer Schüssel vermischen. Die Hefe im lauwarmen Pflanzendrink auflösen, das Ganze in die Schüssel gießen und alles gut verkneten. Das Öl hinzufügen und nochmal ein paar Minuten kneten. Sollte der Teig zu klebrig sein, knetet noch etwas Mehl dazu. Den Teig mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Fleckchen mindestens 1 Stunde gehen lassen. Danach die beiden Zutaten für die Füllung vermischen. Den Teig in zwei Hälften teilen. Beide dünn und ungefähr rechteckig (orientiert euch an einem hochformatigen A4 Blatt, etwas kleiner) ausrollen. Auf einen Teil die Füllung streichen und den anderen darauf legen. Nun schneidet ihr waagrechte Bahnen mit ca. 2 cm Höhe. Bei mir kamen 12 Streifen raus. Diese nun wie ein U vor euch hinlegen, einmal übereinander schlagen und die Ohren in sich nochmal verdrehen. Zwei Rosinen oder Schokodrops können jetzt als Augen platziert werden. Die Teig-Gesichter auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und bei 180° C ungefähr 20 Minuten backen bis sie an der Oberfläche leicht gebräunt sind. Das war's, fertig sind die Aliens. Frohes Oster-Backen!

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