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Apfel-Rotkohl mit Schupfnudeln



Rotkohl, in manchen Regionen auch Blaukraut genannt, steht bei uns oft vor und an Weihnachten auf dem Speiseplan. Ich mache ihn aber generell sehr gerne in der Winterzeit, da er wie andere Kohlarten eine heimische, lagerfähige Gemüsesorte ist.

Durch die Kombination mit Apfel und Gewürzen wie Piment und Zimt schmeckt Rotkohl richtig mild und fruchtig und viele Kinder mögen ihn sehr gern als Beilage.


Rotkohl ist wie alle Kohlsorten eine Nährstoffbombe. Er liefert vor allem Vitamin C, Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Calcium und Sekundäre Pflanzenstoffe in Form der farbgebenden Anthocyane und von Senfölen. Die letzten beiden Stoffe sind wie schon der Name sagt, nur in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten und können das Risiko an Krebs zu erkranken minimieren. Wer die Zeit und Muße hat, tut gut daran, Kohlsorten wie hier Rotkohl und Brokkoli schon 40 Minuten vor dem Kochen zu zerkleinern. In dieser Zeit werden die enthaltenen Senfölglycoside in den Stoff Sulforaphan umgewandelt, der hitzebeständig ist und laut Studien sogar positiv in der Behandlung von Krebszellen eingesetzt wird.


copyright Simone Klimmeck

Die Schupfnudeln könnt ihr entweder selbst machen wie in diesem Rezept hier oder fertig kaufen. Vegane Versionen gibt es mittlerweile in den meisten Discountern. Ich setze meistens trotzdem auf eine bestimmte Sorte aus dem Bioladen aufgrund der vollwertigen Zutaten.


Ein kleiner Funfact zum Rotkohl: Ich liebe es, den Kohlkopf zu halbieren und das wunderschöne Muster zu bestaunen. Immer wieder bin ich fasziniert davon! Darum hab ich mir auch so einen Querschnitt auf den Arm tätowieren lassen.



Nicht nur schön zum Anschauen, sondern auch schmackhaft ...



Zutaten für 2 Kleine und 2 Große:


Kokos- oder Rapsöl

1 Schalotte

1 kleinen Rotkohlkopf

3 Nelken

1-2 Äpfel je nach Größe (Boskoop oder Braeburn)

2 TL Jodsalz

1 Loorbeerblatt

3 EL Apfelessig

2 TL Rohrohrzucker

je 1 TL Kreuzkümmel und Koriander, gemahlen

1 Prise Piment und Zimt, gemahlen

Thymian


optional: 2 EL Mandelcuisine, gehackte Walnüsse als Topping


1,5 Packungen Vegane Schupfnudeln


Olivenöl

1 Brokkoli

etwas Salz

2 TL Kräuter der Provence




Zuerst die Schalotte klein schneiden und in etwas Öl anrösten. Den Rotkohl achteln und in feine Streifen schneiden oder hobeln. Diese in den Topf geben ebenfalls kurz anbraten. Die Nelken hinzufügen und mit heißem Wasser aufgießen, so dass ca. die Hälfte der Kohlstreifen bedeckt sind. Zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen.


Den oder die Äpfel schälen, achteln und in kleine Stücke schneiden. Gemeinsam mit Salz, Essig, Zucker und den Gewürzen (allen, außer dem Thymian) unter den Rotkohl mischen. Das Ganze mindestens 40 Minuten weiter sanft köcheln lassen, immer wieder umrühren und eventuell noch etwas Wasser hinzufügen.


In der Zwischenzeit den Brokkoli waschen und in Röschen teilen. Etwas Öl in eine Pfanne geben und erhitzen, den Brokkoli hinzufügen, kurz anbraten und dann ein wenig Wasser in die Pfanne gießen. Zugedeckt und bei geringer Hitze schmoren, bis die Röschen bissfest sind. Salz und Kräuter drüber streuen und den Brokkoli in einer Schüssel beiseite stellen.


In der gleichen Pfanne nochmal etwas Öl heiß machen und wenn der Rotkohl dann weich ist, die Schupfnudeln anbraten. Mehrmals wenden bis sie von allen Seiten goldbrauch gebacken und weich sind. Die Schupfnudeln dann auf einer Seite der Pfanne schichten, den Brokkoli nochmal auf der anderen Seite hinzufügen und bei geringer Hitze alles auf gleiche Temperatur bringen.


Den Rotkohl vom Herd nehmen, das Lorbeerblatt heraus fischen. Nach Belieben noch Mandelcuisine unterrühren. Abgezupften oder getrockneten Thymian darüber streuen und den Teller mit Schupfnudeln, Brokkoli und Rotkohl anrichten. Gehackte Walnüsse runden das Gericht geschmacklich ab. Guten Appetit!



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