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- Haselnuss-Makronen mit Aquafaba
Eigentlich mache ich mir nicht sehr viel aus Fleisch- oder Eiersatzprodukten. Bisher habe ich auch Eischnee nicht wirklich in meiner Küche vermisst, aber jetzt, da ich eine so tolle Erfahrung mit Aquafaba gemacht habe, fallen mir immer mehr Dinge ein, die ich damit zubereiten möchte. Aqua-was? - Aquafaba, jawohl! Aquafaba ist ein Kunstwort und bedeutet nichts anderes als "Bohnenwasser". Gemeint ist damit das Kochwasser von Bohnen oder Kichererbsen. Ich habe in letzter Zeit immer wieder über dessen eiweißähnliche Eigenschaften gelesen und wollte jetzt endlich selbst mal damit experimentieren. Eigentlich ist es kein Wunder, dass sich das Abtropfwasser der Kichererbsen so gut aufschlagen lässt, denn es enthält sehr viele Proteine, genauso wie die Hülsenfrüchte selbst. Passend zur Jahreszeit beginne ich meine Experimente mit leckeren Haselnussmakronen. Das Ergebnis ist wirklich köstlich geworden - probiert es selbst! (Nachtrag: Weiters gibt es jetzt auch ein herzhaftes Rezept "Spanische Tortilla" und ein leckeres "Mousse au Chocolat") Zutaten für ca. 30-35 Makronen: 100 ml Aquafaba (Kichererbsenwasser von 1 Dose) 1 Spritzer Zitronensaft 130 g Puderzucker fein gesiebt 1 TL Zimt 1 Prise Vanille, gemahlen 1 Prise Meersalz 280-300 g Haselnüsse, fein gemahlen optional ca. 35 Backoblaten Das Kichererbsenwasser mit dem Handmixer einige Minuten schlagen bis es steif wird, Zitronensaft drunter mixen und den Zucker einrieseln lassen. Ebenso die Gewürze. Die Haselnüsse nun ganz vorsichtig unter den "Eiweißschnee" heben. Falls ihr Oblaten verwendet, die Masse nun portionsweise auf die Oblaten platzieren (ansonsten auf Backpapier) oder mit einem Spritzbeutel darauf verteilen, je eine Haselnuss auf die Spitze setzen und bei 180° C ca. 12 Minuten backen bis die Makronen leicht bräunen. PS: Als Hauptgericht gab's übrigens indisches Kichererbsen-Curry 😉
- Weihnachtliches Mousse au Chocolat
Bevor ich mich in die Weihnachtsferien verabschiede, hab ich noch ein Rezept für ein leckeres (vor-) weihnachtliches Dessert. Es war zugleich mein zweiter Versuch, mit Aquafaba Eischnee zu ersetzen. Und es hat wieder ganz toll funktioniert. Also, wer gerne schön fluffiges Mousse au Chocolat schlemmt, sollte dieses Rezept auf jeden Fall ausprobieren! Natürlich kann man auch eine neutrale Variante daraus zaubern, indem man die Gewürzmischung durch eine Prise Vanille ersetzt. Ob mit oder ohne Zimt und Co, ich finde beides sehr gut. Genießt die Feiertage und lasst es euch gut gehen! Ihr lest von mir im neuen Jahr :) Zutaten für 4 Gläser Mousse au Chocolat und ein bisschen Nachschlag: 200 g dunkle vegane Schokolade 200 ml Kichererbsenwasser (Abtropfwasser von 2 Dosen) 1 Packung Sahnestand 1 Spritzer Zitronensaft 50 g Rohrohrzucker 1/2 TL Lebkuchengewürz Die Schokolade im Wasserbad zergehen lassen und zur Seite stellen. Das Abtropfwasser der Kichererbsen und den Zitronensaft mit einem Handrührgerät 2-3 Minuten aufschlagen bis die Masse fest wird. Nun das Sahnestandpulver einrieseln lassen und weiter schlagen. Als nächstes den Zucker und die Gewürze unterrühren. Nochmal 1 Minute schlagen. Dann müsste der Schnee richtig fest sein. Nun hebt ihr ca. ein Drittel dieser Masse mit einem Gummilöffel ganz vorsichtig unter die flüssige Schokolade. Danach das nächste Drittel. Immer schön vorsichtig rühren bis der Schnee sich mit der Schokolade vermischt hat. Mit dem letzten Drittel verfahrt ihr genauso. Diese Masse könnt ihr nun in Dessertgläser füllen und mindestens 4 Stunden kalt stellen. Am besten schmeckt das Mousse au Chocolat, wenn es direkt aus dem Kühlschrank serviert wird. Lasst es euch auf der Zunge zergehen!
- Christstollen mit Marzipan
Ein Christstollen gehört für viele (auch nicht allzu Gläubige) zu Weihnachten wie das Amen zum Gebet (für sehr Gläubige). Bei mir war das nie so richtig der Fall, weil mir da zu viel drin war, was ich nicht so gern mochte... Orangeat, Zitronat, zu viele Rosinen, irgendwie nicht so mein Ding. Aber nun, da ich selbst in der Weihnachtsbäckerei aktiv bin, habe ich einfach meine Lieblings-Version des Christstollens entwickelt. Da kommt Marzipan rein, frisch abgeriebene Zitronenschale, ein paar Rosinchen und gemahlene Mandeln. Wer mehr möchte, kann gerne ein paar Zutaten ergänzen, aber für mich ist der Stollen so perfekt. Zutaten für einen Stollen: 375 g Dinkelmehl (1050) 80-100 g Rohrohrzucker 1 TL Zimt ½ TL Piment 60 g gemahlene Mandeln 1 Prise Kardamom und Salz grob abgeriebene Schale einer Zitrone 100 ml Pflanzendrink ½ Würfel Hefe bzw. die kleinere Hälfte vom Würfel 125 g weiche Margarine 60 g Rosinen (alternativ durch Walnüsse/Mandeln + etwas mehr Zucker oder mehr Marzipan ersetzen) 80 g veganes Marzipan etwas Margarine + viel Puderzucker für den Zuckermantel Das Mehl mit den festen Zutaten in einer Schüssel vermengen. Den Pflanzendrink leicht erwärmen (sollte lauwarm sein und nicht zu heiß, das killt die Hefe). Den Hefewürfel rein bröseln und gut verrühren, so dass sich die Hefe im warmen Drink auflöst. Die Flüssigkeit in die Schüssel leeren und mit Knethaken eines Handrührgeräts gut in das Mehlgemisch einrühren. Dazu noch die Margarine und nach und nach Rosinen und Marzipanstückchen geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Er sollte sich gerade so vom Rand der Schüssel lösen. Wenn er zu weich ist, noch ein bisschen Mehl dazu geben. Wenn er zu fest ist, noch ein bisschen warme "Milch" rein kneten. Diesen Teig mit einem Geschirrtuch bedecken und an einem warmen Plätzchen mind. 1 Stunde gehen lassen. Danach auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmal mit den Händen durchkneten. Mit dem Nudelholz ungefähr quadratisch 3-4 cm hoch ausrollen. Nun ein Drittel des Teiges zur Mitte hin einklappen und den anderen Teil darüber schlagen. Den "Laib" bei 180° C ca. 45 Minuten backen, bis bei der Stichprobe nichts mehr vom Teig am Spieß kleben bleibt. Den Stollen aus dem Ofen nehmen und halb auskühlen lassen. Danach mit einem Pinsel Margarine gleichmäßig darauf verstreichen und sofort Puderzucker drüber streuen. Den Zucker mit den Händen etwas andrücken. Dann noch mal eine ordentliche Schicht Puderzucker drauf rieseln lassen und den Stollen gut abkühlen lassen. Nun den Laib in Frischhaltefolie einwickeln und ein, zwei Wochen ruhen lassen. Natürlich kann man ihn auch sofort kosten, aber besser schmeckt er eindeutig, wenn er etwas Zeit zum Durchziehen hatte. In diesem Sinne, ran ans Backwerk und an Weihnachten genießen!
- Quinoa mit Kürbis, Spinat und getrockneten Tomaten
Dass Quinoa sehr gehaltvoll und gesund ist, weiß mittlerweile fast jeder. Zumindest jeder Veganer, denn das Getreide bietet ein ausgesprochen hochwertiges Aminosäurenprofil. Das heißt, es enthält alle für unseren Körper lebensnotwendigen Aminosäuren (Proteinbausteine). Der Preis der gesunden, goldenen Körner ist in Europa auch dementsprechend hoch. Es wird aus Peru oder Bolivien importiert. Da die Nachfrage auf dem Weltmarkt in den letzten Jahren so angestiegen ist, bleibt für den lokalen Konsum in den Andenländern weniger übrig und so steigen auch dort die Preise. Die Bevölkerung kann sich Quinoa nicht mehr leisten. Deswegen wäre es angebracht, beim Kauf auf fair gehandelte Produkte zu achten (z.B. Davert Quinoa - bio und fair, u.v.a.) Zutaten für 2 Kleine und 2 Große: 300 g Quinoa Lauch Kokosöl ½ Hokkaidokürbis (ca. 350 g) 1 ½ TL Salz 1 TL gem. Koriander, je 1 Prise Kurkuma und gem. Kreuzkümmel 3 Handvoll frischen Spinat 6-8 halb getrocknete Tomaten (meist in Olivenöl eingelegt) Quinoa laut Packungsanleitung mit 1 TL Salz garen. In der Zwischenzeit den Lauch in Ringe schneiden und im Öl anbraten. Den Kürbis entkernen und in 1cm große Würfel schneiden. Diese in den Topf geben und kurz mitbraten. Dann mit einer Tasse Wasser aufgießen und dünsten lassen bis sie weich sind. Nun die Gewürze, den Spinat und die in kleine Stücke geschnittenen getrockneten Tomaten unter die Kürbiswürfel in die Sauce rühren, die sich gebildet hat und den Topf vom Herd nehmen. Den fertig gegarten Quinoa nach und nach unterheben und servieren! Zubereitungszeit: ca. 30 Min.
- Süßkartoffel-Zucchini-Puffer mit Kokos-Grünkohl
Kartoffelpuffer - ein klein wenig abgewandelt als Süßkartoffel-Zucchini-Variante - nennt mir ein Kind, das sie nicht liebt. Na? Unter meinen Testessern befindet sich jedenfalls kein solches Exemplar. Ein bisschen anders sieht es mit Grünkohl aus. Aber trotzdem möchte ich hier mal ein Rezept posten, das bei einigen durch den milden und süßlichen Geschmack sehr gut ankommt. Süßkartoffeln und Grünkohl zählen ja zu den sogenannten Superfoods. Beide weisen einen überdurchschnittlich hohen Gehalt an gesundheitsförderlichen Nährstoffen auf. Was Süßkartoffeln liefern, habe ich schon in einigen Beiträgen beschrieben. Klickt auf den Button "Süßkartoffeln" am Ende des Posts und ihr findet diverse Infos. Nun zum Grünkohl: dieses heimische Herbst-/Wintergemüse ist besonders reich an Eisen, Calcium, Kalium sowie Magnesium. An Vitaminen bietet er vor allem Provitamin A (in Form von Beta-Carotin), Vitamin C und K. Zudem wirkt er antioxidativ und schützt somit unsere Zellen vor Schädigung. Genug Argumente, um dieses Kohlgewächs öfter in euren Speiseplan einzubauen. Menge für 22 kleine Puffer und einen Beilagen-Topf Grünkohl: 300 g Süßkartoffeln 150 g Kartoffeln, mehlig kochend 150 g Zucchini etwas Lauch 3 EL (45 g) Kartoffelstärke (-mehl; alternativ geht auch Maisstärke) 1 1/2 TL Jodsalz 1/2 TL Muskatnuss, gerieben 1 TL Thymian oder Kräuter der Provence Oliven- oder Rapsöl zum Anbraten nochmal etwas Öl etwas Lauch 1 Knoblauchzehe 500 g frischen Grünkohl (alternativ 600 g Tiefkühl-Ware) 200 ml Kokosmilch 1 rote Paprikaschote 1 EL Zitronensaft 1 TL Bockshornkleesamen gemahlen Jodsalz Dip: 200 g Quark-Alternative 1/2 Bund Schnittlauch 1 EL Leinöl Jodsalz Für den Grünkohl zuerst den Rest vom Lauch (den weißen Teil für die Puffer verwenden) in dünne Ringe schneiden und mit dem klein geschnittenen Knoblauch in etwas Olivenöl anrösten. Den Grünkohl waschen, die dicken Stiele entfernen und die kräuseligen Blätter in dünne Streifen schneiden. Diese in den Topf geben und mit der Kokosmilch und zusätzlich nochmal ca. 200 ml Wasser aufgießen. Der Kohl darf nun erstmal bei mittlerer und später kleiner Hitze dünsten. Die Paprika kann schon jetzt in feine Streifen geschnitten werden. Sie kommt dann in den Topf, wenn die Kartoffelpuffer angebraten werden. Ich erinnere euch dran! In der Zwischenzeit für die Puffer Süßkartoffel und Kartoffeln fein in eine Schüssel reiben. Die Zucchini ebenfalls, aber mit der groben Seite der Reibe. Das weiße Stück vom Lauch ganz klein (halbieren und dann ein paar mal längs durchschneiden, danach dünne Streifen quer abschneiden) schneiden und in die Schüssel geben. Dazu kommen noch die Stärke sowie die Gewürze und nun kann alles gut vermischt werden. Jetzt darf in einer Pfanne schon mal ein bisschen Öl erwärmt werden. Denkt bitte dran, die Paprika zum Grünkohl zu geben und stellt die Flamme ganz runter, so dass alles noch sanft weiter garen kann, während die Puffer von beiden Seiten in der Pfanne goldbraun angebraten werden. Dafür nehmt ihr immer ca. 1 EL der Masse zwischen die Hände und presst ein bisschen vom Kartoffelsaft raus. Die rohen Puffer müssen nicht komplett trocken sein, aber sie sollen halt auch nicht triefen. Die erste Partie könnt ihr dann auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Teller sammeln, so wird das Fett etwas aufgesogen. Der Grünkohl dürfte nun auch gar sein (falls nicht, dann lasst ihn noch garen) und wartet darauf mit Zitronensaft und Gewürzen verfeinert zu werden. Für den Dip alle Zutaten vermischen. Lasst es euch schmecken!
- Mie-Nuden mit Gemüse in Cashew-Sauce
Chinesische "Eiernudeln" mit Gemüse war eines der ersten Rezepte, die ich stets streng nach Rezept gekocht habe, wenn ich Freunde zum Essen eingeladen hatte. Damals war ich gerade erst von zuhause in die "große" Stadt (die einzig größere Stadt Österreichs) ins Studentenheim gezogen. Kulinarisch Neues zu entdecken, hieß damals noch, Kochbücher durchzublättern und mal das ein oder andere Gericht nach zu kochen. Es bedeutete auch, mir erstmal eine Reihe an exotischen Gewürzen und Zutaten zu besorgen, die eben immer nur für dieses eine Rezept verwendet wurden. Im Nachhinein muss ich darüber schmunzeln, wie "beschränkt" meine Lebensmittelauswahl zu der Zeit war. Lange Rede, kurzer Sinn - die chinesischen Eiernudeln, auch Mie-Nudeln genannt, sind mir im Gedächtnis geblieben und ich war erstaunt, als ich sie vor ein paar Jahren im Bioladen ganz und gar vegan entdeckt habe. Natürlich standen sie dann schnell auf dem Kita-Speiseplan und das nun in regelmäßigen Abständen und mit wechselnden Gemüse-Toppings und Saucen. Da bin ich mittlerweile etwas kreativer geworden. Den Kindern schmecken sie immer richtig gut. Deshalb kommt hier jetzt auch endlich mal ein Rezept mit den gekräuselten Nudeln auf den Blog. Zutaten für 2 Kleine und 2 Große: 250 g Mie-Nudeln (in "meinem" Bioladen gibt es sogar welche aus Weizen-Vollkorn, Dinkel oder eine glutenfreie Variante aus Buchweizen) 1 Hand voll Cashewkerne, leicht geröstet 1 kl. Brokkoli, wenn möglich 40 Minuten vor Kochbeginn in kleine Röschen zerteilen (warum, erkläre ich demnächst in einem gesonderten Blogbeitrag) etwas Sesamöl (alternativ Rapsöl) 3-4 Frühlingszwiebeln 300 g Süßkartoffel (ca. die Hälfte einer handelsüblichen Knolle) 200 g Zucchini (ebenfalls in etwa die Hälfte) heißes Wasser zum Aufgießen 2 EL Cashewmus (alternativ Mandelmus) 1 rote Paprikaschote Saft 1/2 Zitrone 1 EL Sojasauce (wahlweise die glutenfreie Alternative) 1 TL Korinader gemahlen je 1/2 TL Bockshornkleesamen gemahlen*, Paprikapulver etwas Ingwer gemahlen 2-3 EL Maiskörner Die Mie-Nudeln laut Packungsanleitung garen, abgießen und mit wenig Sesam oder Rapsöl vermischen. Die Cashewkerne schon mal in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Aufpassen, sie werden schnell braun! Die Frühlingszwiebeln in dünne Scheiben schneiden und in leicht erhitztem Öl in einem Topf anbraten. Süßkartoffeln in 1 cm kleine Würfel schneiden, die Zucchini ebenfalls würfeln (etwas kleiner als die Süßkartoffe). Nun das gewürfelte Gemüse sowie die Brokkoli-Röschen in den Topf geben und mit heißem Wasser aufgießen, so dass alles bedeckt ist. Das Ganze bei mittlerer Hitze garen. Nach 3 Minuten das Cashewmus langsam mit dem köchelnden Wasser in Kontakt bringen, so dass es sich schließlich vom Löffel löst. Nun gut verrühren, dadurch entsteht eine sämige Sauce. Diese sollte jetzt nicht mehr köcheln sondern, aber immer kurz davor sein, so dass das Gemüse gar wird. Die Papirka in schmale Streifen schneiden und nach 8-12 Minuten (dann, wenn euer Gemüse den gewünschten Weichegrad erreicht hat) in die Cashewsauce einrühren. Diese mit Zitronensaft, Sojasauce und den Gewürzen verfeinern. Die Maiskörner untermischen und den Topf vom Herd nehmen. Nun die Nudeln in einen tiefen Teller geben, dann das Gemüse in der Sauce darauf verteilen und zum Schluss die gerösteten Cashewkerne drüber streuen. Guten Appetit!
- Linsen-Quinoa-Bratlinge
Linsen und Quinoa - beides sehr gute pflanzliche Eiweißquellen und die lassen sich super gemeinsam zu Bratlingen verarbeiten. Wenn ich mich als Veganerin oute, bekomme ich meist eine der folgenden Fragen gestellt: Kriegst du denn genug Calcium? Kriegst du denn genug Eisen? Kriegst du denn genug Protein? Die Antwort auf diese Fragen lautet: ja, denn ich ernähre mich so gut es geht, vollwertig und achte darauf, abwechslungsreich zu essen. Proteinquellen mit einer hohen biologischen Wertigkeit sind solche, die alle 9 (inklusive Histidin*) essentiellen Aminosäuren liefern und dazu noch in einem bedarfdeckenden Umfang. Quinoa gilt als eine dieser hochwertigen Quellen (ebenso Buchweizen, Amaranth, Sojabohnen). Bei Linsen sieht es anders aus. Sie enthalten nicht alle essentiellen Aminosäuren in ausreichender Menge. Methionin ist die sogenannte limitierende Aminosäure in vielen Hülsenfrüchten. Das Tolle an der ganzen Sache ist, dass sich die Aminosäuren aus verschiedenen Nahrungsquellen über den Tag verteilt ergänzen können. Methionin z.B. kommt in größerer Menge in Vollkorngetreide (-produkten wie Brot, Nudeln usw.) vor. Hülsenfrüchte enthalten übrigens auch einiges an Calcium und Eisen. Win-Win würde ich sagen. Ich liebe Bratlinge - und die Kinder in der Kita auch! Linsenbratlinge (16 Stück): 85 g Quinoa, ungekocht 1 Schalotte 1 Knoblauchzehe etwas Raps- oder Olivenöl 90 g rote Linsen 200 ml kochendes Wasser 50 g Kichererbsenmehl 1 TL Jodsalz 2 TL Currypulver (mild) 1 TL Kreuzkümmel gemahlen* Kräuter der Provence + Öl zum Anbraten Den Quinoa in heißem Wasser waschen oder mind. 6 Stunden in kaltem Wasser einweichen und das Einweichwasser dann weg gießen. Anschließend laut Packungsanleitung garen. Währenddessen die Schalotte und den Knofi klein schneiden und in etwas Öl anröten. Die Linsen hinzufügen und mit 200 ml heißem Wasser aufgießen. Ein paar Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Den Topf mit den Linsen vom Herd nehmen und ein bisschen auskühlen lassen. Danach das Kichererbsenmehl, Salz sowie Gewürze hinzufügen und falls der Quinoa schon soweit ist, auch diesen gut in die Linsenmasse einrühren. Um die Bratlinge in den Händen zu formen, sollte die Masse noch etwas abkühlen. Nun also ans Werk: Etwas Öl (ich verwende natives Olivenöl) in einer Pfanne erhitzen und nach und nach aus dem Linsen-Quinoa-Gemisch Bratlinge formen. Diese im Öl beidseitig goldgelb anbraten. Bratlinge eignen sich wunderbar, um sie kalt zu verspeisen, besonders an den heißen Tagen. Sprich sie sind ein ideales Mitbringsel zu Grillfesten oder Picknick. Genießt den Sommer! *Histidin gilt seit ein paar Jahren auch für Erwachsene als unentbehrlich, da die Konzentration nachlässt, wenn es nicht mit der Nahrung zugeführt wird (also nicht vom Körper synthetisiert wird). Davor wurde Histidin nur für Kinder als essentiell eingestuft. (DGE, 2016)
- Gewürze und Kräuter in meiner Küche
Immer wieder werde ich in meinem Umfeld gefragt, welche Gewürze ich in meinen Gerichten verwende, was man meiner Meinung nach unbedingt zuhause haben sollte und was man mit gewissen Zutaten sonst noch machen könne. Das spiegelt ein bisschen meine eigene Ratlosigkeit wieder, die mich zu Beginn meiner kulinarischen Entdeckungsreise begleitet hat. Ich habe mir Gewürze gekauft, die in einem Kochbuch für ein gewisses Rezept angegeben waren und dann nie wieder verwendet. In diesem Beitrag möchte ich euch in alphabetischer Reihenfolge verschiedene Zutaten vorstellen und erklären, wofür ihr sie verwenden könnt. Sie stellen ungefähr meinen Grundstock an Würzmitteln dar. Lasst euch inspirieren! PS: Viele dieser Gewürze haben einen sehr positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Eventuell ergänze ich die Wirkungen auf den Körper noch, bis dahin müsst ihr ecosia, bing & co fragen ... Anissamen: Brot, Kohlsuppe, Weihnachtsgebäck, Tee, Kompott - süßlich herber Geschmack Basilikum, frisch oder getrocknet: Nudelgerichte, leichte Sommerküche, Salate, Tomaten, grünes Pesto, auf Pizza oder Flammkuchen, in Kombination mit Erdbeeren als Dessertzutat - enthält ätherische Öle, sollte von Schwangeren in geringen Mengen konsumiert werden Bockshornkleesamen, gemahlen: in herzhaften Gerichten, für Joghurt-Dips, indische/asiatische Gerichte - nussiger, leicht käsiger Geschmack. Als Alternative eignet sich gemahlener Koriander oder Kreuzkümmel. Cayennepfeffer, Chili getrocknet: Chili sin Carne, indische/asiatische Gerichte, Eintöpfe mit Tomaten - bringt Schärfe (verwende ich so gut wie gar nicht in der Kita, sondern privat) Cumin/Kreuzkümmel, ganz oder gemahlen: für Gerichte mit verschiedensten Kohlsorten und Hülsenfrüchten (beugt Blähungen vor), für asiatische und orientalische Gerichte (Currys, Dals, Gerichte mit Bulgur oder Couscous, ...) - sehr würziger, leicht herber Geschmack. Als Alternative eignet sich Kümmel oder gemahlene Bockshornkleesamen. Curcuma/Kurkuma, Wurzel, frisch oder gemahlen: für asiatische Gerichte (Currys, Dals, ...), Suppen, Gemüsesaucen - sehr würziger Geschmack, etwas bitterer als Ingwer, dafür nicht scharf. Als Alternative kann man ein mildes indisches Currypulver verwenden. Currypulver, Gewürzmischung: indische Küche, Bratlinge, Dips, Gemüsesaucen, Suppen - Geschmack je nach Mischung mild, pikant, bis herb, scharf Fenchelsamen, gemahlen: Brot, Pizzateig, Tee - würziger, anisähnlicher Geschmack Garam Masala, Gewürzmischung: indische Küche (Currys, Dals, Kichererbsenpancakes, ...) - fruchtiger, süßlicher Geschmack je nach Mischung Hefeflocken: Topping fürAufläufe, in Nudelgerichte, Risottos, Saucen, Suppen, als "Schmelzkäse" auf Pizza - kräftig käsiger Geschmack. Hefeflocken müssen nicht zwangsläufig Gluten enthalten. Es gibt auch welche auf Basis von Melasse, die dann glutenfrei sind. Im Bioladen gibt es meist mehrere zur Auswahl. Ingwer, frisch oder gemahlen: für Suppen und asiatische Gerichte (Currys , Dals) - würziger, fruchtiger Geschmack, scharf (je länger er mitgart wird, desto schärfer) Kala Namak, indisches Schwarzsalz: für Rühr-Tofu, Nudelauflauf und alles, was nach Ei schmecken soll - schwefeliger Geruch, eiähnlicher Geschmack Kardamom: orientalische, indische Küche, in Gewürzmischungen wie Ras-el-Hanout, Currys - süßlich, exotischer Geschmack Koriandersamen, gemahlen: Brot, Gemüsesaucen, Dips, Couscous oder Bulgur, Aufläufe, Bratkartoffeln, Suppen, in Pizza- oder Flammkuchenteig - milder, zitroniger Geschmack. Als Alternative kann man gemahlene Bockshornkleesamen, Fenchelsamen, Kümmel oder Kreuzkümmel verwenden. Korianderblätter, frisch: Thai Currys, Sommerrollen, Reis-Gemüse-Gerichte Kräuter der Provence, Gewürzmischung: Gemüsesaucen, Kartoffelgerichte, Nudelsaucen, Salate - würziger, aromatischer Geschmack Kümmel, ganz oder gemahlen: Brot, in alle Gerichte mit Kohlsorten oder Hülsenfrüchten, für Sauerkraut - würziger, leicht herber Geschmack. Als Alternative kann man Koriandersamen oder gemahlen bzw. Kreuzkümmel verwenden. Loorbeerblätter, getrocknet: für Suppen (besonders Kartoffelsuppe), Sauerkraut - würzig, starker Duft Muskatnuss, gerieben: zu Kartoffelgerichten (-püree, -suppe, -puffer, ...), Polentagerichten, in Suppen, Gemüsesaucen, Bechamelsauce, für Kekse - warmer, milder, süßlicher Geschmack. Als Alternative gemahlenen Kreuzkümmel oder Koriander verwenden. Wenn es eher süßlich sein soll, eignet sich Zimt oder Ingwerpulver. Majoran, frisch oder getrocknet: Gemüsesaucen, Veggie-Bolognese, zu Hülsenfrüchten und Kartoffeln - kräftiger, würziger Geschmack Nelken: zu Rotkohl, Apfelkompott oder -kuchen, Weihnachtsgebäck - würzig, holziger Geschmack Oregano, frisch oder getrocknet: mediterrane Gerichte, Pizza, Aufläufe, Gemüsesaucen, Suppen, Kartoffelgerichte - würziger, intensiver Geschmack. Als Alternative kann man Basilikum verwenden. Paprikapulver: in Chilis, Gulasch, Gemüsesaucen, Suppen - würziger Geschmack Petersilie, frisch: als Topping auf Suppen, in Dips, Salaten, Gemüsesaucen, gedünstetem Gemüse, zu Pilzen - aromatischer Geschmack (glatte Petersilie ist etwas besser zum Erhitzen geeignet als krause). Als Alternative eignen sich Zitronenmelisse oder eventuell auch Minze, je nach Gericht. Pfeffer, schwarz: immer in Verbindung mit Kurkuma, auf herzhafte Gerichte (z.B. Bratkartoffeln), in Gemüsesaucen, Dips - feuriger, erdiger Geschmack Piment, gemahlen: Weihnachtsbäckerei, in Tomatensaucen (mit Sojahack - Veggie-Bolognese, Chili, Gulasch, ...) - ähnelt geschmacklich Zimt oder Muskat, aber etwas herzhafter. Alternativ kann man Zimt oder Muskatnuss verwenden. Rosmarin, frisch oder getrocknet: zu Kartoffelgerichten, in Suppen, Gemüsesaucen - harziger, tannenähnlicher Geschmack und Duft. Als Alternative eignet sich Thymian sehr gut. Schnittlauch, frisch: in Dips, Bratlingen, herzhaften Crèpes, Rühr-Tofu, Suppen - zwiebeliger, intensiver Geschmack, aber feiner als Zwiebeln Senf, Samen oder verarbeitet: zu Kohlgerichten, Saucen mit braunen Linsen, in Dips, Salaten, für Panade von Tofu-Sticks oder Sellerie-Schnitzeln - würzig scharfer, nussiger Geschmack Thymian, frisch oder getrocknet: zu herbstlichen Gerichten, Kartoffelgerichten, Gemüsesaucen, Suppen - kräftiger, aromatischer Geschmack und Duft. Alternativ kann man Rosmarin verwenden. Vanilleschoten: zum Backen, für Desserts - lieblicher, süßlicher Geschmack Wacholderbeeren: für Sauerkraut - würziger, leicht herber Geschmack Zimt, Stange oder gemahlen: Weihnachtsbäckerei, Apfelkompott, Kuchen, für Desserts, Knuspermüslis, aber auch in Tomatensaucen, asiatische Küche (Currys, Dals, ...) - süßlich, fein aromatisch im Geschmack. Am besten Ceylon Zimt verwenden, in Cassia Zimt ist eine höhere Menge an Cumarin enthalten. Dieser sekundäre Pflanzenstoff kann die Leber schädigen. Für Kinder kann schon eine verhältnismäßig kleine Menge (wie in zwei Zimtsternen) ein Risiko darstellen.
- Schoko-Apfel-Kuchen mit Zimtstreuseln
Ich würde sagen, letzte Woche habe ich spontan ein neues Lieblings-Kuchenrezept kreiert. Wir lieben ja Apfelkuchen, wir lieben aber auch Schokokuchen und wir lieben ganz besonders Streuselkuchen - warum sich für einen der drei entscheiden? Perfekt zu dem kälter werdenden Wetter passt übrigens die Zimtnote der Streusel. Habe ich eigentlich schon mal erzählt, dass mein Kleiner und ich relativ regelmäßig jeden dritten Tag schon morgens Kuchen backen? Eigentlich ganz praktisch - er ist ja immer früh wach und so haben wir eine Beschäftigung bis zum Frühstück. Außerdem ist dann der Kuchen zum nachmittäglichen Kaffee abgekühlt und bereit zum Vernaschen. Meine Nerven werden allerdings dadurch schon morgens ziemlich strapaziert, da es natürlich nicht ganz einfach ist, das Kind davon zu überzeugen, die zusammen gesammelten Ingredenzien nicht umzukippen oder gleich aufzuessen und bitteschön beim Verrühren von Mehl, Zucker & Co nicht gar zu wild vorzugehen. Abgesehen davon wird sobald der Mixer startet, der Schnuller aus dem Mund genommen - man macht sich schon mal bereit zum Probieren. Ja, das muss sein! Der kleine Finger wird dann so tief wie möglich in den Teig gesteckt und voll beladen wieder rausgezogen. Schnell rein in den Mund. Danach dann noch die Rührstäbe und den Gummilöffel ablecken. Die sind leider so groß, wen wundert's da, dass die Hälfte dabei um den Mund rum und auf den Klamotten landet? Also, hinterher brauch ich auch wieder 2-3 Tage Pause von dieser herausfordernden Morgenroutine. Aber zumindest werde ich auch dafür belohnt. Zutaten für eine Springform mit 26 cm Durchmesser: 130 g vegane Margarine 160 g Kokosblütenzucker oder etwas weniger Rohrohrzucker 280 g Vollkornmehl 1 Pkg. Backpulver 80 g Haselnüsse, gemahlen 4 EL Kakaopulver (ca. 25 g) Vanille und Salz in Spuren 180 g Sojajoghurt natur 100 ml Soja- oder Haferdrink 3 Äpfel (z.B. Boskoop) 1/2 TL Zimt Für die Streusel: 80 g Vollkornmehl 50 g Kokosblütenzucker oder etwas weniger Rohrohrzucker 35 g Haselnüsse, gemahlen 1/2 - 1 TL Zimt etwas Salz 55 g kalte, gewürfelte Margarine 1-2 EL eiskaltes Wasser Zuerst die Streusel zubereiten. Alle Zutaten der Reihe nach in einer Schüssel vermischen und wenn die Margarine dazu kommt, gut mit den Händen verkneten. Nehmt erst 1 EL Wasser, wenn ihr mehr braucht, fügt mehr hinzu. Der Teig darf ruhig ein bisschen bröseln. Er kommt dann erstmal abgedeckt mind. 30 Minuten in den Kühlschrank. Für den Rührteig Margarine und Zucker fluffig zusammen mixen. Mehl, Backpulver, Nüsse, Kakao, Vanille und Salz gut vermischen und nach und nach abwechselnd mit Joghurt und der Hälfte des Pflanzendrinks (50 ml) in die Fett-Zucker-Masse rühren. Die Springform einfetten und dann ca. 4/5 des Teiges (sprich den Großteil) gleichmäßig darin verstreichen. Das restliche Sechstel mit den geschälten und in kleine Stücke geschnittenen Äpfeln (geviertelt, entkernt, jedes Viertel nochmal in 3 Spalten und dann in kleine Stücke geschnitten), Zimt und dem übrigen Pflanzendrink verrühren. Diese Obst-Teig-Mischung auf dem Rührteig verteilen. Zum Abschluss die Streusel drauf streuen und ab damit in den Ofen. Bei 180 °C ca. 45 Minuten backen. Macht die "Stichprobe", bleibt nix mehr kleben, ist der Kuchen fertig und muss nur noch abkühlen. Viel Spaß beim Backen, ob alleine oder mit kleinen Helfern ;)
- Schoko-Birnen-Tarte
Bei uns in der Kita laufen die Vorbereitungen für das Laternenfest, draußen wird es immer dunkler und ich hab wieder mehr Lust auf warmen Tee und Kuchen. - Ja, der Herbst ist da! Passend zu dieser Jahreszeit gibt es eine Birnen-Tarte, kombiniert mit Schoko-Crème und einem leckeren Haferflocken-Nuss-Boden. Mmm ... In und unter der Birnenschale stecken viele B-Vitamine und auch Vitamin C. Deshalb durfte die Schale bei mir dran bleiben. Für einen feineres Geschmackserlebnis würde ich aber empfehlen, die Früchte zu schälen. Außerdem liefert die Birne Kalium, Kalzium sowie Phosphor und wirkt verdauungsfördernd. Bei Erkältungen trägt der Verzehr von Birnen zur Reinigung der Schleimhäute bei. Menge für eine Tarte: Mürbteig: 170 g Dinkelmehl Vollkorn30 g zarte Haferflocken 70 g gemahlene Haselnüsse 2 EL Rohrohrzucker 120 g vegane Margarine, gewürfelt 30-40 ml Wasser (eiskalt) Schokocreme: 400 g Seidentofu 2 EL Kokosöl flüssig 4 EL Rohrohrzucker 3 geh. EL Kakaopulver 3 EL Maisstärke etwas Vanillearoma und gemahlener Zimt und ... 3 weiche, saftige Birnen Für den Mürbteig alle Zutaten zusammen kneten. Ich fange immer mit den Knethaken an und mach dann mit der Hand weiter, um die Margarine schön zu verteilen. Falls der Teig zu bröselig ist, noch etwas mehr Wasser rein kneten. Eine Kugel formen und in Frischhaltefolie mind. 1 h in den Kühlschrank legen. Für die Schokocreme zuerst das Kokosöl bei geringer Hitze zergehen und den Seidentofu abtropfen lassen. Dann alles in eine Schüssel geben und mit den restlichen Zutaten vermixen bis alles schön cremig ist. Den Teig auswalken und in die Tarteform (alternativ auch eine Springform) drücken. Die Crème darauf verstreichen. Die Birnen wie in der Einleitung erwähnt ev. schälen und in sehr dünne Spalten scheiden. Diese kreisförmig sich überlappend von außen nach innen anordnen. Die Tarte bei 200° ca. 35 Min. backen. Gutes Gelingen! Zubereitungszeit (ohne Ruhezeit des Teiges): ca. 1 h 10 Min.
- Gedeckter Apfelkuchen
Diesen saftigen Kuchen backe ich fast jedes Jahr zur Weihnachtszeit, denn er passt geschmacklich sehr gut - weiche Äpfel mit Zimt und Zucker. Köstlich! Die Kinder können wunderbar ins Backen miteinbezogen werden. Das Kneten des Mürbteigs wird ihnen Spaß machen, ebenso das Raspeln der Äpfel und Auswalken des Teiges. Wer kennt nicht den Spruch: Täglich einen Apfel essen und du kannst den Arzt vergessen? … Äpfel sind wertvolle Lieferanten von Vitaminen und sie enthalten viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Zu erwähnen sind vor allem Kalium, das den Wasserhaushalt reguliert, und Eisen. Auf Grund der vielen verschiedenen Fruchtsäuren gilt er als so genannte Zahnbürste der Natur. 70 % der Vitamine sitzen allerdings in der Schale, weshalb ihr auch überlegen könnt, die Äpfel für diesen Kuchen nicht zu schälen. Dadurch wird allerdings das Raspeln etwas erschwert. Probiert einfach, was euch lieber ist. Zutaten für 1 große Springform: Mürbteig 350 g Dinkelmehl (1050) 250 g gem. Mandeln 5 EL Rohrohrzucker 1 Prise Salz 240 g kalte, gewürfelte Margarine ca. 80-100 ml kaltes Wasser Füllung 1,5 - 2 kg Boskop-Äpfel 1 Hand voll Nüsse oder Trockenfrüchte nach Wahl (Walnüsse, Cashews, Mandeln oder Haselnüsse gehackt, Rosinen, Feigen, ...) 3 EL Mehl oder gem. Erdmandeln 1 Prise Vanille 2 TL gem. Zimt oder Lebkuchengewürz etwas Zitronensaft 3 EL Zucker Für den Mürbteig alle Zutaten miteinander verkneten bis der Teig sich zu einer Kugel formen lässt, ev. mehr Wasser zufügen. Falls er jedoch zu weich ist, noch mehr Mehl einkneten. Den Teig in Frischhaltefolie mind. 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Während der Teig ruht, die Äpfel schälen und grob raspeln. Die übrigen Zutaten unter die Äpfel mischen. Danach die Hälfte des Teiges auswalken und in eine befettete Spring- oder Quicheform geben. Die Füllung schön drauf verteilen und den restlichen Teig dünn ausrollen. Ein rundes Stück in der Größe der Springform für die "Decke" ausschneiden und über die Äpfel legen. Aus dem restlichen Stück Teig mit Keksausstechern Sterne oder Herzen stecken und diese auf die Teigdecke legen. Den Kuchen bei 180 °C ca. 40 Min. backen. Wenn er ausgekühlt ist mit Puderzucker bestreuen und genießen. Zubereitungszeit: ca. 1,5 h Tipp: Zu diesem Kuchen kann ich schlagbare Soja- oder Kokossahne empfehlen.
- Kaspress-Knödel mit Bohnensalat
Wer schon mal in österreichischen Berghütten Rast gemacht hat, wird sie wahrscheinlich kennen - die plattgedrückten, mit herzhaftem Bergkäse gewürzten Knödel. Traditionell werden sie in Brühe oder mit Sauerkraut serviert. Da ich nicht auf die leckeren Knödel verzichten möchte, seit ich keine Milchprodukte und Eier mehr esse, habe ich die Knödel einfach veganisiert. Auch den Kindern hat's geschmeckt Für die vegane Variante scheint mir der "Violife smoked flavour" als Käseersatz am besten geeignet. Natürlich kann man auch anderen veganen Reibekäse verwenden, aber ich finde diesen schön pikant und kräftig. Anstatt Sauerkraut (das die Kinder hier leider nicht so gern mögen) gab es dann einen eiweiß- und ballaststoffreichen Bohnen-Salat dazu. Das Knödelbrot habe ich am Vortag selbst zubereitet und zwar aus veganem Vollkorntoast (gibt es in gut sortierten Bioläden). Die Scheiben werden in 1 cm kleine Würfel geschnitten und auf einem Backblech bei 180° C ein paar Minuten gebacken, so dass man schön krosses Knödelbrot erhält. In Österreich gibt es dieses auch fertig zu kaufen. Schaut mal auf die Zutatenliste, meistens ist es vegan! Zutaten für 16 mittelgroße Knödel: 200 g Knödelbrot etwas Olivenöl 30 ml Hafercuisine 1/2 Zwiebel nach Bedarf 320 - 350 ml Haferdrink 1 geh. TL Salz 1 TL gem. Koriander etwas gem. Kümmel etwas klein geschnittenen Schnittlauch 4 EL Semmelbrösel 100 g veganen "Käse" (z.B. Violife smoked flavour"), gerieben 1 EL Sojamehl + 2-3 EL Wasser Öl zum Braten für eine Schüssel Bohnensalat: 300 g grüne Bohnen 1 Salatgurke 10-12 Cocktailtomaten Dressing: 2 EL Apfelessig 5 EL Olivenöl je ein Schuss Wasser und Agavendicksaft je 1/2 TL Salz, gem. Koriander und Kräuter der Provence 1/2 TL süsser Senf Das Knödelbrot in eine Schüssel geben. Die Margarine auf kleiner Flamme in einem Topf zergehen lassen und die gehackte Zwiebel darin anschwitzen. Mit Haferdrink aufgießen und leicht erwärmen. Das Ganze dann nach und nach über das Knödelbrot gießen. (Je nachdem wie hart euer Brot ist, braucht ihr mehr oder weniger von der warmen Flüssigkeit. Rührt immer wieder um und lasst sie etwas einziehen. Wenn noch härtere Klümpchen in der Masse sind, verwendet etwas mehr Haferdrink. Allerdings sollte das Knödelbrot am Ende auch nicht zu sehr aufgeweicht sein.) Danach mit Gewürzen und Schnittlauch gut vermischen, die Semmelbrösel und den geriebenen Käseersatz unterrühren und noch 10 Min. stehen lassen. Zum Schluss das Sojamehl mit Wasser anrühren und in den Knödelteig mischen. Mit leicht angefeuchteten Händen kleine Bratlinge formen und in einer Pfanne mit hocherhitzbaren Öl von beiden Seiten goldgelb anbraten. Für den Salat die Bohnen in 3 cm lange Stücke schneiden und in etwas Wasser bissfest dünsten bzw. auftauen. Gurke in kleine Würfel schneiden, Tomaten vierteln und alles vermischen. Ebenso die Zutaten für das Dressing. Ich mache sie immer in ein leeres Marmeladenglas und schüttel alles kräftig durch. Dann wird das Dressing über das Salatgemüse gegossen und fertig ist das Mittagessen - guten Appetit! Zubereitungszeit: ca. 1 h











