Freitag, 25. August 2017

Quinaobratlinge - ganz einfach!

Diese Bratlinge stehen schon sehr lang auf meiner Liste der Rezepte zum Posten. Sie sind super einfach gemacht, schmecken wahnsinnig gut und haben eine tolle Nährstoff-Zusammensetzung. Kombiniert mit ein bisschen frischem Gemüse ist alles wunderbar!
Quinoa ist ja eine wertvolle Eiweißquelle für uns, da er alle neun essentiellen Aminosäuren liefert. Sprich alle, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sein Mineralstoff- und Vitamingehalt übertrifft den unserer heimischen Getreidearten bei weitem. Dafür trumpft die Kartoffel aus der Region mit einer Menge Mineralien wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor auf. Außerdem zählen Vitamin C und einige Vitamine der B-Gruppe zu den Inhaltsstoffen der tollen Knolle. - Aber das hab ich schon zig Mal geschrieben, ich weiß. Darum folgt jetzt einfach nur das Rezept und ein kleiner Hinweis, dass die Masse für die Bratlinge einige Zeit abkühlen muss, wenn ihr sowohl Quinoa als auch Kartoffeln frisch gart. Plant die Zeit beim Kochen mit ein!


Zutaten für 16 kindgerechte Bratlinge:
400 g Kartoffeln vfk (gut sind auch am Vortag gegarte)
150 g Quinoa (ich habe weiß/rot gemischten verwendet)
etwas Salz
1 TL gemahlener Koriander
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
etwas Muskatnussabrieb, Kurkuma, Bockshornklee
1 TL Salz
2 gehäufte EL Kichererbsenmehl
etwas klein geschnittene Petersilie

Die Kartoffeln schälen, in einem Topf mit Wasser bedecken und gar kochen. Danach das Wasser weg kippen und die Kartoffeln zerstampfen.

Den Quinoa in etwas (nach Gefühl ein kleines bisschen) mehr als der doppelten Menge leicht gesalzenem Wasser gar kochen und mit den zerstampften Kartoffeln gut vermischen. Die Gewürze dazu mischen, Kichererbsenmehl und Petersilie unterrühren und dann am besten auskühlen lassen, bis ihr euch die Finger nicht mehr an der Masse verbrennt. Das kann 2 Stunden dauern!

Als Alternative habt ihr vielleicht vom Vortag noch ein paar Kartoffeln übrig, dann schält und zerstampft sie. Somit ist die Masse nicht ganz so heiß, wenn ihr den Quinoa dazu gemischt habt.

Wenn es euch temperaturmäßig angenehm und der Hunger entsprechend groß ist, könnt ihr beginnen, Bratlinge zu formen und diese in einer Pfanne mit heißem Öl von beiden Seiten goldbraun anbraten. Fini!



Zubereitungszeit: ca. 45 Min.
Abkühlzeit: bis zu 2 h

Samstag, 19. August 2017

Frittaten- oder Flädle-Suppe

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich denn vegane Pfannkuchen machen würde. Ganz einfach, sage ich dann, Eier brauche ich dafür keine und Milch kann ich ersetzen. 
Heute stelle ich euch eine herzhafte Variante vor, die genauso wie die süße funktioniert. Tauscht einfach Salz, Koriander und Schnittlauch gegen etwas Zucker oder lasst die Zutaten ganz weg und schon habt ihr die Grundlage für den Klassiker.
Diese Suppe war letzte Woche übrigens der Geburtstagswunsch einer kleinen Feinschmeckerin mit Wurzeln im Süden. Da ich ja selbst aus Österreich stamme, kenne ich sie als Frittaten-Suppe, im Schwäbischen heißt sie Flädle-Supp. Alle Kinder waren ganz begeistert, daher die Idee, das Rezept auf dem Blog zu veröffentlichen. Voilà, ab heute gibt es keinen Grund mehr für tierische Zutaten in euren Pfannkuchen...



Rezept für 12 Frittaten/Pfannkuchen:
280 g Mehl 1050
1/3 TL Natron
1 TL Salz
etwas gemahlener Koriander
350 ml Haferdrink
350 ml Sprudelwasser

Für die Brühe:
etwas Öl
1 Knoblauchzehe
1/2 Staude Stangensellerie
5 mittelgroße Möhren
1,3 l Wasser
1 EL Gemüsebrühe
1-2 TL Salz
etwas geriebene Muskatnuss
300 g Erbsen

Für den Frittatenteig die festen Zutaten miteinander in einer Schüssel vermischen. Mit einem Handmixer abwechselnd Sprudelwasser und Haferdrink einrühren und alles gut vermixen. Diesen Teig ein paar Minuten quellen lassen.

Für die Brühe etwas Öl in einem Topf erhitzen, eine Knoblauchzehe ganz klein schneiden und darin anrösten. Den Stangensellerie in 3 mm dünne Scheiben schneiden (Blätter noch nicht) und in den Topf geben. Die Möhren schälen und ebenso verfahren wie mit dem Sellerie. Das Ganze dann mit kochendem Wasser aufgießen und bei kleiner Hitze köcheln lassen. Nach 10 Minuten Gemüsebrühe, Salz und Muskatnuss hinzufügen. Die Blätter des Stangensellerie in dünne Streifen schneiden und mit den Erbsen in die Brühe geben. Wenn die Möhren gar sind, den Topf vom Herd nehmen und die Brühe noch ein bisschen auskühlen lassen.

Die Frittaten nun wie Pfannkuchen der Reihe nach in einer Pfanne mit etwas erhitztem Öl goldbraun heraus backen, einrollen und in 5 mm dünne Streifen schneiden. Diese auf einem tiefen Teller platzieren und mit der Brühe übergießen. 

Guten Appetit!

Sonntag, 16. Juli 2017

Marillen-Streuselkuchen mit Hirseflocken

In meiner Kindheit standen im Garten meiner Eltern noch mehr Obstbäume als heute. Mein absoluter Favorit darunter war der Marillenbaum. Denn er trug immer so viele Früchte, dass meine Mutter gar nicht mehr hinter her kam mit Marmelade oder Marillenknödel kochen und Kuchen backen. Einige der in Deutschland Aprikosen genannten Steinfrüchte wurden halbiert, entsteint und eingefroren. So kamen wir auch in den marillenlosen Jahreszeiten in den Genuss eines fruchtigen Kuchens wie diesem hier.
Das kleine Obst enthält übrigens sehr viele Vitamine, darunter Provitamin A (das auch in Karotten steckt), B-Vitamine und Vitamin C. Die getrocknete Variante liefert sogar noch mehr davon und zudem noch eine Menge Folsäure und Eisen. 
Wer jetzt denkt: Na toll, ich aber keinen Baum im Garten stehen, was mach ich denn jetzt? - den kann ich beruhigen. Mittlerweile kann ich auch nicht mehr auf diesen Luxus zurück greifen. Aber auch die Früchte aus dem Bioladen eignen sich wunderbar zum Backen. Also los, besorgt euch welche - jetzt haben sie Saison!



Zutaten für eine Tarte-Form (wenn ihr ein Blech macht, multipliziert mit 1,25 - also nehmt 1 Viertel mehr):

Streusel:
120 g Mehl Type 1050
60 g gemahlene Mandeln
75 g Rohrohrzucker (z.B. Mascobado)
80 g weiche Margarine 
etwas Vanillemark

Rührteig:
130 g Vollkornmehl
100 g Hirseflocken
1 Packung Backpulver
80 g Rohrohrzucker (Mascobado)
1 Prise Vanillepulver
1 Prise Salz
130 g weiche Margarine
180 g Sojajoghurt natur

und natürlich ca. 700 g Marillen/Aprikosen
sowie ein bisschen Puderzucker

Startet zunächst mit dem Streuselteig. Dafür Mehl, Mandeln und Zucker sowie Vanille gut in einer Schüssel vermischen. Die weiche Butter dazu geben und alles durchkneten. Den Teig ein bisschen durch die Finger bröseln lassen und ab mit den Streuseln in den Kühlschrank! Dort dürfen sie mind. 1 h ruhen. 


Für den Rührteig alle Zutaten bis zum Salz der Reihe nach in einer Schüssel vermischen. Margarine und Sojajoghurt mit einem Handrührgerät dazu mixen. Schon ist der Teig fertig und kann in eine eingefettete Backform (z. B. für Tartes) oder auf ein Blech gestrichen werden. Die Marillen halbieren und den Stein entfernen, die Hälften mit der Schnittfläche nach oben gleichmäßig auf dem Teig verteilen - ruhig ein bisschen rein drücken. 
Nun kommen die Streusel zum Einsatz. Diese einfach über den Kuchen streuen und die Form bei 180 °C ca. 30 Minuten in den Ofen schieben. Die Streusel sollten leicht dunklere Farbe kriegen. 

Leider sollte der Kuchen dann noch etwas auskühlen, also Geduld, Geduld! Aber das Warten lohnt sich ... wenn ihr wollt, streut noch Puderzucker drauf, bevor ihr das erste Stück vernascht. Lasst es euch schmecken!

Dienstag, 4. Juli 2017

Sommerrollen mit Rohkost und Erdnuss-Dip

Letzte Woche war super entspannt in der Kita. Mehr als die Hälfte der Dschungelkinder war auf Kita-Fahrt und die kleineren haben natürlich die Aufmerksamkeit der Erzieher voll und ganz genossen. Dabei gab es sogar noch Sonder-Relax-Programm wie zum Beispiel einen Massage-Vormittag oder selbst gemixte Obst-Smoothies zum späten Frühstück. 
Auch für mich war das Kochen in dieser Woche super easy. Also, hab ich es endlich gewagt, einmal Sommerrollen auf den Speiseplan zu schreiben. Für mehr als 30 Leute wäre die Zubereitung ja ziemlich viel Arbeit gewesen, aber für 13 ging das locker. Zweifel hatte ich erst, ob die Kinder die Rollen aus Reispapier vielleicht total eklig finden.
Diese Sorge war unbegründet. Sie fanden das ungewöhnliche Essen toll! Es war ein bisschen wie Geschenke auspacken. (Wobei manche das "Geschenkspapier" dann links liegen ließen, nachdem der Inhalt in Form von rohköstlichen Gemüse-Sticks auf dem Teller lag). Zu den Rollen gab es noch Reis und einen Erdnuss-Dip. Genau richtig für heiße Sommertage!



Für 16 kleine Rollen:
1 mittelgroße Karotte
½ Salatgurke
½ Romana Salatherz oder etwas Eisbergsalat
½ rote oder gelbe Paprika
etwas Minze

16 runde Reispapier-Platten (ich habe einen kleineren Durchmesser von 16 cm gewählt - gibt es im Asia-Laden)
warmes Wasser

Dressing:
1 EL Leinöl
½ EL Zitronensaft
2 EL Wasser
etwas Oregano, Salz und gemahlener Koriander
eventuell ein bisschen Agavendicksaft

Erdnuss-Dip:
2 EL Erdnussmus
4 EL kochendes Wasser
½ EL Tamari Sojasauce
etwas Salz und gemahlener Kreuzkümmel

Das Gemüse waschen beziehungsweise die Karotte schälen. Dann alles in dünne ca. 4 cm lange Streifen schneiden, dabei das Innere der Gurke wegnehmen. Den Salat ebenfalls in schmale Streifen schneiden. Die Minzblätter vom Stängel abzupfen.
Für das Dressing alle Zutaten in einem kleinen Schälchen vermischen.



Einen flachen Topf oder tiefen Teller ca. 3 cm hoch mit warmem Wasser füllen. Der Durchmesser sollte größer als der der Reispapierplatten sein.
Die erste Platte hinein legen. Nach 30 Sekunden müsste sie weich sein, so wie man sich eine Qualle im Wasser vorstellt. Nehmt das Reispapier raus und legt es auf einen großen, flachen Teller, schön glatt streichen. 
Nun könnt ihr schon die nächste Platte ins warme Wasser legen.

Es geht ans Füllen der ersten Rolle: Nehmt 1-2 Minzblätter, 3-4 Paprikasticks usw. und legt sie waagrecht auf ein kleines Häufchen in der Mitte des Reispapiers. Zum Schluss den Salat darauf platzieren und 1 TL Dressing darüber träufeln. 
Das Reispapier nun von den Seiten über die Füllung klappen. Danach von unten schön drüber schlagen. Dabei könnt ihr schon die Füllung schon relativ fest drücken. Jetzt einmal alles nach oben rollen und den letzten oberen Zipfel des Papiers über die Rolle klappen. Sobald das Papier ein bisschen antrocknet, klebt es auch sehr gut. Voilà, fertig ist das erste transparente Päckchen. 

Für den Erdnuss-Dip gebt das Erdnussmus in eine kleine Schüssel, erhitzt Wasser im Wasserkocher und rührt dann nach und nach 4 EL in das Mus ein, bis sich dieses gut mit dem Wasser vermischt hat. Ein bisschen Sojasauce und Gewürze unterrühren und das war's. Viel Spaß beim Rollen und guten Appetit!


Samstag, 17. Juni 2017

Linsen-Spinat-Lasagne

Hm, das hat mal wieder geschmeckt! Rote Linsen und Spinat sind eine super nährstoffreiche Kombi, das Ganze noch verpackt als Lasagne - was will man mehr?!
Proteinlieferanten sind in diesem Gericht die Linsen. Sie enthalten außerdem viele Ballaststoffe und Eisen, das in Verbindung mit Vitamin C gut aufgenommen werden kann. Auch Spinat sollte immer mit Paprika, Brokkoli, Kartoffeln oder einer anderen Quelle für Vitamin C zusammen gegessen werden. Dann liefert er uns eine Menge brauchbares Eisen. Zudem noch Magnesium und viel Vitamin-K. Tiefgekühlt gehen diese Nährstoffe nicht verloren. Also, wenn es keinen frischen Blattspinat im Laden gibt, nehmt ihn aus der Kühltruhe!


Zutaten für 1 mittelgroße Form:
12-14 Lasagneblätter
1-2 Knoblauchzehen
300 g rote Linsen
650 ml Wasser
4 EL Tomatenmark
450 g TK-Spinat
1 kleine rote Paprika
2 TL Salz und gemahlener Koriander
etwas gemahlener Kreuzkümmel
4 Tomaten, in Scheiben geschnitten

Bechamelsauce
80 g Margarine (Alsan)
3 gehäufte EL Dinkelvollkornmehl
400 ml Haferdrink
Saft ½ Zitrone 
2 TL Salz
¼ geriebene Muskatnuss
½ TL gemahlener Koriander und Paprikapulver edelsüß

Topping:
1 EL gemahlene Nüsse/Mandeln + 1 EL Hefeflocken

Die Knoblauchzehen klein schneiden und in einem Topf in etwas Öl anrösten. Rote Linsen waschen und in den Topf geben. Mit kochendem Wasser aufgießen, Tomatenmark dazu und erstmal köcheln lassen bis die Linsen weich sind. Wenn es soweit ist, den Spinat und die klein gewürfelte Paprika zufügen, Salz und Gewürze untermischen und warten bis der Spinat gar ist.

Gleichzeitig für die Bechamelsauce die Margarine in einem Topf bei kleiner Hitze zergehen lassen. Mit dem Mehl bestäuben und gut verrühren. Den Haferdrink unter ständigem Rühren langsam dazu gießen. Mit Zitronensaft und Gewürzen verfeinern und so lange auf dem Herd lassen, bis die Sauce noch einmal aufkocht und eindickt. Dann beiseite stellen.

Die Auflaufform mit Olivenöl einfetten und mit einer Schicht Lasagneblätter auslegen, gleichmäßig ein Drittel des Linsen-Spinat-Gemisches darauf verteilen. Ein paar Kleckse Bechamelsauce und Tomatenscheiben darauf platzieren und das Ganze nochmal von vorn. Nudelblätter, Spinat-Linsen, Bechamel, Tomaten und weil es so schön war nochmal. Nun allerdings die Linsen komplett mit Bechamelsauce bedecken, ev. noch Nudelreste  klein brechen und unterschieben, so dass sie mit Sauce bedeckt sind. Die restlichen Tomaten drauf legen und bei 200° C in den Ofen schieben. Nach 15 Minuten das miteinander vermischte Topping aus Nüssen und Hefeflocken drauf streuen und weitere 20 Minuten bin 180° C backen. Ob die Lasagne fertig ist, merkt ihr, wenn ihr mit einem Messer oder spitzen Gegenstand durch die Nudelschichten stechen könnt. Also, so lange im Ofen lassen, bis alles gar ist. 

Und dann - guten Appetit!

Sonntag, 11. Juni 2017

Himbeer-Schoko-Cheesecake ohne Backen

Nach einigen Wochen Auszeit gibt es heute dafür ein ganz tolles und noch dazu einfaches Rezept für einen sommerlichen Kuchen. Das Warten hat sich also gelohnt!
Diese Torte wird nicht gebacken, sondern einfach im Kühlschrank gekühlt oder für ganz heiße Tage tiefgekühlt, damit das crèmige Topping fest wird - fertig.
Der Hauptanteil dieser Crème besteht aus Cashewkernen, deshalb ist er reich an Vitaminen der B-Gruppe, Mineralstoffen wie Magnesium und Kupfer sowie ungesättigten Fettsäuren. Dazu kommen noch die Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe der Himbeeren, die antioxidativ wirken und somit unsere Zellen vor radikalen Eindringlingen schützen. Gerade im Sommer, wenn wir erhöhter UV-Strahlung ausgesetzt sind, kann so ein Zellschutz nicht schaden!


Zutaten für 1 Springform:

Boden:

8-10 eingeweichte, entsteinte Datteln (je nach Größe)
200 g gemahlene Haselnüsse
1 Handvoll gehackte Nüsse

Die Datteln gut pürieren, Nüsse dazu mischen. Den Boden der Springform am besten mit Backpapier auskleiden. Die Dattel-Nuss-Masse auf den Boden verteilen und lückenlos fest andrücken. Nun ab in den Kühlschrank damit!

Cashewcrème:
450 g Cashewkerne, (über Nacht in Wasser) eingeweicht

Schoko-Schicht:
3 EL (Roh-) Kakaopulver
3 EL Rohrohrzucker oder Alternative
die Hälfte des Dattel-Einweichwassers, das vom Boden noch übrig ist
1 gehäufter EL Kokosöl oder 30 g zerlassene Kakaobutter
etwas Vanillepulver

Himbeer-Schicht:
300 g gefrorene Himbeeren
1 EL Kokoscreme (das Cremige in der Kokosmilchdose)
1 EL Kokosöl
5 EL Rohrohrzucker oder Alternative
die Hälfte des Dattel-Einweichwassers, das vom Boden noch übrig ist
etwas Vanillepulver
ein Spritzer Zitronensaft

Die eingeweichten Cashewkerne gut pürieren/mixen und die Masse teilen. Zu dem ersten Teil die Zutaten für die Schokocreme hinzufügen und gut unterrühren/mixen. Diese Crème nun als untere Schicht auf den Nuss-Boden streichen.

Für die zweite Schicht alle Zutaten für die Himbeercrème gut miteinander pürieren/mixen. Diese Masse auf die Schoko-Schicht streichen und den Kuchen über Nacht in den Kühlschrank oder ca. 1 Stunde ins Tiefkühlfach stellen.

Ein paar frische Himbeeren als Deko über die Torte verteilen und dann ran an die Kuchengabeln!


Tipp: Wenn es ganz schnell gehen soll, könnt ihr auch eine Schoko-Himbeer-Crème in einem zubereiten. Dann einfach alle Zutaten miteinander pürieren/mixen und auf den Nuss-Boden streichen. Natürlich schmeckt der Kuchen auch mit Erdbeeren sehr lecker!



Montag, 10. April 2017

Frankreich, ich komme! Bärlauch-Baguette und Bärlauch-Hummus

Aufmerksame Leser meines Blogs wissen vielleicht, dass mich mit Frankreich zumindest meine Arbeit in einer deutsch-französischen Kita verbindet. Ich bin fünf Tage die Woche umgeben vom charmanten Akzent meiner Kollegen, wenn sie deutsch sprechen, beziehungsweise einem wohlklingenden Wortfluss, dessen Sinn sich mir nur teilweise erschließt, wenn sie oder die Kinder französisch sprechen. 
Um Land, Leute und Sprache nun endlich mal ein bisschen besser kennen zu lernen, werden die Kinder in den nächsten Wochen kulinarisch von Eltern und Catering versorgt und ich tue endlich das, wonach ich mich schon lange sehne.
Wandern, weit wandern - (nicht auf dem Lykischen Höhenweg, wie ich es noch auf Angies Frage beim Liebster Award angedacht hatte, sondern) in Südfrankreich. 
Ob es da immer so gut mit der pflanzlichen Ernährung klappt, das wird sich zeigen. Sicher ist, dass ich das ein oder andere Baguette verzehren werde. Wenn ihr euch mit mir darauf einstimmen wollt, dann hab ich hier ein leckeres und schnelles Rezept für euch abgekupfert von "Herr Grün kocht" und passend zur Jahreszeit verfeinert mit Bärlauch. Dazu gibt es noch Bärlauch-Hummus. Très delicieux!


Rezept für 1 Baguette:
125 g Dinkelmehl 630
125 g Weizenmehl 550
7 g Sauerteig-Extrakt (z.B. von Alnatura)
170 ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
½ TL Zucker
nach Geschmack einige Blätter Bärlauch, in feine Streifen geschnitten

Leider habe ich kein Baguette-Blech wie Herr Grün es verwendet. Aber wenn ihr eins habt, dann könnt ihr es schon mal bereit stellen. 

Für den Bärlauch-Hummus:
1 Glas Kichererbsen, 230 g abgetropft
2 EL Olivenöl
1 TL Tahin
Saft von ½ Zitrone
je ½ TL Salz sowie gemahlener Koriander
nach Geschmack einige Blätter Bärlauch, in feine Streifen geschnitten

Wir beginnen mit dem Baguette!
Mehl, Sauerteig-Extrakt, Salz und Zucker miteinander in einer Schüssel gut vermischen. Die Hefe ins warme Wasser zerbröckeln und mit einem Löffel umrühren. Ein paar Minuten stehen lassen und dann zur Mehlmischung hinzugeben. Alles mit einem Löffel vermischen. Dann mit der Hand auf eine bemehlte Fläche legen und ca. 5 Minuten gut durchkneten. Wenn der Teig aus zu trocken ist, etwas Wasser zufügen. Ist er zu feucht, noch etwas Mehl hinein kneten.
Dann darf der Teig zugedeckt an einem warmen Ort mindestens eine Stunde ruhen.
Nach der Gehzeit werden die Bärlauchstreifen durch nochmaliges Kneten in den Teig eingearbeitet. 

Das Ganze nun durch mehrmaliges von oben und unten Zusammenklappen und -drücken sowie Ausrollen in die typische Baguettefrom bringen und in das Baguetteblech legen bzw. auf ein Blech mit Backpapier (wenn wie bei mir kein Baguetteblech vorhanden ist).




Ein bisschen Mehl drüber stäuben, mit einem Tuch bedecken und noch einmal 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Herr Grün rät, den Ofen auf 230° C (Umluft) vorzuheizen und eine Schale mit Wasser unten in den Ofen zu stellen. Ich habe einen Gasofen und habe ihn relativ heiß eingestellt. Wer mit Gas bäckt, weiß, wie knifflig es ist, das Backwerk von unten nicht zu verbrennen, wenn man viel Hitze braucht. Also, geht nach eurer Erfahrung!
Das Baguette noch ein paar mal mit dem Messer einschneiden. Dann das Blech auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und ca. 15 Minuten backen bis es eine schöne Farbe hat. (Aufgrund der Tatsache, dass ich die Hitze dann auch wieder runter fahren musste, ist mein Baguette leider nicht so schön gebräunt wie das von Herrn Grün. Es hat aber trotzdem eine knackige Hülle und einen weichen Kern. C'est la vie!)

Während das Baguette nun auskühlt, könnt ihr für den Hummus alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut miteinander pürieren. Das war's schon. Voilà, fertig ist das Oster-Frühstück! 

Samstag, 1. April 2017

"Arme Ritter" oder vielleicht doch "Toter Pirat"

Vor ein paar Tagen fragte mich Clarinette, eines der großen Mädchen in der Kita, ob ich "toter Pirat" kenne. Hm, ich dachte an einen Charakter aus einem Kinderbuch bzw. einen Serienheld, den es in meiner Kindheit noch nicht gab. Also Kopfschütteln und Gegenfrage: Wer ist das?
Clarinette erklärte daraufhin, das sei Brot, das man dann in so eine Sauce eintunkt und in der Pfanne brät. Aha, kam mir doch irgendwie bekannt vor, aber den Namen "Toter Pirat" hatte ich dafür noch nie gehört. Aber das heißt nichts, hat dieses Gericht doch unzählige Namen wie Arme Ritter, French Toast, auf Französisch übrigens Pain Perdu (verlorenes Brot), in Österreich Pofesen und irgendwo heißt es sicher auch Toter Pirat.  
Jedenfalls war Clarinette ganz angetan davon und bat mich, das doch mal zu machen. Da ich für diese Woche sowieso noch ein Dessert ausständig hatte, konnte ich ihr diesen Wunsch recht bald erfüllen. Und nicht nur sie war glücklich sondern auch der Rest der Rasselbande.
Voilà, hier das Rezept, das ich verwendet habe ...


Tote Piraten für eine 4-köpfige Familie:


8 Scheiben Vollkorntoast vegan (es geht aber auch jedes andere, vor allem auch älteres Brot)


1 reife Banane

200 ml Haferdrink 
1 gehäufter EL Mehl
1 gehäufter EL Sojamehl
1 TL Rohrohrzucker
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz
Kokosöl

ein paar Erdbeeren

etwas Agavendicksaft sowie Vanille-Extrakt


Die Toastscheiben diagonal durch schneiden. (Wenn man sie vorher toastet, ziehen sie die Marinade schneller auf.

Die Banane schälen und in kleine Stücke brechen. In einer hohen Schüssel alle Zutaten bis auf das Kokosöl gut pürieren und ein bisschen quellen lassen.

In der Zwischenzeit die Erdbeeren in kleine Würfel schneiden und mit Agavendicksaft und Vanille vermischen. 

Die dickflüssige Marinade in einen tiefen Teller füllen. Darin nun die Toast-Dreiecke (oder Brotscheiben) von beiden Seiten ziehen lassen. Bei Toast geht es wohl schneller, altes Brot könnt ihr ruhig 1-2 Minuten ziehen lassen. Am besten macht ihr mal die Probe, indem ihr das Brot etwas zusammen drückt. Wenn es die Flüssigkeit gut aufgesogen hat, könnt ihr die Scheiben wiederum von beiden Seiten in heißem Kokosöl goldbraun rausbacken. 

Die Toten Piraten nun mit den Erdbeeren garnieren, eventuell noch etwas Ahornsirup drüber gießen und genießen!