Rhabarber- und Erdbeerknödel mit Topfenteig *vegan*


Meine absolute Lieblingsspeise als Kind waren hausgemachte Marillenknödel (zu deutsch Aprikosen...). In Österreich ist es ja üblich Mehl- oder Süßspeisen als Hauptmahlzeit zu essen. Da ich nun schon über 10 Jahre im Nachbarland lebe, kommt mir das mittlerweile auch ein bisschen komisch vor. Aber diese süßen Obstknödel sind es wirklich wert, auf Herzhaftes zu verzichten, um richtig zuschlagen zu können.
Marillen, Zwetschken oder Erdbeeren sind eine recht gebräuchliche Füllung. Passend zur Saison habe ich's mal mit Rhabarber probiert und finde es ganz toll. Genießt die Pfingstfeiertage!

Zutaten für 12 Knödel:

Teig
200 g Quark-Alternative (ich verwende Provamel)
150 g Dinkelmehl 1050
110 g Dinkelgrieß
1 EL Maisstärke
25 g vegane Margarine (auch hier die von Provamel)
1 EL Rohrohrzucker
etwas Salz

+ Mehl für die Arbeitsfläche und etwas Mehl auf einem kleinen flachen Teller

Füllung
entweder 1 Stange Rhabarber (ca. 140 g), 1 EL Rohrohrzucker und etwas Mark aus der Vanilleschote

oder 12 mittelgroße Erdbeeren

Brösel
2 EL Kokosöl
100 g Semmelbrösel (Dinkel- oder Weizen)
1 EL Rohrohrzucker
Puderzucker zum Bestreuen


Für den Teig alle Zutaten der Reihe nach in eine Schüssel geben und verkneten. Den Teig mit einer Frischhaltefolie bedecken und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Falls ihr Rhabarberknödel machen möchtet, bereitet gleich die Füllung vor. Die Rhabarberstange waschen und in 1,5 cm große Stücke schneiden. Diese mit 1 EL Wasser sowie Rohrohrzucker in einem Topf auf kleiner Flamme ca. 5-8 Minuten dünsten. Die Rhabarberstücke sollten nicht gar gekocht werden und zerfallen, sondern nur ein bisschen weicher in ihrer Konsistenz werden.
Dann nehmt den Topf vom Herd und lasst den Rhabarber auskühlen.

Falls ihr Erdbeerknödel machen wollt, könnt ihr nun die Erdbeeren waschen und vom Blattansatz befreien.

Nach der Ruhezeit streut ihr etwas Mehl auf die Arbeitsfläche, gebt den Teig darauf und formt daraus eine kleine Rolle. Diese in 12 gleich große Scheiben schneiden. 

Jeweils eine Scheibe in ein bisschen Mehl wenden und in einer Hand mit den Daumen so flach drücken, dass ihr eine Erdbeere mit dem Teig ummanteln könnt. Legt die Erdbeere oder 1-2 Stück Rhabarber in die Mitte des Teigs und umschließt die Fruchtstücke nun von allen Seiten. Drückt die Teigränder gut zusammen und rollt den Knödel erst vorsichtig zwischen euren Händen, so dass er schön rund wird und dann nochmal auf dem kleinen Teller mit Mehl.
Dann kommt der nächste Knödel dran!



In der Zwischenzeit könnt ihr in einem mittelgroßen Topf Wasser aufkochen. Stellt die Hitze ganz runter, sobald das Wasser kocht und lasst mit Hilfe eines Esslöffels einen Knödel nach dem anderen langsam ins hineingleiten. Sobald alle im Wasser sind, löst die ersten mit einem Kochlöffel vorsichtig vom Topfboden. Sie kleben immer erstmal fest.

Bringt jetzt schon mal in einer Pfanne das Kokosöl zum schmelzen und streut die Semmelbrösel hinein. Nach kurzer Zeit umrühren und den Zucker darüber streuen. Werden die Brösel langsam braun, macht die Hitze aus. 

Die Knödel müssen so lange im siedenden Wasser garen, bis sie an der Oberfläche schwimmen (ca. 5-8 Minuten). Dann holt sie aus dem Wasser und wendet sie direkt in der Pfanne mit den Bröseln. So könnt ihr die Knödel dann auch servieren. Ein bisschen Puderzucker drauf und fertig ist das Festmahl.

Lasst es euch schmecken!


Kommentare

  1. Eine ganz leckere Speise. Ich bin ein "Mehlspeisentiger " und kann von diesen Köstlichkeiten nicht genug kriegen. Ich freue mich auch schon riesig auf die Marillen- und Zwetschkenknödel. Es dürfte heuer wieder genügend heimische Früchte geben.

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    1. Ja, super! Mit Marillen aus der Heimat schmecken die Knödel einfach köstlich. Genieße sie, so oft du Gelegenheit hast!

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  2. Ist dir bekannt, dass man diese Knödel auch im Dampfgarer machen kann, da werden sie nämlich ganz flaumig und locker. Das soll nicht heißen, dass deine Knödel nicht ganz köstlich und lecker aussehen. Einfach eine tolle Speise für meinen Gaumen.

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    1. Mittlerweile macht sie meine Mutter auch mit dem Dampfgarer. Aber für mich ist die altmodische Gar-Methode im Topf vollkommen ok. Danke trotzdem für den Tipp! 😉

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