Freitag, 25. August 2017

Quinaobratlinge - ganz einfach!

Diese Bratlinge stehen schon sehr lang auf meiner Liste der Rezepte zum Posten. Sie sind super einfach gemacht, schmecken wahnsinnig gut und haben eine tolle Nährstoff-Zusammensetzung. Kombiniert mit ein bisschen frischem Gemüse ist alles wunderbar!
Quinoa ist ja eine wertvolle Eiweißquelle für uns, da er alle neun essentiellen Aminosäuren liefert. Sprich alle, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sein Mineralstoff- und Vitamingehalt übertrifft den unserer heimischen Getreidearten bei weitem. Dafür trumpft die Kartoffel aus der Region mit einer Menge Mineralien wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor auf. Außerdem zählen Vitamin C und einige Vitamine der B-Gruppe zu den Inhaltsstoffen der tollen Knolle. - Aber das hab ich schon zig Mal geschrieben, ich weiß. Darum folgt jetzt einfach nur das Rezept und ein kleiner Hinweis, dass die Masse für die Bratlinge einige Zeit abkühlen muss, wenn ihr sowohl Quinoa als auch Kartoffeln frisch gart. Plant die Zeit beim Kochen mit ein!


Zutaten für 16 kindgerechte Bratlinge:
400 g Kartoffeln vfk (gut sind auch am Vortag gegarte)
150 g Quinoa (ich habe weiß/rot gemischten verwendet)
etwas Salz
1 TL gemahlener Koriander
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
etwas Muskatnussabrieb, Kurkuma, Bockshornklee
1 TL Salz
2 gehäufte EL Kichererbsenmehl
etwas klein geschnittene Petersilie

Die Kartoffeln schälen, in einem Topf mit Wasser bedecken und gar kochen. Danach das Wasser weg kippen und die Kartoffeln zerstampfen.

Den Quinoa in etwas (nach Gefühl ein kleines bisschen) mehr als der doppelten Menge leicht gesalzenem Wasser gar kochen und mit den zerstampften Kartoffeln gut vermischen. Die Gewürze dazu mischen, Kichererbsenmehl und Petersilie unterrühren und dann am besten auskühlen lassen, bis ihr euch die Finger nicht mehr an der Masse verbrennt. Das kann 2 Stunden dauern!

Als Alternative habt ihr vielleicht vom Vortag noch ein paar Kartoffeln übrig, dann schält und zerstampft sie. Somit ist die Masse nicht ganz so heiß, wenn ihr den Quinoa dazu gemischt habt.

Wenn es euch temperaturmäßig angenehm und der Hunger entsprechend groß ist, könnt ihr beginnen, Bratlinge zu formen und diese in einer Pfanne mit heißem Öl von beiden Seiten goldbraun anbraten. Fini!



Zubereitungszeit: ca. 45 Min.
Abkühlzeit: bis zu 2 h

Samstag, 19. August 2017

Frittaten- oder Flädle-Suppe

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich denn vegane Pfannkuchen machen würde. Ganz einfach, sage ich dann, Eier brauche ich dafür keine und Milch kann ich ersetzen. 
Heute stelle ich euch eine herzhafte Variante vor, die genauso wie die süße funktioniert. Tauscht einfach Salz, Koriander und Schnittlauch gegen etwas Zucker oder lasst die Zutaten ganz weg und schon habt ihr die Grundlage für den Klassiker.
Diese Suppe war letzte Woche übrigens der Geburtstagswunsch einer kleinen Feinschmeckerin mit Wurzeln im Süden. Da ich ja selbst aus Österreich stamme, kenne ich sie als Frittaten-Suppe, im Schwäbischen heißt sie Flädle-Supp. Alle Kinder waren ganz begeistert, daher die Idee, das Rezept auf dem Blog zu veröffentlichen. Voilà, ab heute gibt es keinen Grund mehr für tierische Zutaten in euren Pfannkuchen...



Rezept für 12 Frittaten/Pfannkuchen:
280 g Mehl 1050
1/3 TL Natron
1 TL Salz
etwas gemahlener Koriander
350 ml Haferdrink
350 ml Sprudelwasser

Für die Brühe:
etwas Öl
1 Knoblauchzehe
1/2 Staude Stangensellerie
5 mittelgroße Möhren
1,3 l Wasser
1 EL Gemüsebrühe
1-2 TL Salz
etwas geriebene Muskatnuss
300 g Erbsen

Für den Frittatenteig die festen Zutaten miteinander in einer Schüssel vermischen. Mit einem Handmixer abwechselnd Sprudelwasser und Haferdrink einrühren und alles gut vermixen. Diesen Teig ein paar Minuten quellen lassen.

Für die Brühe etwas Öl in einem Topf erhitzen, eine Knoblauchzehe ganz klein schneiden und darin anrösten. Den Stangensellerie in 3 mm dünne Scheiben schneiden (Blätter noch nicht) und in den Topf geben. Die Möhren schälen und ebenso verfahren wie mit dem Sellerie. Das Ganze dann mit kochendem Wasser aufgießen und bei kleiner Hitze köcheln lassen. Nach 10 Minuten Gemüsebrühe, Salz und Muskatnuss hinzufügen. Die Blätter des Stangensellerie in dünne Streifen schneiden und mit den Erbsen in die Brühe geben. Wenn die Möhren gar sind, den Topf vom Herd nehmen und die Brühe noch ein bisschen auskühlen lassen.

Die Frittaten nun wie Pfannkuchen der Reihe nach in einer Pfanne mit etwas erhitztem Öl goldbraun heraus backen, einrollen und in 5 mm dünne Streifen schneiden. Diese auf einem tiefen Teller platzieren und mit der Brühe übergießen. 

Guten Appetit!