Marillen-Streuselkuchen mit Hirseflocken


In meiner Kindheit standen im Garten meiner Eltern noch mehr Obstbäume als heute. Mein absoluter Favorit darunter war der Marillenbaum. Denn er trug immer so viele Früchte, dass meine Mutter gar nicht mehr hinter her kam mit Marmelade oder Marillenknödel kochen und Kuchen backen. Einige der in Deutschland Aprikosen genannten Steinfrüchte wurden halbiert, entsteint und eingefroren. So kamen wir auch in den marillenlosen Jahreszeiten in den Genuss eines fruchtigen Kuchens wie diesem hier.
Das kleine Obst enthält übrigens sehr viele Vitamine, darunter Provitamin A (das auch in Karotten steckt), B-Vitamine und Vitamin C. Die getrocknete Variante liefert sogar noch mehr davon und zudem noch eine Menge Folsäure und Eisen. 
Wer jetzt denkt: Na toll, ich aber keinen Baum im Garten stehen, was mach ich denn jetzt? - den kann ich beruhigen. Mittlerweile kann ich auch nicht mehr auf diesen Luxus zurück greifen. Aber auch die Früchte aus dem Bioladen eignen sich wunderbar zum Backen. Also los, besorgt euch welche - jetzt haben sie Saison!


Zutaten für eine Tarte-Form (wenn ihr ein Blech macht, multipliziert mit 1,25 - also nehmt 1 Viertel mehr):

Streusel:
120 g Mehl Type 1050
60 g gemahlene Mandeln
75 g Rohrohrzucker (z.B. Mascobado)
80 g weiche vegane Margarine 
etwas Vanillemark

Rührteig:
130 g Vollkornmehl
100 g Hirseflocken
1 Packung Backpulver
80 g Rohrohrzucker (Mascobado)
1 Prise Vanillepulver
1 Prise Salz
130 g weiche Margarine
180 g Sojajoghurt natur

und natürlich ca. 700 g Marillen/Aprikosen
sowie ein bisschen Puderzucker

Startet zunächst mit dem Streuselteig. Dafür Mehl, Mandeln und Zucker sowie Vanille gut in einer Schüssel vermischen. Die weiche Butter dazu geben und alles durchkneten. Den Teig ein bisschen durch die Finger bröseln lassen und ab mit den Streuseln in den Kühlschrank! Dort dürfen sie mind. 1 h ruhen. 

Für den Rührteig alle Zutaten bis zum Salz der Reihe nach in einer Schüssel vermischen. Margarine und Sojajoghurt mit einem Handrührgerät dazu mixen. Schon ist der Teig fertig und kann in eine eingefettete Backform (z. B. für Tartes) oder auf ein Blech gestrichen werden. Die Marillen halbieren und den Stein entfernen, die Hälften mit der Schnittfläche nach oben gleichmäßig auf dem Teig verteilen - ruhig ein bisschen rein drücken. 
Nun kommen die Streusel zum Einsatz. Diese einfach über den Kuchen streuen und die Form bei 180 °C ca. 30 Minuten in den Ofen schieben. Die Streusel sollten leicht dunklere Farbe kriegen. 

Leider sollte der Kuchen dann noch etwas auskühlen, also Geduld, Geduld! Aber das Warten lohnt sich ... wenn ihr wollt, streut noch Puderzucker drauf, bevor ihr das erste Stück vernascht. Lasst es euch schmecken!

Kommentare

  1. Der Kuchen schaut ja seeeehr köstlich aus und wies der Zufall will, hab ich gestern einen Korb Marillen bekommen. Ich könnte also loslegen, leider muss ich heute lange arbeiten.... also geduld ;)
    LG Hanna

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    1. Na wie heißt es so schön: Vorfreude ist die schönste Freude! Hoffentlich klappt's morgen. Sind die Marillen aus dem Garten? Wünsch auf jeden Fall gutes Gelingen!
      Bis bald, Tina

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