Sonntag, 16. Juli 2017

Marillen-Streuselkuchen mit Hirseflocken

In meiner Kindheit standen im Garten meiner Eltern noch mehr Obstbäume als heute. Mein absoluter Favorit darunter war der Marillenbaum. Denn er trug immer so viele Früchte, dass meine Mutter gar nicht mehr hinter her kam mit Marmelade oder Marillenknödel kochen und Kuchen backen. Einige der in Deutschland Aprikosen genannten Steinfrüchte wurden halbiert, entsteint und eingefroren. So kamen wir auch in den marillenlosen Jahreszeiten in den Genuss eines fruchtigen Kuchens wie diesem hier.
Das kleine Obst enthält übrigens sehr viele Vitamine, darunter Provitamin A (das auch in Karotten steckt), B-Vitamine und Vitamin C. Die getrocknete Variante liefert sogar noch mehr davon und zudem noch eine Menge Folsäure und Eisen. 
Wer jetzt denkt: Na toll, ich aber keinen Baum im Garten stehen, was mach ich denn jetzt? - den kann ich beruhigen. Mittlerweile kann ich auch nicht mehr auf diesen Luxus zurück greifen. Aber auch die Früchte aus dem Bioladen eignen sich wunderbar zum Backen. Also los, besorgt euch welche - jetzt haben sie Saison!



Zutaten für eine Tarte-Form (wenn ihr ein Blech macht, multipliziert mit 1,25 - also nehmt 1 Viertel mehr):

Streusel:
120 g Mehl Type 1050
60 g gemahlene Mandeln
75 g Rohrohrzucker (z.B. Mascobado)
80 g weiche Margarine 
etwas Vanillemark

Rührteig:
130 g Vollkornmehl
100 g Hirseflocken
1 Packung Backpulver
80 g Rohrohrzucker (Mascobado)
1 Prise Vanillepulver
1 Prise Salz
130 g weiche Margarine
180 g Sojajoghurt natur

und natürlich ca. 700 g Marillen/Aprikosen
sowie ein bisschen Puderzucker

Startet zunächst mit dem Streuselteig. Dafür Mehl, Mandeln und Zucker sowie Vanille gut in einer Schüssel vermischen. Die weiche Butter dazu geben und alles durchkneten. Den Teig ein bisschen durch die Finger bröseln lassen und ab mit den Streuseln in den Kühlschrank! Dort dürfen sie mind. 1 h ruhen. 


Für den Rührteig alle Zutaten bis zum Salz der Reihe nach in einer Schüssel vermischen. Margarine und Sojajoghurt mit einem Handrührgerät dazu mixen. Schon ist der Teig fertig und kann in eine eingefettete Backform (z. B. für Tartes) oder auf ein Blech gestrichen werden. Die Marillen halbieren und den Stein entfernen, die Hälften mit der Schnittfläche nach oben gleichmäßig auf dem Teig verteilen - ruhig ein bisschen rein drücken. 
Nun kommen die Streusel zum Einsatz. Diese einfach über den Kuchen streuen und die Form bei 180 °C ca. 30 Minuten in den Ofen schieben. Die Streusel sollten leicht dunklere Farbe kriegen. 

Leider sollte der Kuchen dann noch etwas auskühlen, also Geduld, Geduld! Aber das Warten lohnt sich ... wenn ihr wollt, streut noch Puderzucker drauf, bevor ihr das erste Stück vernascht. Lasst es euch schmecken!

Dienstag, 4. Juli 2017

Sommerrollen mit Rohkost und Erdnuss-Dip

Letzte Woche war super entspannt in der Kita. Mehr als die Hälfte der Dschungelkinder war auf Kita-Fahrt und die kleineren haben natürlich die Aufmerksamkeit der Erzieher voll und ganz genossen. Dabei gab es sogar noch Sonder-Relax-Programm wie zum Beispiel einen Massage-Vormittag oder selbst gemixte Obst-Smoothies zum späten Frühstück. 
Auch für mich war das Kochen in dieser Woche super easy. Also, hab ich es endlich gewagt, einmal Sommerrollen auf den Speiseplan zu schreiben. Für mehr als 30 Leute wäre die Zubereitung ja ziemlich viel Arbeit gewesen, aber für 13 ging das locker. Zweifel hatte ich erst, ob die Kinder die Rollen aus Reispapier vielleicht total eklig finden.
Diese Sorge war unbegründet. Sie fanden das ungewöhnliche Essen toll! Es war ein bisschen wie Geschenke auspacken. (Wobei manche das "Geschenkspapier" dann links liegen ließen, nachdem der Inhalt in Form von rohköstlichen Gemüse-Sticks auf dem Teller lag). Zu den Rollen gab es noch Reis und einen Erdnuss-Dip. Genau richtig für heiße Sommertage!



Für 16 kleine Rollen:
1 mittelgroße Karotte
½ Salatgurke
½ Romana Salatherz oder etwas Eisbergsalat
½ rote oder gelbe Paprika
etwas Minze

16 runde Reispapier-Platten (ich habe einen kleineren Durchmesser von 16 cm gewählt - gibt es im Asia-Laden)
warmes Wasser

Dressing:
1 EL Leinöl
½ EL Zitronensaft
2 EL Wasser
etwas Oregano, Salz und gemahlener Koriander
eventuell ein bisschen Agavendicksaft

Erdnuss-Dip:
2 EL Erdnussmus
4 EL kochendes Wasser
½ EL Tamari Sojasauce
etwas Salz und gemahlener Kreuzkümmel

Das Gemüse waschen beziehungsweise die Karotte schälen. Dann alles in dünne ca. 4 cm lange Streifen schneiden, dabei das Innere der Gurke wegnehmen. Den Salat ebenfalls in schmale Streifen schneiden. Die Minzblätter vom Stängel abzupfen.
Für das Dressing alle Zutaten in einem kleinen Schälchen vermischen.



Einen flachen Topf oder tiefen Teller ca. 3 cm hoch mit warmem Wasser füllen. Der Durchmesser sollte größer als der der Reispapierplatten sein.
Die erste Platte hinein legen. Nach 30 Sekunden müsste sie weich sein, so wie man sich eine Qualle im Wasser vorstellt. Nehmt das Reispapier raus und legt es auf einen großen, flachen Teller, schön glatt streichen. 
Nun könnt ihr schon die nächste Platte ins warme Wasser legen.

Es geht ans Füllen der ersten Rolle: Nehmt 1-2 Minzblätter, 3-4 Paprikasticks usw. und legt sie waagrecht auf ein kleines Häufchen in der Mitte des Reispapiers. Zum Schluss den Salat darauf platzieren und 1 TL Dressing darüber träufeln. 
Das Reispapier nun von den Seiten über die Füllung klappen. Danach von unten schön drüber schlagen. Dabei könnt ihr schon die Füllung schon relativ fest drücken. Jetzt einmal alles nach oben rollen und den letzten oberen Zipfel des Papiers über die Rolle klappen. Sobald das Papier ein bisschen antrocknet, klebt es auch sehr gut. Voilà, fertig ist das erste transparente Päckchen. 

Für den Erdnuss-Dip gebt das Erdnussmus in eine kleine Schüssel, erhitzt Wasser im Wasserkocher und rührt dann nach und nach 4 EL in das Mus ein, bis sich dieses gut mit dem Wasser vermischt hat. Ein bisschen Sojasauce und Gewürze unterrühren und das war's. Viel Spaß beim Rollen und guten Appetit!