"Arme Ritter" oder vielleicht doch "Toter Pirat"


Vor ein paar Tagen fragte mich Clarinette, eines der großen Mädchen in der Kita, ob ich "toter Pirat" kenne. Hm, ich dachte an einen Charakter aus einem Kinderbuch bzw. einen Serienheld, den es in meiner Kindheit noch nicht gab. Also Kopfschütteln und Gegenfrage: Wer ist das?
Clarinette erklärte daraufhin, das sei Brot, das man dann in so eine Sauce eintunkt und in der Pfanne brät. Aha, kam mir doch irgendwie bekannt vor, aber den Namen "Toter Pirat" hatte ich dafür noch nie gehört. Aber das heißt nichts, hat dieses Gericht doch unzählige Namen wie Arme Ritter, French Toast, auf Französisch übrigens Pain Perdu (verlorenes Brot), in Österreich Pofesen und irgendwo heißt es sicher auch Toter Pirat.  
Jedenfalls war Clarinette ganz angetan davon und bat mich, das doch mal zu machen. Da ich für diese Woche sowieso noch ein Dessert ausständig hatte, konnte ich ihr diesen Wunsch recht bald erfüllen. Und nicht nur sie war glücklich sondern auch der Rest der Rasselbande.
Voilà, hier das Rezept, das ich verwendet habe ...

Tote Piraten für eine 4-köpfige Familie:


8 Scheiben Vollkorntoast vegan (es geht aber auch jedes andere, vor allem auch älteres Brot)


1 reife Banane

200 ml Haferdrink 
1 gehäufter EL Mehl
1 gehäufter EL Sojamehl
1 TL Rohrohrzucker
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz
Kokosöl

ein paar Erdbeeren

etwas Agavendicksaft sowie Vanille-Extrakt


Die Toastscheiben diagonal durch schneiden. (Wenn man sie vorher toastet, ziehen sie die Marinade schneller auf.

Die Banane schälen und in kleine Stücke brechen. In einer hohen Schüssel alle Zutaten bis auf das Kokosöl gut pürieren und ein bisschen quellen lassen.

In der Zwischenzeit die Erdbeeren in kleine Würfel schneiden und mit Agavendicksaft und Vanille vermischen. 

Die dickflüssige Marinade in einen tiefen Teller füllen. Darin nun die Toast-Dreiecke (oder Brotscheiben) von beiden Seiten ziehen lassen. Bei Toast geht es wohl schneller, altes Brot könnt ihr ruhig 1-2 Minuten ziehen lassen. Am besten macht ihr mal die Probe, indem ihr das Brot etwas zusammen drückt. Wenn es die Flüssigkeit gut aufgesogen hat, könnt ihr die Scheiben wiederum von beiden Seiten in heißem Kokosöl goldbraun rausbacken. 

Die Toten Piraten nun mit den Erdbeeren garnieren, eventuell noch etwas Ahornsirup drüber gießen und genießen!



Kommentare

  1. HAhahahaha toter Pirat? Das habe ich ja wirklich noch nie gehört und wie du schon aufgezählt hast, gibt es ja bereits eine Menge Namen.
    Klingt aber nichts desto trotz super lecker und wird abgespeichert.

    Liebst,
    Ulrike

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    1. Hallo Ulrike, ja, ich musste mir das Lachen verkneifen, als ich erraten hatte, dass die Kleine wohl Arme Ritter meint ;)
      Viel Spaß beim Ausprobieren!
      PS: Hab schon von dem neuen Projekt gelesen, das klingt super ... bin ab Mai dabei!

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