Montag, 10. April 2017

Frankreich, ich komme! Bärlauch-Baguette und Bärlauch-Hummus

Aufmerksame Leser meines Blogs wissen vielleicht, dass mich mit Frankreich zumindest meine Arbeit in einer deutsch-französischen Kita verbindet. Ich bin fünf Tage die Woche umgeben vom charmanten Akzent meiner Kollegen, wenn sie deutsch sprechen, beziehungsweise einem wohlklingenden Wortfluss, dessen Sinn sich mir nur teilweise erschließt, wenn sie oder die Kinder französisch sprechen. 
Um Land, Leute und Sprache nun endlich mal ein bisschen besser kennen zu lernen, werden die Kinder in den nächsten Wochen kulinarisch von Eltern und Catering versorgt und ich tue endlich das, wonach ich mich schon lange sehne.
Wandern, weit wandern - (nicht auf dem Lykischen Höhenweg, wie ich es noch auf Angies Frage beim Liebster Award angedacht hatte, sondern) in Südfrankreich. 
Ob es da immer so gut mit der pflanzlichen Ernährung klappt, das wird sich zeigen. Sicher ist, dass ich das ein oder andere Baguette verzehren werde. Wenn ihr euch mit mir darauf einstimmen wollt, dann hab ich hier ein leckeres und schnelles Rezept für euch abgekupfert von "Herr Grün kocht" und passend zur Jahreszeit verfeinert mit Bärlauch. Dazu gibt es noch Bärlauch-Hummus. Très delicieux!


Rezept für 1 Baguette:
125 g Dinkelmehl 630
125 g Weizenmehl 550
7 g Sauerteig-Extrakt (z.B. von Alnatura)
170 ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
½ TL Zucker
nach Geschmack einige Blätter Bärlauch, in feine Streifen geschnitten

Leider habe ich kein Baguette-Blech wie Herr Grün es verwendet. Aber wenn ihr eins habt, dann könnt ihr es schon mal bereit stellen. 

Für den Bärlauch-Hummus:
1 Glas Kichererbsen, 230 g abgetropft
2 EL Olivenöl
1 TL Tahin
Saft von ½ Zitrone
je ½ TL Salz sowie gemahlener Koriander
nach Geschmack einige Blätter Bärlauch, in feine Streifen geschnitten

Wir beginnen mit dem Baguette!
Mehl, Sauerteig-Extrakt, Salz und Zucker miteinander in einer Schüssel gut vermischen. Die Hefe ins warme Wasser zerbröckeln und mit einem Löffel umrühren. Ein paar Minuten stehen lassen und dann zur Mehlmischung hinzugeben. Alles mit einem Löffel vermischen. Dann mit der Hand auf eine bemehlte Fläche legen und ca. 5 Minuten gut durchkneten. Wenn der Teig aus zu trocken ist, etwas Wasser zufügen. Ist er zu feucht, noch etwas Mehl hinein kneten.
Dann darf der Teig zugedeckt an einem warmen Ort mindestens eine Stunde ruhen.
Nach der Gehzeit werden die Bärlauchstreifen durch nochmaliges Kneten in den Teig eingearbeitet. 

Das Ganze nun durch mehrmaliges von oben und unten Zusammenklappen und -drücken sowie Ausrollen in die typische Baguettefrom bringen und in das Baguetteblech legen bzw. auf ein Blech mit Backpapier (wenn wie bei mir kein Baguetteblech vorhanden ist).




Ein bisschen Mehl drüber stäuben, mit einem Tuch bedecken und noch einmal 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Herr Grün rät, den Ofen auf 230° C (Umluft) vorzuheizen und eine Schale mit Wasser unten in den Ofen zu stellen. Ich habe einen Gasofen und habe ihn relativ heiß eingestellt. Wer mit Gas bäckt, weiß, wie knifflig es ist, das Backwerk von unten nicht zu verbrennen, wenn man viel Hitze braucht. Also, geht nach eurer Erfahrung!
Das Baguette noch ein paar mal mit dem Messer einschneiden. Dann das Blech auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und ca. 15 Minuten backen bis es eine schöne Farbe hat. (Aufgrund der Tatsache, dass ich die Hitze dann auch wieder runter fahren musste, ist mein Baguette leider nicht so schön gebräunt wie das von Herrn Grün. Es hat aber trotzdem eine knackige Hülle und einen weichen Kern. C'est la vie!)

Während das Baguette nun auskühlt, könnt ihr für den Hummus alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut miteinander pürieren. Das war's schon. Voilà, fertig ist das Oster-Frühstück! 

Samstag, 1. April 2017

"Arme Ritter" oder vielleicht doch "Toter Pirat"

Vor ein paar Tagen fragte mich Clarinette, eines der großen Mädchen in der Kita, ob ich "toter Pirat" kenne. Hm, ich dachte an einen Charakter aus einem Kinderbuch bzw. einen Serienheld, den es in meiner Kindheit noch nicht gab. Also Kopfschütteln und Gegenfrage: Wer ist das?
Clarinette erklärte daraufhin, das sei Brot, das man dann in so eine Sauce eintunkt und in der Pfanne brät. Aha, kam mir doch irgendwie bekannt vor, aber den Namen "Toter Pirat" hatte ich dafür noch nie gehört. Aber das heißt nichts, hat dieses Gericht doch unzählige Namen wie Arme Ritter, French Toast, auf Französisch übrigens Pain Perdu (verlorenes Brot), in Österreich Pofesen und irgendwo heißt es sicher auch Toter Pirat.  
Jedenfalls war Clarinette ganz angetan davon und bat mich, das doch mal zu machen. Da ich für diese Woche sowieso noch ein Dessert ausständig hatte, konnte ich ihr diesen Wunsch recht bald erfüllen. Und nicht nur sie war glücklich sondern auch der Rest der Rasselbande.
Voilà, hier das Rezept, das ich verwendet habe ...


Tote Piraten für eine 4-köpfige Familie:


8 Scheiben Vollkorntoast vegan (es geht aber auch jedes andere, vor allem auch älteres Brot)


1 reife Banane

200 ml Haferdrink 
1 gehäufter EL Mehl
1 gehäufter EL Sojamehl
1 TL Rohrohrzucker
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz
Kokosöl

ein paar Erdbeeren

etwas Agavendicksaft sowie Vanille-Extrakt


Die Toastscheiben diagonal durch schneiden. (Wenn man sie vorher toastet, ziehen sie die Marinade schneller auf.

Die Banane schälen und in kleine Stücke brechen. In einer hohen Schüssel alle Zutaten bis auf das Kokosöl gut pürieren und ein bisschen quellen lassen.

In der Zwischenzeit die Erdbeeren in kleine Würfel schneiden und mit Agavendicksaft und Vanille vermischen. 

Die dickflüssige Marinade in einen tiefen Teller füllen. Darin nun die Toast-Dreiecke (oder Brotscheiben) von beiden Seiten ziehen lassen. Bei Toast geht es wohl schneller, altes Brot könnt ihr ruhig 1-2 Minuten ziehen lassen. Am besten macht ihr mal die Probe, indem ihr das Brot etwas zusammen drückt. Wenn es die Flüssigkeit gut aufgesogen hat, könnt ihr die Scheiben wiederum von beiden Seiten in heißem Kokosöl goldbraun rausbacken. 

Die Toten Piraten nun mit den Erdbeeren garnieren, eventuell noch etwas Ahornsirup drüber gießen und genießen!



Samstag, 25. März 2017

Spanische Tortilla (mit Aquafaba)

Seitdem ich mit Aquafaba experimentiere, ist es viel leichter Gerichte zu veganisieren, für die man viele Eier braucht. Ihr erinnert euch: das Abtropfwasser von Kichererbsen lässt sich aufschlagen wie Eischnee! Da ich ja noch nie so ein großer Eier-Fan war, fällt mir der Verzicht darauf eigentlich nicht schwer. Aber Tortilla mit Kartoffeln fand ich immer schon sehr lecker und auch den Kindern in der Kita hat das spanische Traditionsgericht super geschmeckt.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich es zuletzt vor zwei Jahren in der Kita gekocht habe. Damals fand ich den Eier- und Pfannenbedarf für das Gericht so enorm, dass ich es seither nicht mehr auf den Speiseplan geschrieben habe. Aber ich hab ein veganes Rezept für euch zuhause kreiert und ihr braucht auch nicht zwingend eine Pfanne dafür, sondern könnt die Tortilla im Ofen garen. 
Das schützt vor Unfällen. Bereitet man die Tortilla in der Pfanne zu, stellt sich ja irgendwann die Fragen, wie man das Riesen-Omlett wendet. Mein Freund hatte dann die Methode, die Pfanne mit einem großen Teller abzudecken, das Ganze zu wenden, also das Omlett auf den Teller zu stürzen und dann wieder in die Pfanne gleiten zu lassen. Zum Glück hat er das immer über der Spüle praktiziert, dann es ging einmal derart daneben, dass die ganze halbrohe Masse im Becken gelandet ist und nur noch ein paar Kartoffelstücke zu retten waren. Im selben Moment haben die ersten Gäste geklingelt, die zum Brunch geladen waren ... Oje!
Aber genug davon, hier kommt das Rezept:


Für eine große Pfanne oder Tarte-Form:
1 kg festkochende Kartoffeln

130 ml Kichererbsen-Abtropfwasser (in einer Dose dürfte sogar etwas mehr drinnen sein)
400 g Seidentofu
2 gehäufte EL Maisstärke
2 gehäufte EL Kichererbsenmehl (falls ihr das nicht zuhause habt, verwendet mehr Maisstärke)
1 TL Salz
1/2 TL gemahlener Koriander
1/4 TL Kurkuma sowie Kala Namak (falls ihr das nicht zuhause habt, lasst es weg)
Schnittlauch

Die Kartoffeln (eventuell am Vortag) in leicht gesalzenem Wasser kochen und abkühlen lassen.

Für die Ei-Masse das Kichererbsenwasser einige Minuten aufschlagen, es muss nicht ganz steif sein.
In einer größeren Schüssel den Seidentofu mit dem Handrührgerät glatt rühren. Den "Eiweißschnee" dazu rühren. Nach und nach die restlichen Zutaten unterrühren. 
Die Kartoffeln schälen, in dünne (5mm) Scheiben schneiden und vorsichtig unter die Masse heben.

Eine Tarte-Form gut mit Öl bepinseln, die Kartoffel-Masse hineinfüllen und bei 180° C ca. 30 Minuten backen. Lasst die Tortilla noch ein bisschen auskühlen und fertig ist das super leckere Gericht aus Spanien. Lasst es euch schmecken und träumt dabei vom Urlaub!


Samstag, 11. März 2017

Süßkartoffel-Toasts

Dieser Trend geistert seit einiger Zeit durch's Netz und ich wollte unbedingt einmal ausprobieren, ob das denn wirklich funktioniert - Süßkartoffelscheiben im Toaster garen und dann wie Brot belegen. Kann es so einfach sein, eine gesunde Brotzeit zu kreieren?
Ja, es kann!
Es dauert 5-10 Minuten bis die Scheiben durch sind und man kann nach Lust und Laune draufpacken, was einem schmeckt. 
In meinem Fall wollte ich die Knolle, die schon reich an Mineralien und Vitaminen ist, noch mit Eiweiß toppen und habe Aufstriche aus Erbsen und Kidneybohnen zubereitet. 


Los geht's, für eine kleine Familie braucht ihr:

2 mittelgroße Süßkartoffeln

Erbsenaufstrich:
200 g TK Erbsen, aufgetaut
Saft einer halben Orange
je 1 TL Salz und Koriander gemahlen
2 EL Cashewkerne (alternativ Sojajoghurt)
1 Klecks Senf

Kidneybohnenaufstrich:
1 Glas Kidneybohnen
1/2 rote Paprika
je 1 TL Salz und Koriander gemahlen
je eine Prise gemahlenen Bockshornklee, Piment (oder Muskatnuss) und Kreuzkümmel

dazu passt, was der Kühlschrank/Garten so her gibt: frische Sprossen, Gurke, Paprika, Tomaten, Avocado, Kresse, ...


Die Süßkartoffeln gut waschen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben in den Toaster stecken und je zweimal bei höchster Stufe toasten. Wenn sie dann noch nicht braun sind (das ist natürlich von Gerät zu Gerät unterschiedlich und ihr müsst einfach ein bisschen gucken), nochmal bei mittlerer Stufe runter drücken. Spätestens jetzt müssten sie durch sein. 

Für die Aufstriche die jeweiligen Zutaten mit einem (Stab-) Mixer pürieren.

Die "Toasts" belegen und fertig ist die Mahlzeit!

Samstag, 4. März 2017

Haselnuss-Nougat-Pancakes

Hier kommt nochmal ein super leckeres Dessert- oder auch Frühstücksrezept. Ich kenne kein Kind, dass Pancakes nicht mag. Diese Variante hier ist auch relativ gesund gestaltet. Sie enthält vollwertiges Mehl, hochwertige Fette der Haselnuss sowie einige Vitamine und Mineralstoffe. Ideal für einen Energiekick am Morgen. Probiert's doch am Sonntag gleich mal aus!


Zutaten für 12 Pancakes
fest:
160 g Vollkornmehl
60 g Haselnüsse gemahlen
3 EL (Roh-)Kakaopulver
70 g Rohrohrzucker
1/3 TL Natron
etwas Vanilleextrakt sowie Salz

flüssig:
80 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
170 ml Haselnuss-Drink (alternativ auch Soja-, Mandel- oder Haferdrink)
1 EL Ahornsirup Grad C oder Agavendicksaft

Kokosöl zum Rausbacken

Für den Guss:
2 große TL Haselnussmus
1 TL Ahornsirup Grad C oder Agavendicksaft 
1/2 TL Kakaopulver

1 Hand voll gehackte Haselnüsse
(eventuell noch frische Früchte, Birnenkompott oder gefrorene Himbeeren bereit halten)


Die festen Zutaten vermischen, die flüssigen Zutaten nach und nach mit dem Handrührgerät dazu mixen. Den zähflüssigen Teig jeweils mit einem Esslöffel in die Mitte einer erhitzten Pfanne mit etwas heißem Öl platzieren, so dass er zu einem kleinen, dicken Pfannkuchen auseinander läuft. Diesen wenden, sobald der Rand fest geworden und der Rest des Teiges kleine Blasen wirft. 
Nun noch die andere Seite kurz goldbraun backen, schon ist der erste Pancake fertig. 
Weiter geht's mit dem nächsten ...



Für den Guss das Nussmus gut mit dem Ahornsirup verrühren, die gehackten Nüsse drüber streuen und wenn ihr Lust habt noch frisches Obst, dieses Birnenkompott oder pürierte gefrorene Himbeeren dazu servieren. Schmeckt köstlich!

Donnerstag, 23. Februar 2017

Gebackener Karfiol - Blumenkohl

Ich gebe zu, ich war ein ziemlicher Gemüse-Muffel als Kind. Oje! Das einzige, was ich gern mochte, waren Kartoffeln. Meine Mama war da recht entspannt, hat Gemüse für sich selbst und meinen Papa gekocht und für uns Kinder gab's tatsächlich oft Kartoffeln als Beilage. Ab und zu hat sie aber Karfiol (österreichisch für Blumenkohl), den ich nackig verschmäht habe, in eine Panade gepackt und das hat sowas von gut geschmeckt, dass ich es heute noch gerne mache. Auch die Kinder in der Kita sind plötzlich Fans von Blumenkohl, wenn er so schön umhüllt daher kommt. 
Übrigens liefert der schöne Kohlkopf viele Vitamine, darunter vor allem Vitamin C und unterstützt damit das menschliche Immunsystem. Außerdem enthält er Mineralstoffe wie Kalium, das entwässert, und viele Ballaststoffe. Dank seiner feinen Zellstruktur ist er bekömmlicher als andere Kohlarten. Sogar Babys und Kleinkinder vertragen ihn meistens problemlos.


Zutaten für eine Familie mit 2 kleinen Kindern:
1 großer Karfiol/Blumenkohl

Panade Schale 1:
3 gehäufte EL Mehl (1050)
120-150 ml Wasser
1 EL Sojasauce Tamari
1 TL Senf
Koriander, 
etwas Salz

Panade Schale 2:
70-80 g Semmelbrösel
3 EL Sesam
etwas Salz

... sowie hocherhitzbares Öl zum Braten

Den Blumenkohl waschen und in mittelgroße Röschen teilen. Diese nun entweder in einem großen Topf mit Dünsteinsatz in wenig Wasser dünsten oder in viel Wasser kochen, bis sie bissfest sind. 
Den Topf vom Herd nehmen, gegebenenfalls das Wasser weg kippen und den Blumenkohl etwas abkühlen lassen. 

In den beiden Schälchen für die Panade die jeweiligen Zutaten gut vermischen.

Dann vorsichtig mit einer Gabel ein Röschen nach dem anderen erst in Schale 1 tauchen und danach in Schale 2 wälzen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Kohl-Teile darin von allen Seiten goldgelb raus backen. 

Dazu passen gekochte Kartoffeln oder auch Kartoffelpüree sehr gut und natürlich wie auf dem Bild ein leckerer Kräuter-"Quark" zum Dippen. (Diesen hab ich aus einer Soja-Quark-Alternative, etwas Zitronensaft, etwas Salz, ein bisschen Leinöl und gehackter Petersilie zubereitet.)

Gutes Gelingen!




Donnerstag, 16. Februar 2017

Mungbohnen-Dal nach Guru Toba

Ich muss zugeben, es ist schwierig so ein Dal - also ein typisch indisches Gericht aus Hülsenfrüchten - auf den Bildern attraktiv aussehen zu lassen. Als ich das erste Mal Mungbohnen-Dal auf dem Speiseplan stehen hatte, war ich nicht ganz sicher, ob die Kinder den grünbraunen Brei überhaupt probieren würden. Aber die meisten haben sich keineswegs vom Äußeren der Mungbohnen abschrecken sondern sich vom Duft des Dals verführen lassen und ziemlich viel davon gefuttert. Seit daher baue ich das Gericht ab und zu in den Speiseplan ein. - Viel zu selten, wie mich die leer geputzten Teller der Kleinen immer wieder lehren. 
Mungbohnen gehören zu den Hülsenfrüchten und schauen Erbsen ziemlich ähnlich. Sie sind reich an Eiweiß und Ballaststoffen, aber verursachen keine Blähungen im Vergleich zu europäischen Bohnen. Sie enthalten außerdem Vitamine und Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor.
Und wer ist jetzt Guru Toba? - Diesen Spitznamen hat mein erster Yogalehrer bekommen. Er hat hat mich auf den Geschmack von Mungbohnen gebracht, die er meistens bei Retreats oder Festen serviert hat. Das Rezept hab ich nur etwas verfeinert ;)


Für 2 kleine und 2 große Esser:

150 g Mungbohnen über Nacht in Wasser einweichen

2 Tassen Basmatireis

Kokosöl
je 1 TL Schwarze Senfsamen und Kreuzkümmel
etwas Lauch
ein kleines Stück Ingwer
4 mittelgroße Karotten
400 ml Kokosmilch
eingeweichte Mungbohnen
½ l kochendes Wasser
1 TL Garam Masala Gewürzmischung
1 TL gemahlener Koriander
je ½ TL Piment (alternativ Zimt) und Kurkuma gemahlen
1 Prise Bockshornkleesamen gemahlen
2 TL Salz
200 g TK-Spinat

Die Mungbohnen über Nacht in reichlich Wasser einweichen.

Den Reis laut Packungsanleitung mit etwas Salz garen.

Kokosöl in einen Topf geben und die Senfsamen sowie den Kreuzkümmel darin anrösten, den Lauch in Ringe und den Ingwer klein schneiden und dazu geben. Die Karotten schälen und in schmale Scheiben oder Halbmonde schneiden, ebenfalls in den Topf werfen, kurz anbraten und mit Kokosmilch aufgießen. Wenn das Ganze köchelt die Mungbohnen in ein Sieb kippen, das Einweichwasser wegleeren und in den Topf geben. Das kochend heiße Wasser zufügen, Gewürze (nur nicht das Salz!) einrühren und alles etwa 20 Minuten köcheln lassen. 
Wenn die Mungbohnen dann weich sind, rührt ihr Salz und Spinat unter. Nach 5 Minuten nehmt ihr das fertige Dal vom Herd und serviert es zu Reis oder auch indischem Fladenbrot. Lasst es euch schmecken! 

Samstag, 11. Februar 2017

Mandel-Hirse-Grießbrei

Vor kurzem habe ich ja ein Rezept mit Hirse gepostet und weil Hirse wirklich ein sehr wertvolles Getreide ist, das bei den meisten von uns wahrscheinlich viel zu selten auf den Tisch kommt, habe ich hier noch eine weitere Anregung für euch. Hirse als Dessert beziehungsweise Frühstücksalternative - schnell und einfach, schmeckt sehr gut und lädt die Energiereserven ordentlich auf. 
Ich habe ja im letzten Post schon erwähnt, dass Hirse sehr viel Eisen liefert. Allerdings lässt sich Eisen vom Körper nur aufschlüsseln, wenn wir ihm auch Vitamin C zuführen. 
Hier nun zwei leckere Varianten, wie ihr den Hirsebrei mit den wichtigen Vitaminen kombinieren könnt.


... mit frischen Orangen

... mit Birnenkompott und Ahornsirup

Hirse-Grieß-Brei für 4 Dessertschälchen (als Frühstück würde ich zumindest für Erwachsene die doppelte Menge empfehlen):

500 ml Mandelmilch ungesüßt (alternativ eine andere Pflanzenmilch)
120 g Hirsegrieß
1 Prise Vanillemark
1-2 EL Ahornsirup Grad C (alternativ Rohrohrzucker)

1 Hand voll Mandeln

dazu noch entweder 2 Orangen
oder 1 große Birne und 2 EL Ahornsirup Grad C

Die Milchalternative in einen Topf geben und die Hitze anmachen. Den Grieß zügig unterrühren, ebenso Vanille und Ahornsirup.
So lange rühren bis der Grieß eindickt und sogleich auf die Dessertschälchen verteilen.

Die Mandeln währenddessen in einer Pfanne ohne Öl rösten.

Für die Orangen-Variante:
2 Orangen schälen, in Spalten teilen und klein schneiden. Über den Grießbrei verteilen. Mandeln hacken und ebenfalls drüber streuen.

Für die Birnen-Variante:
1 Birne waschen und in kleine Stücke schneiden. Diese in einen Topf geben, 2 EL Wasser, 1 EL Ahornsirup hinzufügen und bei geringer Hitze zugdecket dünsten lassen bis das Fruchtfleisch schön weich ist. Ihr könnt natürlich eine größere Menge an Kompott (aus 5 Birnen) zubereiten und in ein Einweckglas füllen. Dieses hält sich im Kühlschrank bis zu einer Woche. 

Nun also das Kompott über den Grießbrei verteilen. Mandeln hacken und drüber streuen und wenn es noch nicht süß genug ist, auch noch ein bisschen Ahornsirup drauf leeren.

Lasst es euch schmecken!

Freitag, 3. Februar 2017

Gemüse und Sojahack mit Hirse

Hirse ist eine sehr gute Alternative zu Reis. Sie birgt soviele wertvolle Nährstoffe, dass wir ruhig öfters darauf zurück greifen sollten. In der Kita mache ich oft herzhafte Aufläufe damit. Die letzte Kombination, die sehr gut ankam, war ein Auflauf mit Sojahack, Brokkoli und Tomaten.
Den Teil mit der Auflaufform kann man sich aber sparen und das Gemüse einfach so zur Hirse servieren. 
Hirse eignet sich auch wunderbar für kleine Kinder, da sie eine fast breiige Konsistenz hat, wenn sie gar ist. 
Sie enthält neben Eisen, das wichtig für die Blutbildung und Sauerstoffversorgung ist, Calcium, Magnesium sowie viele Vitamine. Die kleinen Körner tragen auch zur Schönheit bei. Kieselsäure und Fluor stärken Nägel, Knochen und Zähne und die Vitamine sorgen für glatte Haut und glänzendes Haar. Gründe genug, um das goldene Korn öfters auf den Tisch zu bringen, was meint ihr?



Zutaten für 2 kleine und 2 große Personen:

ca. 250 g Hirse 
1 TL Salz, gemahlener Koriander und Kräuter der Provence

2 mittelgroße Möhren
1 mittelgroßer Brokkolikopf
1 Knoblauchzehe
etwas Öl
50 g Sojahackschnetzel
3 EL Tomatenmark
1 EL Sojasauce Shoyu
je 1 TL Salz, gemahlener Koriander  sowie Thymian
je 1 Prise Piment (oder Muskat), gemahlener Kreuzkümmel 
10 Cocktailtomaten, geviertelt

Mandelblättchen

Vorbereitungen:
0,5 l Wasser im Wasserkocher erhitzen
Möhren mit dem Messer in schmale Spalten hobeln
Brokkoli waschen und in Röschen teilen

Die Hirse laut Packungsanleitung mit den Gewürzen garen.

In der Zwischenzeit die Knoblauchzehe in einem Topf mit Öl pressen und anrösten. Die Möhrenschnitze zufügen und etwas von dem heißen Wasser drüber gießen und bei mittlerer Hitze dünsten lassen.
Nach 5 Minuten das Sojahackschnetzel, Tomatenmark und Sojasauce zufügen. Mit dem Rest vom Wasser aufgießen und die Gewürze einrühren.
Nach weiteren 5 Minuten die Brokkoli-Röschen in den Topf geben und weiter köcheln lassen. 
Wieder 5 Minuten später die Cocktailtomaten hinzu fügen und auf kleine Flamme drehen. Nach ein paar Minuten, wenn der Brokkoli die gewünschte Bissfestigkeit bzw. Weichheit erreicht hat, den Topf vom Herd nehmen. Hirse und Gemüse auf dem Teller anrichten und mit Mandelblättchen bestreuen. 
Guten Appetit!

Samstag, 21. Januar 2017

Kidneybohnen-Bratlinge mit Tomatensalsa

Das ist ein Gericht, das super schnell zubereitet ist, wenn man die Kidneybohnen aus dem Glas nimmt. Außerdem kommen die Bratlinge auch bei im wahrsten Sinne des Wortes "eingefleischten" Burger-Fans (einer der Erzieher-Kollegen dürfte sich jetzt angesprochen fühlen) sehr gut an. Kidneybohnen haben auch eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie Geflügel oder Fisch. Der Eiweißanteil ist ebenso hoch und liefert in Verbindung mit Getreide alle essentiellen Aminosäuren, die der Körper braucht. 
An Ballaststoffen und Antioxidantien sind Bohnen sogar noch reicher als tierische Eiweißquellen. So begünstigt der Verzehr von Bohnen die Verdauung und macht länger satt. Außerdem regt er durch das Spurenelement Molybdän die Entgiftung an. Aber jetzt genug der kompliziert auszusprechenden Nährstoffe, lasst uns mit der unkomplizierten Zubereitung der Bratlinge beginnen...


Für 16 kleine Bratlinge:
2 Gläser Kidneybohnen (Abtropfgewicht 230 g)
1 EL Sojajoghurt
ca. 120 g Haferflocken zart
1 EL Sojamehl (es geht auch Maismehl)
1 kleine Knoblauchzehe
1 TL Kapern fein geschnitten
je 1 TL Salz, gemahlenen Koriander sowie Oregano/Kräuter der Provence
1 Prise geriebene Muskatnuss

etwas Polenta bzw. gepufften Amaranth oder Haferflocken zum Ummanteln

Für die Tomatensalsa:
1 EL Olivenöl
1/4 rote Zwiebel
250 g Cocktailtomaten
2 EL Tomatenmark
je 1 Prise Salz und schwarzen Pfeffer 
sowie Kräuter der Provence

Die Kidneybohnen aus dem Glas abtropfen lassen, in eine Schüssel geben und mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Sie sollten ziemlich gut püriert sein, aber doch noch kleine Stücke enthalten.
Dazu Sojajoghurt, Flocken und Sojamehl mischen. Die Knoblauchzehe reinpressen und das Ganze mit den restlichen Zutaten gut verrühren. Die Masse ein bisschen quellen lassen.

In der Zwischenzeit kümmern wir uns um die Salsa. Die Zwiebel klein schneiden und in Öl anrösten. Vorsicht, nicht zu heiß, denn Olivenöl ist nicht hocherhitzbar!
Die halbiert und geviertelten Cocktailtomaten zu den Zwiebeln geben und kurz dünsten lassen. Dann mit Tomatenmark und einem Schuss Wasser vermischen und ein paar Minuten köcheln lassen, bis die Tomaten weich sind. Die Salsa vom Herd nehmen, mit den Gewürzen abschmecken und etwas auskühlen lassen.

Nun machen wir mit den Bratlingen weiter. Nehmt einen gehäuften Esslöffel in die angefeuchteten Hände und formt daraus Bratlinge. In der Kita habe ich sie in Polenta gewendet, da ich aber heute keine zuhause hatte, habe ich einfach gepufften Amaranth verwendet. Schmeckt auch super! Falls ihr beides nicht habt, nehmt einfach Haferflocken. 
Also, die Bratlinge in Polenta/Amaranth/Haferflocken wenden und in einer Pfanne in Bratöl von beiden Seiten goldbraun anbraten.

Schon sind die leckeren Teile fertig und ihr könnt sie mit der Tomatensalsa servieren. Zerdrückte Avocado mit Zitronensaft beträufelt schmeckt dazu auch ganz toll. Guten Appetit!



Sonntag, 8. Januar 2017

Gemüse-Päckchen

Diese gefüllten Teigtaschen gab es in der Kita schon in mehreren Kombinationen und sie kamen immer gut an. Klassisch sind z.B. Samosas mit Kartoffeln, Möhren und Erbsen sowie indischen Gewürzen als Füllung, aber auch Brokkoli und Möhren ergeben eine gute Kombi oder Kartoffeln und Spinat. 
Ich habe diesmal eine mediterrane Variante aufgetischt, obwohl jetzt nicht die Saison für Auberginen & Co ist. Aber manchmal darf man sich den Sommer auch geschmacklich auf den Teller holen, wenn er so fern scheint. Dafür habe ich die Füllung mit wärmenden Gewürzen wie Zimt, Piment und für die Erwachsenen-Variante auch mit Chili abgeschmeckt. Schön hot! Dazu gab's Salat mit saftigen Birnen und einen Joghurt-Dip. Probiert's mal aus und packt ein, was euch schmeckt!


Teig für 12 Päckchen:
330 g Dinkelmehl 1050
1 gr. Messerspitze Natron
1 Prise Salz
70 ml Sonnenblumenöl
150 ml Wasser

Füllung:
etwas erhitzbares Öl
1 Knoblauchzehe
1 kleine Aubergine (ca. 200 g)
1 kleine bzw. halbe Zucchini (ca. 120 g)
1/2 Paprikaschote gelb oder rot
4 EL Tomatenmark
5-6 kleine oder 3-4 große Champignons
1 TL Salz
1 TL gemahlenen Koriander sowie Oregano/Thymian
1/4 TL gemahlenen Zimt und/oder Piment sowie Kurkuma

zum Bestreichen:
4 EL Hafercuisine 
1 TL Tomatenmark



Die festen Zutaten vermischen. Öl und Wasser ebenfalls mischen und in das Mehl kneten. So lange bis ein homogener Teig entstanden ist. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank lagern bis er weiter verarbeitet wird.

Nun für die Füllung etwas Öl in einen Topf geben und eine Knoblauchzehe rein pressen. Die Aubergine in klitzekleine (5 mm) Würfel schneiden, ebenso die Zucchini und Paprika, sowie die Pilze.
Auberginen- und Zucchiniwürfel in den Topf geben und mit etwas Wasser aufgießen. So kann das Gemüse jetzt dünsten. Nach 5 Min. die Paprika und das Tomatenmark zufügen. 
Wenn das Gemüse weich ist, die Pilze sowie die Gewürze einrühren und den Topf nach 1 Minute vom Herd nehmen. 

Die Füllung sollte gut abkühlen, bevor ihr mit den Teigtaschen weiter macht. Jetzt im Winter braucht man den Topf nur nach Draußen zu stellen, in 30 Minuten könnt ihr weiter arbeiten. Im Sommer empfehle ich, das Gemüse schon am Vortag vorzubereiten und über Nacht in den Kühlschrank zu stellen!
Ist das Gemüse noch zu warm, wenn ihr die Teigtaschen befüllt, wird der Teig weich und löchrig. Das wollen wir vermeiden.


Nun also, zum Befüllen der Taschen. Schneidet ein Stück so groß wie eine Aprikose ab, formt eine Kugel und rollt sie mit einem Teigroller und etwas Mehl dünn und rund aus. Gebt 1 gehäuften EL von dem Gemüse in die Mitte und schließt es mit dem Teigrand ein, so wie auf dem Bild rechts.

Bestreicht die Gemüse-Päckchen mit der gut verrührten Mischung aus Hafercuisine und Tomatenmark. So werden sie außen schön braun. Dafür müssen sie jetzt bei 180° C ca. 25 Minuten in den Ofen bis sie goldbraun sind. Dazu ein Dip aus Sojajoghurt, etwas Salz, Senf und Kräutern sowie ein knackiger Salat - fertig ist die Mahlzeit! Lasst's euch schmecken!