Samstag, 29. Oktober 2016

Schoko-Kirsch Muffins

Heute gibt es hier endlich mal wieder ein süßes Rezept. In der Kita kommt häufig die Frage auf, ob denn jemand Geburtstag hat, wenn es Nachtisch gibt. Denn zum Geburtstag darf sich das glückliche Kind, das ihn feiert, etwas Süßes wünschen. Auch in meinem Freundeskreis hat heute jemand Geburtstag. Er hat leider keine Familie in Deutschland, aber er hat einen Platz gefunden, der ihn ein bisschen von seinen Sorgen ablenkt. Vor einem Jahr ist er nach Berlin geflüchtet und lebt seither in einer Notunterkunft. Diese Unterkunft ist weit davon entfernt, Menschen das Gefühl zu geben, dass sie willkommen sind. Aber wie schon erwähnt, da ist ein Platz, der Hoffnung gibt. Es ist das Begegnungscafé in der Unterkunft. Dort kann jeder hin kommen, Geflüchtete genauso wie Anwohner oder Touristen. Man kann sich dort auf Augenhöhe begegnen. Das ist der Wunsch von geflüchteten Menschen, endlich nicht mehr abgeschottet zu sein, sondern die neuen "Nachbarn" kennen zu lernen, die fremde Sprache zu üben, sich mit jemandem auszutauschen, der sich für einen interessiert, Menschen zu helfen (ja, ihr lest richtig - Flüchtlinge haben viele Fähigkeiten und möchten helfen z.B. indem sie dir dein Fahrrad reparieren, dir einen Kaffee zubereiten, mit deinen Kindern ein Puzzle bauen, während du ihn trinkst, ...). Integration kann nur funktionieren, wenn beide Seiten dafür offen sind. Möglichkeiten sich zu öffnen gibt es in jeder Stadt, mittlerweile auch in fast jedem Dorf. Schau doch einfach mal, wie du bei dir in der Nähe mit Menschen in Kontakt kommen kannst, die hier ankommen wollen! 


Zutaten für 12 Muffins:
150 g Dinkelmehl 1050
1 Pkg. Backpulver
200 g gemahlene Haselnüsse
180 g Zucker
Vanille
3 geh. EL Kakaopulver

180 g sehr weiche Margarine (Alsan)
150 g Sojade Sojajoghurt
100 g grob gehackte Zartbitterschokolade

1 Glas Sauerkirschen (360 g)
Puderzucker

In einer Rührschüssel nach und nach die festen Zutaten miteinander vermengen. Margarine, Sojajoghurt, Rum und Schokolade dann mit einem Handmixer unterrühren.
Nun je 1 EL des Teiges in ein Muffinförmchen setzen. Den Rest in der Rührschüssel mit den abgetropften Kirschen vermischen und gleichmäßig auf die Muffins verteilen.

Bei 180° C ca. 30-40 Minuten backen. Die ausgekühlten Muffins mit Puderzucker bestreuen und vernaschen.


Wenn du mehr über das Begegnungscafé wissen willst, von dem ich geschrieben habe, dann schau dir mal diese Seite an: www.thfwelcome.de

Samstag, 22. Oktober 2016

Linsen-Tarte

Keine typische Quiche sondern eine Tarte mit Linsen will ich euch heute vorstellen. Kombiniert mit verschiedenem Gemüse ergibt diese einfach gemachte Tarte ein ausgewogenes und schmackhaftes Gericht. Das Tolle daran ist, dass man es je nach Saison abwandeln kann - im Frühjahr mit grünem Spargel, im Sommer mit Auberginen, Tomaten und Zucchini, im Herbst mit Brokkoli und Möhren (so wie hier) und im Winter kann man Eingelegtes wie getrocknete Tomaten oder Oliven in die Tarte geben. Alles was schmeckt, ist möglich! 


Zutaten für den Mürbteigboden 
230 g Dinkelmehl (1050)
130 g kalte vegane Margarine (ich verwende Alsan), gewürfelt
ca. 40 ml eiskaltes Wasser
je eine Prise Salz und gemahlenen Koriander

... für den Belag:
½ rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 geraspelte Möhre
270 g rote Linsen
ca. 600 ml Wasser
3-4 EL Tomatenmark
½ Brokkolikopf (ca. 250 g)
1 gelbe Paprika
frischen Thymian
1 TL Salz und gemahlenen Koriander
½ TL gemahlenen Kreuzkümmel
etwas Pfeffer und Paprikapulver
10 Cocktailtomaten
Kürbiskerne zum Bestreuen


Für den Mürbteig alle Zutaten gut verkneten. Ich fange immer mit den Knethaken des Rührgeräts an und mach dann mit den Händen weiter, um die Margarine schön zu verteilen. Falls der Teig zu bröselig ist, noch etwas mehr Wasser rein kneten. Eine Kugel formen und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Währenddessen die Zwiebel klein schneiden und in Öl anrösten. Den Knoblauch dazu pressen. Möhrenraspel und Linsen ebenfalls dazu geben und alles verrühren. Mit kochendem Wasser aufgießen, Tomatenmark zufügen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Den Brokkoli in kleine Röschen teilen und unter die Linsen mischen. Die Paprikaschote klein würfeln und sobald die Linsen gar sind in den Topf rühren. Diesen dann vom Herd nehmen. Die Gewürze in das Linsen-Gemüse rühren und das Ganze ein bisschen abkühlen lassen.

Den Teig dünn auswalken und die eingefettete Quiche-Form damit auskleiden. Mit einer Gabel ein paar Löcher einstechen. Dann die Linsenfüllung darauf verteilen, die halbierten Cocktailtomaten gleichmäßig hinein setzen und mit den Kürbiskernen bestreuen. 

Die Form bei 180 °C ca. 30 Minuten in den Ofen schieben (bis der Teig leicht gebräunt ist) und fertig ist die Tarte! Bon Appètit! 


Montag, 17. Oktober 2016

Pellkartoffeln mit Gemüse-Senf-Ragout

Oft sind die simplen Gerichte einfach die, die am besten bei den Kindern ankommen. Das kann ich auch gut nachvollziehen. Es gab in meiner Kindheit anscheinend mal eine Phase, in der ich nur Kartoffeln essen wollte. Auf Dauer vielleicht etwas einseitig. Aber die Kartoffel liefert Vitamine und Mineralstoffe in Hülle und Fülle. Besonders Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C sowie Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen sind in der tollen Knolle enthalten. 
Kombiniert mit Karotten und Kohlrabis (ihr erinnert euch vielleicht an die "Schnitzel", die ich vor kurzem hier gepostet habe) entsteht ein leckeres saisonales Mittagsgericht. Das heimische Gemüse Kohlrabi ist aufgrund seines milden Geschmacks eine der beliebtesten Kohlsorten der Kinder. Mit Kurkuma gewürzt nimmt er schnell eine gelbliche Farbe an und ist nur noch schwer von der Kartoffel zu unterscheiden. Geschmacklich wird das Ragout noch mit Senf und Äpfeln verfeinert. Probiert das mal aus!


Zutaten für 2 kleine und 2 große Esser:

ca. 1 kg Kartoffeln (vfk oder fest kochend)

etwas Rapsöl
etwas Lauch
ein Stück Kurkumawurzel (alternativ Kurkumapulver später mit den restlichen Gewürzen)
1 Knoblauchzehe
5 mittelgroße Möhren
1-2 Kohlrabiknollen (je nach Größe)
100 ml Hafercuisine
200 ml Wasser
1-3 TL Senf (je nach Vorliebe süß mit Feigen oder Pflaumen oder scharf - es darf auch variiert werden)
je 1 TL Salz sowie gemahlener Koriander
je 1 Prise Kurkuma gemahlen und Abrieb von der Muskatnuss
Oregano oder Estragon

sowie 1 Apfel (bei mir war's ein Elstar)



Die Kartoffeln in Salzwasser garen, das Wasser dann abschütten und die Kartoffeln etwas abkühlen lassen. 


Während die Kartoffeln kochen, den Lauch in Ringe schneiden und in Öl anbraten. Die Kurkumawurzel in ganz kleine Würfel schneiden und ebenso anrösten. Die Knoblauchzehe dazu pressen. Möhren schälen oder putzen und in dünne Scheiben schneiden. Diese zum Lauch in den Topf geben und etwas Wasser drüber gießen, so dass sie dünsten können.

Nun den Kohlrabi schälen, in kleine (bis max. 1 cm) Würfel schneiden und ebenfalls in den Topf geben. Mit Hafercuisine und Wasser aufgießen, den Senf einrühren und 10 bis 15 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse bissfest ist. Salz und Gewürze zufügen und den Apfel samt Schale in dünne Spalten schneiden. Das Kerngehäuse dabei entfernen. Die Spalten nun unter das Gemüse rühren und noch 5 Minuten weiter garen. 


Jetzt müsste alles schön weich und bereit zum Servieren sein. Dafür noch die Kartoffeln pellen, auf dem Teller zerdrücken und das Senf-Ragout darüber verteilen. Guten Appetit!

Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten

Samstag, 8. Oktober 2016

Spätzle mit Linsen

Im Süddeutschland kennt dieses Gericht jedes Kind - Spätzle mit Linsen und Würstchen. Mir gefällt es, weil die kohlenhydratreichen Spätzle dank der Linsen die richtige Portion Eiweiß abbekommen. Und ohne Würstchen ist es sogleich vegan - wer möchte kann natürlich durch Soja- oder Seitan Ersatz dazu servieren. Auch Räuchertofu passt und schmeck schön herzhaft. Aber ich finde, ganz einfach ist auch lecker!


Zutaten für die Linsen für eine 4-köpfige Familie:
1 Stück Lauch
1 Knoblauchzehe
5 mittelgroße Möhren
180 g Gourmetlinsen
ca. 600 ml kochendes Wasser
1 Lorbeerblatt
1 EL Gemüsebrühe (sollte das Pulver Salz enthalten, erst zufügen, wenn die Linsen gar sind!)
je 1 TL Salz, gemahlener Koriander
etwas geriebene Muskatnuss und gemahlener Kümmel
Schnittlauch zum bestreuen

Die Spätzle laut Grundrezept zu bereiten. 

Am besten fängt man mit den Linsen an, bevor man die Spätzle in das siedende Wasser reibt oder presst. So können die dann währenddessen fertig garen. 


Den Lauch in Ringe schneiden und in einem Topf in Öl anbraten. Knoblauch dazu pressen. Möhren schälen oder gut putzen und in sehr kleine Würfel schneiden. Diese gemeinsam mit den Linsen in den Topf geben und mit kochendem Wasser aufgießen. Das Lorbeerblatt hinzufügen und alles ca. 15 Minuten vor sich hin köcheln lassen bis die Linsen weich sind. Gemüsebrühe und Gewürze hinzufügen. Lorbeerblatt entfernen und klein geschnittenen Schnittlauch einstreuen. 

Die Linsen zu den fertigen Spätzle servieren und genießen - Mahlzeit!

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Spätzle Grundrezept

Spätzle sind ein kulinarischer Klassiker aus dem Süden. Manch einer fragt sich jetzt - Eiernockerl ohne Ei, wie soll das denn gehen? Das geht wunderbar, sage ich und will euch das Rezept verraten.
Die kleinen Knöpfle wie sie auch genannt werden sind ja auch bei Kindern sehr beliebt. Leider muss ich gestehen, dass die Zubereitung aber nicht ohne Chaos in der Küche zu bewerkstelligen ist (zumindest in meinem Fall) und ich deshalb in der Kita nur alle halbe Jahre mal Spätzle koche. Aber es lohnt sich dann doch immer wieder! 
Dieses Grundrezept lässt sich mit veganem Schmelz leicht zu Käsespätzle weiter verarbeiten. Natürlich könnt ihr auch Linsen dazu essen wie im Schwabenländle oder einfach gedünstetes Gemüse bzw. eine leckere Pilzsauce oder was euch sonst so einfällt. Dann gibt es auch noch Abwandlungen des Teigs, um grüne oder rote Spätzle zu bekommen. Aber alles der Reihe nach ...


Grundrezept für 2 Kleine und 2 Große:

350 g Dinkelmehl 1050
60 g Dinkelgrieß
400 ml Wasser
1 TL Salz
1 TL gemahlener Koriander

Die Zutaten mit einem Handrührgerät zu einem homogenen Teig verarbeiten. Dieser ist ziemlich klebrig und lässt sich lang ziehen. Nun lasst ihr den Teig noch 10 Minuten quellen.

Als nächstes in einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen, salzen und den Spätzleteig portionsweise durch die Spätzlepresse (oder den -hobel bzw. über das Brett reiben) drücken. Wenn die Spätzle oben schwimmen, sind sie fertig und können abgeseiht und je nach Wunsch weiter verarbeitet werden. 

Käsespätzle zum Beispiel sammle ich gleich in einer eingefetteten Auflaufform. Auf eine Schicht Spätzle folgt 1 Hand voll veganer Käseschmelz und dann wieder Spätzle. Gerne brate ich auch dünne Lauchringe in Öl an und verteile sie auf den Spätzle. Das schmeckt dann noch ein bisschen herzhafter. 

Für die oberste Schicht "Käse" bereite ich den Schmelz in einer Pfanne vor. Ich gebe ein paar Tropfen Wasser in die erhitzte Pfanne und verteile den "Reibekäse" auf der gesamten Fläche. Bei mittlerer Hitze wird nun wirklich alles verschmelzen und bräunen. Diesen Belag gebe ich nun auf die Spätzle in der Form und schiebe sie ein paar Minuten bei 180 °C in den Ofen. Wenn es schnell gehen muss, kann man die Spätzle auch gleich mit dem Käse in einer Pfanne anbraten. 


Mmmm, lasst's euch schmecken!


Samstag, 1. Oktober 2016

Auberginen-Tomaten-Curry mit Kurkumareis

Ich lüge nicht, wenn ich hier schreibe, dass die Kinder die indischen Gerichte lieben, die ich ihnen serviere. Meine Vermutung ist, dass es am Garam Masala liegt, einer Gewürzmischung, die ein bisschen süßlich schmeckt und einfach köstlich riecht. Bevor sie nämlich überhaupt einen Bissen probiert haben, versichern sie schon: Das riecht aber lecker!
Mich freut das sehr, denn auch ich stehe auf die indische Küche - sei es ein Linsendal, Naanbrot, Mungbohnenpüree oder ein Gemüsecurry wie dieses hier - ich finde alles einfach klasse!
Dazu sind die Gewürze in den Currys richtig gesund. Kurkuma (auch Gelbwurz) zum Beispiel enthält Curcumin, das entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt. Es hemmt den Knochenabbau, leitet Schwermetalle aus dem Körper aus und senkt den Cholesterinspiegel. 
Nun aber zurück zu den Kindern. Ich versuche ja oft, sie ein bisschen auszutricksen, damit sie auch Dinge essen, die sie nicht so gern mögen. In diesem Fall habe ich die Auberginen geschält, so dass sie nicht sofort enttarnt wurden. Die meisten haben brav aufgegessen. Wenn ihr keine Auberginen-Muffel seid, solltet ihr sie dran lassen, denn sie enthält viele Antioxidantien. 


Zutaten für 2 Kleine und 2 Große:
300 g Basmatireis
1 Prise Kurkuma gemahlen
1 TL Salz

Kokosöl
1 cm Kurkumawurzel (alternativ ½ TL Kurkumapulver, aber macht dieses später erst dazu mit den restlichen Gewürzen)
1 cm Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 EL schwarze Senfsamen
4 mittelgroße Möhren
1 große oder 2 kleine Auberginen
3 EL Tomatenmark
400 ml Kokosmilch
je 1 gehäufter TL Salz und Garam Masala
1 TL gemahlener Koriander
½ TL gemahlener Kreuzkümmel
4-5 Tomaten
100 g TK-Erbsen

Den Reis in einem Topf mit doppelter Menge Wasser, Salz und Kurkuma gar kochen und zugedeckt quellen lassen.

In der Zwischenzeit Kurkuma- und Ingwerwurzel ganz klein würfeln und in Kokosöl gemeinsam mit dem ausgepressten Knoblauch und den Senfsamen anrösten. 
Die Möhren schälen, in dünne Scheiben schneiden und in den Topf geben. Ein bisschen Wasser drüber gießen und dünsten. 

Die Aubergine(n) bei Bedarf schälen, in 1 cm große Würfel schneiden und zu den Möhren werfen. Tomatenmark und Kokosmilch hinzufügen und zum Kochen bringen. Dann die Hitze runterstellen, Gewürze hinzufügen und alles 10 - 15 Minuten köcheln lassen. Die Tomaten ebenfalls in Würfel schneiden und mit den Erbsen in den Topf geben. Nun weitere 5 Minuten köcheln und den Topf dann vom Herd nehmen. Fertig ist ein köstliches Mahl. 

Loka samasta sukhino bhavantu! - Mögen alle Lebewesen glücklich und frei sein.
Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten