Freitag, 24. Juni 2016

Cranberry-Mandel-Flapjacks

Auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für meine Cousine, die bei jeder Jahreszeit und mittlerweile mit ihrem Nachwuchs oft in den Bergen unterwegs ist - entweder kletternd, auf Skiern oder per Mountainbike - bin ich in dem Buch "Das vegane Familien-Kochbuch" von Jasmin Hekmati auf diese Energie-Riegel gestoßen. Die sind genau das Richtige für Ausflüge in die Berge, aber auch für andere Outdoor-Aktivitäten. Ob am See, beim Paddeln, im Zelt oder auf der Fahrradtour - dieser Proviant sollte nicht fehlen!


Ich habe mich mengenmäßig exakt an das Rezept gehalten. Allerdings hatte ich noch getrocknete Cranberrys zuhause und habe damit die Kirschen ersetzt und anstatt Lupinenmehl hab ich gemahlene Erdmandeln verwendet. Die sind ebenfalls leicht süßlich und nicht nur ballaststoffreich, sondern sie liefern auch pflanzliches Eiweiß, viele ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffe.


meine Flockenquetsche
Dank der Flockenquetsche, die ich seit über einem Jahr mein Eigen nenne und nicht mehr missen möchte, werden Haferflocken bei mir immer ganz frisch zubereitet. Dadurch bleiben die wertvollen Nährstoffe erhalten. Bei handelsüblichen Flocken geht einiges davon beim Dämpfen, das zum haltbar machen dient, verloren. Dabei gilt Hafer als eine der gesündesten Getreidesorten. Er liefert viel hochwertiges Eiweiß (essentielle Aminosäuren), eine Menge Eisen, Magnesium und Ballaststoffe und enthält kaum Gluten. Genau die richtige Grundlage für gesunde Müsliriegel ...

Nun zum Rezept für 24 Flapjacks:    
250 g Margarine oder Kokosöl (letzteres passt geschmacklich wunderbar)
80 g getrocknete Kirschen/Cranberrys
190 g zarte Haferflocken
190 g kernige Haferflocken
60 g Lupinenmehl/gemahlene Erdmandeln
80 g Ahornsirup
100 g Vollrohrzucker
60 g gehackte Mandeln
½ TL Vanille
½ TL Zimt
½ TL Jodsalz

Den Backofen auf 150° C (Umluft) vorheizen. Ein Blech odereine Auflaufform mit Backpapier auslegen.

Margarine oder Kokosöl in einem Topf bei schwacher Hitze schmelzen. Die Kirschen (Cranberrys) vierteln und mit Haferflocken, Lupinenmehl (Erdmandeln), Ahornsirup, Zucker, Mandeln, Vanille, Zimt und Jodsalz zum flüssigen Fett geben. Alels sorgfältig verrühren und die Masse gut 2 cm dick auf das Blech streichen. Mit einem Tortenheber oder einem anderen Küchenwerkzeug festdrücken. 

Die Masse im Ofen (Mitte) 30 Minuten backen, bis die Ränder sich zartbraun färben. Das Backblech herausnehmen, die Flapjackmasse nochmals festdrücken und mindestens 2 Stunden auskühlen lassen, bis die Masse schnittfest ist. Danach mit einem scharfen Messer in etwa 24 Riegel schneiden. - Und jetzt: Action!

Mittwoch, 15. Juni 2016

Kinder-Tiramisu mit Erdbeeren nach Jasmin Hekmati

Dieses tolle Rezept habe ich aus dem Buch "Das vegane Familien-Kochbuch" von Jasmin Hekmati. Bis auf die 8 Stunden Kühlzeit, die man einplanen sollte, ist es super schnell gemacht. Die Autorin meint, man kann es auch als Dessert in Gläsern zubereiten, was ich mir auch sehr hübsch und als Highlight jeder Sommer-Party vorstelle :)
Erdbeeren sind übrigens Vitamin-C-Bomben. Man sollte sie aber unbedingt aus biologischer Landwirtschaft beziehen, da sie zu den Obst- und Gemüsesorten gehören, die durchschnittlich mehr Pestizide aufnehmen als andere.



Ich habe zwei kleine Abweichungen an dem Rezept vorgenommen, die ich empfehlen kann. Anstatt der 500 g Sojajoghurt habe ich den veganen "Quark" von Provamel verwendet. Dieser ist ziemlich neu auf dem Markt und von der Konsistenz etwas fester als Joghurt. Dafür habe ich bei der Vanillecreme (die in einem extra Rezept erklärt wird) das Rapsöl weggelassen. Es heißt zwar immer Raps- oder Sonnenblumenöl sind neutral schmeckende Ölsorten. Aber das finde ich gar nicht und für mein Geschmacksempfinden passt Raps nicht so gut zu Erdbeeren. 
Aber entscheidet selbst!

Ansonsten habe ich mich an das Rezept gehalten ...

Sahnige Vanillecreme (400 g)
300 ml Sojamilch
2 EL Zitronensaft
4 gestrichene EL Vollrohrpuderzucker
1 TL gemahlene Vanille
1 Prise Jodsalz
2 geh. TL Johannisbrotkernmehl (16 g)
(100 ml Rapsöl)

Alle Zutaten bis auf das Öl in einen Rührbecher geben und mit einem Pürierstab sorgfältig aufmixen. (Dann weitermixen und dabei das Rapsöl in einem feinen Strahl dazugießen, bis die gewünschte Festigkeit erreicht ist.)

Rezept für 12 Stück Tiramisu:
½ Bio-Zitrone
150 ml Agavendicksaft
500 g Sojajoghurt (oder veganen Quark)
1 TL gemahlene Vanille
2 gehäufte TL Johannisbrotkernmehl (16 g)
400 g sahnige Vanillecreme
750 g Erdbeeren (frisch oder TK)
12 Scheiben Vollkornzwieback (ca. 150 g)
1 TL Vollrohrpuderzucker zum Bestäuben
1 TL Kakaopulver zum Bestäuben

Außerdem:
Auflaufform ca. 20 x 30 cm

Die Zitrone heiß abwaschen und abtrocknen. Die Schale dünn abreiben und die Frucht auspressen. Zitronenschale und -saft, 90 ml Agavendicksaft, Sojajoghurt (oder "Quark"), Vanille und Johannisbrotkernmehl mit dem Pürierstab verrühren, dann unter die Vanillecreme mixen. Die Creme bis zur Verwendung kühl stellen. 

Die Erdbeeren waschen und entkelchen. TK-Früchte antauen lassen. Die Hälfte der Erdbeeren mit dem restlichen Agavendicksaft und 100 ml Wasser pürieren. Die zweite Hälfte in kleine Würfel schneiden.

In die Form nebeneinander 6 Zwiebäcke legen, die Hälfte des Erdbeerpürees darauf verteilen, mit der Hälfte der Erdbeerwürfel bestreuen und mit der Hälfte der Joghurtcreme bestreichen. Diesen Vorgang mit den restlichen Zwiebäcken und der zweiten Hälfte von Erdbeerpüree, Erdbeeren und Creme wiederholen. Das Tiramisu mindestens 8 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. 

Vollrohrpuderzucker und Kakaopulver mischen und das Tiramisu vor dem Servieren damit bestäuben. Jetzt könnt ihr genießen!

Montag, 13. Juni 2016

Das vegane Familien-Kochbuch von Jasmin Hekmati

Am Anfang jeden Monats gibt es in der Kita natürlich einen nigelnagelneuen Speiseplan. Das bedeutet für mich, dass ich mich schon zwei Wochen vorher immer wieder an den Computer setze und überlege, wie ich die kulinarische Verpflegung der Kleinen gesund und abwechslungsreich gestalten werde. Zur Inspiration lasse ich mich gerne durch die Foodblogs von Kollegen "treiben" - von einem zum nächsten - und hole mir dabei Anregungen für Gerichte, die dann auf den Plan kommen.
Dieses mal hab ich mich auch von einem Buch inspirieren lassen und zwar einem ganz tollen! "Das vegane Familien-Kochbuch" von Jasmin Hekmati, erschienen 2015 im ars vivendi Verlag.


Es wartet mit einem 130 Seiten umfassenden Rezeptteil auf - gegliedert in sechs Kategorien, als da wären:


Der perfekte Start in den Tag - Frühstücken wie ein Kaiser

Auf die Hand - Schmeckt zu Hause und unterwegs

Heiß und Knackig - Suppen und Salate

Wir haben Hunger, Hunger, Hunger! - Hauptgerichte

Für süße Zuckerschnuten - Desserts und Gebäck

Grundrezepte


Außerdem gibt es noch ein Kapitel, das die Potenziale veganer Ernährung aus ernährungswissenschaftlicher Sicht beleuchtet und im hinteren Teil des Buches eine kleine Warenkunde sowie das ABC der veganen Ernährung, in dem Vitamine und Nährstoffe erläutert werden, auf die man (nicht nur) bei veganer Ernährung besonders achten sollte.
In der Einleitung erzählt die Autorin, was sie selbst zum Umdenken gebracht hat und dass sie und ihre Familie eine Zeit der Suche und Umgewöhung hinter sich haben. Schließlich haben sie herausgefunden, welche Lebensmittel ihnen gut tun und wie eine vegane Ernährung im Alltag aussehen kann. Aber den Eltern, die unsicher sind, ob sich ihre Kinder mit rein pflanzlicher Ernährung optimal entwickeln können, empfiehlt sie, eine qualifizierte Ernährungsberatung aufzusuchen. 

Das Buch ist in einem Stil geschrieben, der voll und ganz meiner Einstellung zum Veganismus entspricht. Und es gibt wirklich viele leckere Rezepte wie z. B. Kräuterpfannküchlein mit Sesamsauce, Quinoa Goreng, gefüllte Paprika mit Belugalinsen, Moussakasagne oder das Kinder-Tiramisu mit Erdbeeren, das ich nachgemacht habe ... Falls es euch gefällt, holt euch das Buch und probiert auch den Rest aus!

Samstag, 4. Juni 2016

Cremige Linsensuppe auf türkische Art

Linsen sind aus der vegetarisch/veganen Küche als Eiweißspender nicht wegzudenken. Besonders die roten Linsen eignen sich für schnelle Gerichte, da sie in wenigen Minuten gar sind, außerdem sind sie sehr vielfältig einzusetzen. Als Herkunftsland liest man auf den Packungen im Bioladen oft Türkei. Deswegen möchte ich euch heute ein Rezept für türkische Linsensuppe - Mercimek Çorbası - vorstellen. Allerdings habe ich sie etwas cremiger zubereitet, um eine vollständige Mahlzeit für die Kinder daraus zu machen. 


Zutaten für 2 große und 2 kleine Personen
Bratöl
1 Stk. Lauch
ca. 500 g mehlige Kartoffeln
350 g rote Linsen
ca. 1,5 l Wasser zum Aufgießen
Saft von ½ Zitrone
2 EL Tomatenmark
2 TL Salz
1 TL gemahlenen Koriander
½ TL gemahlenen Kreuzkümmel
1 Prise Zimt

etwas gehackte Minze sowie Sojajoghurt zum verfeinern

4 kleinere Fladenbrote Ø 18 cm:
500 g Dinkelmehl 1050
350 ml lauwarmes Wasser
2/3 Würfel frische Hefe
je 1 Prise Salz und gemahlenen Koriander

etwas Öl und Mehl zum Formen der Fladen
sowie Schwarzkümmel zum Bestreuen

Zuerst für die Brote einen Hefeteig zubereiten. Dafür das Mehl in eine Rührschüssel geben, Salz und Koriander dazu mischen. Die Hefe im lauwarmen Wasser aufweichen und dann mit Knethaken in das Mehl einrühren. Es sollte ein geschmeidiger Teig entstehen, ev. etwas mehr Wasser einkneten. Den Teig dann an einem warmen Ort zugedeckt mindestens 1 Stunde gehen lassen.

Danach auf die Mitte eines Bogen Backpapiers etwas Olivenöl gießen. Ein Viertel des Teiges darauf platzieren und etwas Mehl drüber streuen. Mit den Händen kann man den Teig nun flach auseinander drücken. Ein wenig Wasser drauf pinseln und mit Schwarzkümmel bestreuen. Die Fladenbrote werden bei 200° C ca. 20 Min. gebacken. Wenn sie leicht aufgegangen und gebräunt sind, könnt ihr sie aus dem Backrohr holen.

Für die Suppe den Lauch in Ringe schneiden und in Öl anrösten. Die Kartoffeln schälen und in 2 cm kleine Würfel schneiden, zu dem Lauch in den Topf werfen. Die roten Linsen ebenfalls kurz mit anbraten und das Ganze dann mit kochendem Wasser aufgießen. Wenn die Linsen weich sind, den Zitronensaft und das Tomatenmark einrühren. Die Kartoffeln müssten dann auch bald gar sein. Nun kann die Suppe püriert werden. Danach kommen die Gewürze dazu und schon ist das Süppchen fertig! Ihr könnt sie mit Sojajoghurt, gehackter Minze und natürlich den frisch gebackenen Fladenbroten servieren - afiyet olsun!