Freitag, 27. Mai 2016

Zitronentarte

Meine französische Kollegin hat sich zum Geburtstag als Nachtisch einen Klassiker aus ihrem Heimatland gewünscht - Tarte au citron. Nachdem sie zwei Stück davon vernascht hatte, war ich überzeugt, dass die Tarte nicht nur mir schmeckt! 
Das erfrischende Aroma der Zitrone ist toll, vor allem in der Schale befinden sich wertvolle ätherische, duftende Öle. Aber die Südfrucht kann mehr als gut schmecken und riechen! Sie wappnet unseren Körper mit viel Vitamin C und ihren basischen Eigenschaften vor Bakterien und Viren. Außerdem spendet sie Enzyme, die die Verdauung unterstützen. Die Zitronencreme enthält normalerweise einige Eier. Für dieses Rezept habe ich natürlich auf andere Zutaten zurück gegriffen. Gut gekühlt, ist diese Tarte im Sommer ein wahrer Genuss ... 


Menge für eine Tarte-Form Ø 28 cm:

Mürbteig:
240 g Dinkelmehl 1050
50 g Rohrohrzucker
eine Prise Salz
140 g Margarine (Alsan) gewürfelt
3 EL eiskaltes Wasser (ev. etwas mehr)

Füllung:
400 g Sojajoghurt natur (Sojade)
80 g Rohrohrzucker
4 EL Maisstärke (ca. 35 g)
2 Messerspitzen Kurkuma gemahlen
etwas Vanillearoma
abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
Saft von 2 Biozitronen (ca. 80 ml)

außerdem 500 g trockene Hülsenfrüchte zum Blindbacken
Mandelblättchen und Puderzucker zur Deko

Zuerst den Mürbteig aus allen Zutaten zusammen kneten. Ich fange immer mit den Knethaken an und mach dann mit der Hand weiter, um die Butter schön zu verteilen. Falls der Teig zu bröselig ist, noch etwas mehr Wasser rein kneten. Eine Kugel formen und für mind. 30 Min. im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Füllung alle Zutaten mit dem Handrührgerät gut vermixen.

Den Teig auswalken und in die eingefettete Springform drücken. Als nächstes mit einer Gabel viele Löcher in den Teigboden stechen, damit die Luft entweichen kann und der Teig sich nicht aufbläht. Nun gibt es 2 Varianten, die Tarte zu backen. (Wenn ihr einen Umluftherd verwendet, dann wählt Variante 1. Ich habe in der Kita die zweite praktiziert, da ich dort einen Gasofen habe, bei dem die Hitze nur von unten kommt.)

Variante 1: Hier kommt über denn Teig zuerst Backpapier und darauf leert man eine Tüte getrocknete Hülsenfrüchte aus. So beschweren sie den Teigboden. Mit diesem Belag wird die Form dann 10 Min. bei 180° C in den Ofen geschoben und blind gebacken. Danach werden die Hülsenfrüchte samt Papier entfernt und die Füllung kann auf den Teig gegossen werden. Nun das Ganze nochmal 15 Min. backen, dann die Mandelblättchen am Tortenrand entlang streuen und weitere  5-10 Min. bei 160° fertig backen. Die Füllung sollte schön fest und der Teigrand leicht gebräunt sein.

Variante 2: Die Füllung sofort auf dem Teigboden gießen und die Tarte bei 180° C ca. 30 Min. backen. Nun die Mandelblättchen am Kuchenrand entlang streuen und weitere ca. 10 Minuten bei 160° C fertig backen. Die Füllung sollte schön fest und der Teigrand leicht gebräunt sein.

Am besten schmeckt die Tarte, wenn sie im Kühlschrank richtig kalt gestellt und danach, mit Puderzucker bestreut, serviert wird. 
Allerdings kann man sie auch noch leicht warm genießen, dann fühlt sich die Füllung etwas cremiger an. - Wie ihr es macht, ist dann eine Frage der Geduld ;)

Samstag, 21. Mai 2016

Spargel-Basilikum-Pfannkuchen mit Senf-Sauce

Endlich gibt es wieder Spargel aus der Region. Leider sind nicht aller Kinder Spargel-Fans. Aber diese Pfannkuchen-Wraps sind echt lecker und könnten auch kleine Banausen umstimmen. Greift also zu und probiert es aus!
Spargel besteht zu 93 % aus Wasser, enthält aber doch viele Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Kalzium. Der namengebende Eiweißbaustein Aspargin regt die Nierentätigkeit an. Somit wirkt Spargel entwässernd und entgiftend. Wenn man jedoch an Nierensteinen oder zu hohen Harnsäurewerten leidet, sollte man keinen Spargel essen!
Da es endlich richtig warm ist, habe ich zu den Pfannkuchen einen erfrischenden Salat mit Melonenstücken gemacht. Eine tolle Kombi ...

Zutaten für 10 Pfannkuchen-Wraps:
220 g Dinkelmehl 1050
15 g Dinkelgrieß
½ TL Natron
je ½ TL Salz und gemahlenen Koriander
250 ml Sojadrink
250 ml Mineralwasser mit Sprudel
Blätter von 1 Topf Basilikum, in dünne Streifen geschnitten

außerdem ca. 1 - 1,2 kg frischen Spargel
und Bratöl

Sauce:
300 g Sojajoghurt (Sojade)
3 TL Senf (mittelscharf oder süß je nach Vorliebe)
je ½ TL Salz und gemahlenen Koriander
je eine Prise Muskatnuss gerieben und Zimt

Für die Pfannkuchen Mehl, Grieß, Natron und Gewürze in einer Rührschüssel vermengen. Sojadrink und Mineralwasser abwechselnd dazu gießen und mit einem Handrührgerät sehr gut vermixen. Zum Schluss die Basilikumstreifen einrühren und den Teig 15 Min. quellen lassen. 

Währenddessen den Spargel schälen und die Enden weg schneiden. In genügend Wasser ca. 10 Min. kochen bis er weich ist. Das Wasser abgießen - wer mag, kann es trinken. Der Spargelsud ist sehr gesund und schwemmt Giftstoffe aus den Nieren.

Für die Senf-Joghurt-Sauce alle Zutaten vermischen 

Nun in einer Pfanne bei großer Hitze die Pfannkuchen in Bratöl heraus backen. Die erste Seite kann ruhig etwas blass sein. Auf diese streicht ihr dann, wenn der Pfannkuchen fertig ist, mittig einen Streifen von der Sauce, legt 2-4 Spargelstangen darauf und schlagt die Seiten darüber.
Der Teig ist durch den Grieß etwas fester und passt gut für herzhafte Pfannkuchen, finde ich. So weichen sie nicht so schnell auf. 

Na dann, genießt die Spargelzeit!
Zubereitungszeit: ca. 45 Min. 

Freitag, 13. Mai 2016

Polenta-Gemüse-Pizza

Ihr habt wieder mal Lust auf selbstgemachte Pizza, aber wenig Zeit? - Dann probiert's mal mit Polentapizza! 
Sie hat den Vorteil, dass der Teig super schnell gemacht ist und dann gleich belegt werden kann. In 40 Minuten ist eure Pizza fertig - fast so schnell wie aus dem Tiefkühlfach :) 
Ich habe für die Kinder diesmal Seitan-Salami und verschiedenes Gemüse als Belag verwendet und das kam sehr gut an. Seitan ist eine gute Alternative zu Sojaprodukten, es sei denn man reagiert allergisch auf Gluten. Der beliebte Fleischersatz besteht nämlich zum Großteil aus Weizeneiweiß - besser bekannt als Gluten. 



Zutaten für 1 Blech Polentapizza:
650 ml Wasser
230 g Polenta (es geht auch die 2-Minuten-Polenta)
½ TL Salz
½ gemahlener Koriander 
1 Prise Muskatnuss

etwas Olivenöl

für den Belag:
100 g Tomatenmark
150 ml Tomatenpassata/gestückelte Tomaten
je ½ TL Salz und Oregano sowie gemahlener Koriander
1 Prise Zimt

außerdem:
½ Zucchini
2 Champignons
1 Pkg. Vegi-Salami
2 Hand voll Babyspinat
8 Cocktailtomaten
3 EL Maiskörner

Zu Beginn ein Backblech mit Backpapier auslegen und dieses mit ganz wenig Olivenöl einpinseln. 
Für den Pizzaboden das Wasser in einem Topf erwärmen und die Polenta unter ständigem Rühren einrieseln lassen. (Das Wasser sollte noch nicht kochen, sonst klumpt der Grieß sofort!) Nun einmal aufkochen lassen, weiterhin ständig rühren bis die Polenta eingedickt ist. Den breiigen Maisgrieß nun 5 mm - 1 cm dick auf das Blech streichen und kurz auskühlen lassen.

Währenddessen die gestückelten Tomaten mit den Gewürzen in einer Schale verrühren. Nun Tomatenmark auf dem Polentaboden verteilen und die Tomatensauce darüber streichen. Zucchini und Pilze in hauchdünne Scheiben schneiden und diese flächendeckend auf die Pizza legen. Als nächstes kommen die "Salami"-Scheiben, diese gleichmäßig verteilen. Den Babyspinat in dünne streifen schneiden und als nächste Schicht verteilen, darauf dann die halbierten Cocktailtomaten platzieren und als Abschluss die Maiskörner über die Pizza streuen.

Das Blech kommt nun bei 200 °C ca. 15 Minuten in den Ofen und fertig ist die leckere Mahlzeit!  
Zubereitungszeit: 40 Min.

Donnerstag, 5. Mai 2016

Rote-Bete-Bratlinge mit Erbsenpüree

Oh ja, was für eine tolle Farbe, passt super zum Frühling! Aber nicht nur für's Auge, auch für den Gaumen sind die Bratlinge ein Highlight. Die Kinder haben übrigens nicht erraten, dass Rote Bete der Farbgeber ist. Also, kann man Rüben-Muffel damit austricksen, denn die Knollen sind reich an wichtigen Nährstoffen wie Kalium, Magnesium, Eisen und Kupfer. Rote Rüben stecken außerdem voller B-Vitamine. Für das kräftige Rot ist der Pflanzenfarbstoff Betanin zuständig. Er wird oft in Lebensmittelfarben eingesetzt. Passend zu den Bratlingen gibt es ein grünes, eiweißreiches Erbsen-Püree.



Zutaten für 16 kleine Bratlinge:

400 g gegarte und geschälte Rote Bete
160 g Haferflocken zart
etwas Lauch, klein geschnitten
70 g Tofu rosso (alternativ geht Naturtofu, dann aber noch 1 EL Tomatenmark, sowie 1/2 TL Salz und 1 TL Sojamehl extra zufügen)
2 gehäufte EL Sojamehl
1 1/2 TL gemahlenen Koriander und Kräuter der Provence
1 TL Salz
1 Prise gemahlenen Kreuzkümmel
Öl zum Braten

Für das Püree:
1 kg Kartoffeln (mehlig kochend)
200-300 g TK-Erbsen
ca. 150 ml Haferdrink
2 TL Salz
1/2 TL geriebene Muskatnuss
Schnittlauch zum Bestreuen

Die Rote Bete grob in eine Rührschüssel raspeln, Haferflocken und Lauchringe dazu geben. Den Tofu rein bröseln, das Sojamehl drüber streuen und alles sehr gut vermengen. Die Gewürze untermischen und die Masse ca. 10 Min. quellen lassen.

Nun kann man mit den Händen kleine Bratlinge formen und diese in heißem Öl von beiden Seiten anbraten.

Für das Püree die Kartoffeln schälen und in 2 cm große Stücke teilen. Diese in einem Topf mit Wasser bedecken und darin gar kochen. Von dem Wasser dann soviel abschütten, dass noch ca. die Hälfte übrig bleibt. Die Erbsen hinzufügen und alles mit einem Stabmixer pürieren. Nach und nach den Haferdrink eingießen. Die Erbsen können ruhig noch ein bisschen Biss haben und müssen nicht total püriert sein. Das Ganze mit Salz und Muskatnuss würzen und zu den Bratlingen servieren. Auf dem Teller mit etwas gehacktem Schnittlauch bestreuen und fertig ist die Mahlzeit. Guten Appetit!
Zubereitungszeit: Bratlinge ca. 30 Min., Püree ca. 40 Min.