Samstag, 17. Dezember 2016

Weihnachtliches Mousse au Chocolat

Bevor ich mich in die Weihnachtsferien verabschiede, hab ich noch ein Rezept für ein leckeres (vor-) weihnachtliches  Dessert. Es war zugleich mein zweiter Versuch, mit Aquafaba Eischnee zu ersetzen. Und es hat wieder ganz toll funktioniert. 
Also, wer gerne schön fluffiges Mousse au Chocolat schlemmt, sollte dieses Rezept auf jeden Fall ausprobieren! Natürlich kann man auch eine neutrale Variante daraus zaubern, indem man die Gewürzmischung durch eine Prise Vanille ersetzt. Ob mit oder ohne Zimt und Co, ich finde beides sehr gut. 
Genießt die Feiertage und lasst es euch gut gehen! Ihr lest von mir im neuen Jahr :)


Zutaten für 4 Gläser Mousse au Chocolat und ein bisschen Nachschlag:
200 g dunkle vegane Schokolade
200 ml Kichererbsenwasser (Abtropfwasser von 2 Dosen)
1 Packung Sahnestand
1 Spritzer Zitronensaft
50 g Rohrohrzucker
1/2 TL Lebkuchengewürz

Die Schokolade im Wasserbad zergehen lassen und zur Seite stellen. Das Abtropfwasser der Kichererbsen und den Zitronensaft mit einem Handrührgerät 2-3 Minuten aufschlagen bis die Masse fest wird. Nun das Sahnestandpulver einrieseln lassen und weiter schlagen. Als nächstes den Zucker und die Gewürze unterrühren. Nochmal 1 Minute schlagen. Dann müsste der Schnee richtig fest sein. 
Nun hebt ihr ca. ein Drittel dieser Masse mit einem Gummilöffel ganz vorsichtig unter die flüssige Schokolade. Danach das nächste Drittel. Immer schön vorsichtig rühren bis der Schnee sich mit der Schokolade vermischt hat. Mit dem letzten Drittel verfahrt ihr genauso. 
Diese Masse könnt ihr nun in Dessertgläser füllen und mindestens 4 Stunden kalt stellen. Am besten schmeckt das Mousse au Chocolat, wenn es direkt aus dem Kühlschrank serviert wird. 
Lasst es euch auf der Zunge zergehen!


Freitag, 9. Dezember 2016

Nussecken

Nussecken gehören seit jeher zu meinen Lieblings-"Keksen". Eigentlich könnte man sie auch unter dem Jahr mal backen. Aber mir fällt das nur zur Weihnachtszeit ein. Vielleicht sind sie dadurch auch ein besonderer Genuss.
Ihr müsst euch da natürlich nicht beschränken. Haut rein, wann immer ihr Lust auf die leckeren Dreiecke habt. Bringen sie doch auch eine Menge Gesundes mit sich: Durch die Nussmasse sind sie reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Haselnüsse bestehen ja zu fast zwei Drittel aus Fett. Außerdem liefern sie noch Mineralstoffe in Form von Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen.
Sie sind ein idealer Energielieferant für zwischendurch. Also, ich meine die Nüsse. Die Nussecken sind dann schon eher in Maßen zu genießen. 


Zutaten für ein Blech (ca. 32-40 Nussecken je nach Größe)

Boden:
280 g Dinkelmehl 1050
1 TL Backpulver
100 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
120 g weiche Margarine (Alsan)
ca. 100 ml Hafer- oder Sojadrink

Belag:
100 ml Wasser
150 g Rohrohrzucker - je nach Geschmack
je 1 Prise Zimt sowie Vanille gemahlen 
1 Prise Salz
120 g Margarine (Alsan)
300 g Haselnüsse oder Mandeln gemahlen
100 g Haselnüsse, Mandeln oder Walnüsse grob gehackt
1 Hand voll Mandelblättchen

100 g Zartbitterschokolade für die Deko

Für den Boden bereiten wir einen Mürbteig zu. Mehl mit Backpulver, Zucker und Salz vermischen. Die weiche Margarine mit Knethaken eines Mixers einrühren und nach und nach den veganen Drink einkneten. Wenn sich alles vom Schüsselrand löst, knetet ihr mit den Händen weiter bis ein schöner homogener Teig entsteht, der nicht mehr bröselt. Diesen Teig formt ihr zu einer Kugel, wickelt ihn in Frischhaltefolie und legt ihn mindestens 3 h in den Kühlschrank. Wer es eilig hat, kann ihn auch 20 Minuten ins Gefrierfach legen.

Danach rollt ihr den Teig dünn auf die Größe eures Backbleches aus (am besten auch schön rechteckig) und stecht mit der Gabel in regelmäßigen Abständen Luftlöcher ein.

Für die Füllung das Wasser mit dem Zucker in einem Topf vorsichtig erhitzen. Immer wieder rühren, so lange bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Ganze sollte nur kurz aufkochen. Die Margarine zufügen und schmelzen lassen. Nüsse mit Gewürzen unterrühren und zum Schluss die Mandelblättchen hinein mischen.
Den Belag nun gleichmäßig auf den Teigboden streichen und das Blech bei 180° C ca. 25 Minuten backen. Wenn der Boden goldbraun wird (das sieht man an den Rändern), könnt ihr das Blech aus dem Rohr nehmen und abkühlen lassen. 

Nun mit einem großen Messer erst längs, dann der Breite nach gleichmäßige Bahnen schneiden. So dass kleine Quadrate entstehen. Je nach gewählter Größe müssten das zwischen 16 und 20 Quadrate werden. Dann schneidet ihr diagonale Linien und schon habt ihr die gewünschten Dreiecke.

In einem Wasserbad die Schokolade schmelzen und die Ecken hinein tunken. Sobald die Schokolade wieder fest geworden ist, dürft ihr naschen! 😊

Samstag, 3. Dezember 2016

Miso-Suppe mit Reisnudeln und Gemüse

Diese wohlschmeckende Suppe stand letzten Montag auf dem Speiseplan. 
Ich hatte schon länger vor, hier ein Rezept mit Miso zu posten, da ich die Würzpaste gerne verwende, um Suppen zu veredeln. Für eine gute Miso-Suppe braucht es nicht viel - eine hochwertige Misopaste, Wasser und etwas Salz mit dem Lieblingsgemüse angereichert und schon darf man sich auf ein wunderbares Geschmackserlebnis freuen. 
Miso besteht aus Sojabohnen, Getreide wie Reis oder Gerste und Salz. Das Ganze fermentiert ein paar Jahre zu einer braunen Paste. Dabei entstehen Milchsäurebakterien und Enzyme, die sehr gesund für die Darmflora sind. Miso ist sehr bekömmlich. Nicht umsonst beginnt man den Tag in Japan traditionell mit einer Suppe.
Die fermentierte Paste enthält sehr viel hochwertiges Eiweiß, also alle neun essentiellen Aminosäuren. Außerdem noch Eisen, B-Vitamine sowie Vitamin E. 
Wer es schafft, kann diese Suppe mit Stäbchen essen. Auf die Plätze, fertig ... los!


Zutaten für einen Familien-Suppentopf:

180 g Braune Reisnudeln (z. B. von Terra Sana)

etwas Kokos- oder Sesamöl
etwas Lauch
ein kleines Stück Ingwer (optional auch Ingwer gemahlen)
2 mittelgroße Möhren
1 kleiner Brokkoli
1 l kochendes Wasser
1 Spitzpaprikaschote
1 Hand voll Sprossen nach Wahl
2 EL oder 12 cm Misopaste (ich verwende Ruschin Mugi Miso) + ½ l kochendes Wasser
1 TL Salz
½ TL gemahlener Koriander
etwas Petersilie klein geschnitten

Wir beginnen mit der Suppe. Dafür den Lauch in Ringe und das Ingwerstück in kleine Würfel schneiden und in einem Topf in etwas Öl anrösten. 
Die Möhren schälen und in ganz dünne ca. 4 cm lange Streifen schneiden. Diese zu Lauch und Ingwer geben.
Den Brokkoli waschen, in kleine Röschen teilen und ebenfalls in den Topf werfen. Mit 1l kochendem Wasser aufgießen und bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Paprika in Ringe/Streifen schneiden und gemeinsam mit den Sprossen hinzufügen. 
Die Misopaste in 0,5 l kochendem Wasser auflösen und in den Suppentopf einrühren. Mit den Gewürzen abschmecken, Petersilie zufügen und vom Herd nehmen. 

Nun die Reisbandnudeln in einem extra Topf mit kochendem Wasser ein paar Minuten garen, bis sie bissfest sind. Die Nudeln in ein Sieb kippen, auf Teller verteilen und mit Misosuppe übergießen. Fertig ist die leckere Mahlzeit. 

Tipp: Dazu passt, wie ich finde, sehr gut das "Japanische Bratfilet" von Taifun (das ist keine Werbung sondern meine eigene Meinung).
Tipp 2: Eine Misopackung hält ewig. Wenn ihr aber das Gefühl habt, ihr wollt erstmal ausprobieren, gibt es auch Miso-Brühwürfel im Naturkosthandel von "Arche" zum Beispiel.




Guten Appetit!

Samstag, 26. November 2016

Spekulatius-Kekse zum 2. Blog-Geburtstag

Es gibt etwas zu feiern! Den 2. Geburtstag meines Blogs *juhu*. Deswegen verrat ich euch heute gleich noch ein zweites Rezept. 
Letztes Jahr gab es ja diesen leckeren Schoko-Chai-Kuchen zum Naschen. Diesmal hat mich gerade das Weihnachtsbackfieber ergriffen und so lassen wir uns Spekulatius zum Tee schmecken. Das Bloggen macht nach wie vor Spaß, wenn es auch manchmal vorkommt, dass ich es nicht so regelmäßig schaffe. Liegt wohl daran, dass ich zwei Jobs und einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehe. Ich freu mich auf jeden Fall über jeden, der hier vorbei schaut, sich Anregungen holt und Beiträge kommentiert! 


Für 1 mittelgroße Keksdose voll braucht ihr:
400 g Mehl 1050
1/2 Packung Backpulver
100 g Rohrohrzucker
2 TL Lebkuchengewürz (Zimt, Anis, Nelken, Kardamom, Koriander)
1 TL Piment gemahlen
eine Prise Salz
200 g weiche Margarine
4-5 EL Haferdrink (50 ml)
60 g Marzipanrohmasse (vegan)

Mehl für die Arbeitsfläche
Mandelblättchen 

Mehl mit Backpulver in einer Schüssel vermischen. Zucker und Gewürze zufügen. Die weiche Margarine in die Schüssel geben und mit den Knethaken des Handrührgeräts anfangen alles zu verkneten. Nach und nach den Haferdrink zufügen, Marzipan in kleinen Würfeln einwerfen und kneten bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Das Ganze auf eine saubere Arbeitsfläche kippen und mit den Händen gut verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. 

Dann die Hälfte des Teiges abschneiden, dünn auswalken und mit beliebigen Formen ausstechen. In einem Teller Mandelblättchen bereitstellen und die Spekulatiuskekse von einer Seite darauflegen, so dass ein paar Blättchen kleben bleiben. Die Kekse mit der glatten Seite auf ein Backblech mit Backpapier legen und bei 180° C 8-10 Minuten backen bis sie goldbraun werden. Rausholen, abkühlen lassen und zum Tee genießen. 

Tipp: Falls ihr Keksstempel verwendet, solltet ihr den Teig trotzdem relativ dünn ausrollen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass je dicker der Teig ist, desto mehr die gestempelten Bilder verloren gehen. Logisch, dickerer Teig braucht etwas länger im Ofen und geht mehr auf. 

Haselnuss-Makronen

Eigentlich mache ich mir nicht sehr viel aus Fleisch- oder Eiersatzprodukten. Bisher habe ich auch Eischnee nicht wirklich in meiner Küche vermisst, aber jetzt, da ich eine so tolle Erfahrung mit Aquafaba gemacht habe, fallen mir immer mehr Dinge ein, die ich damit zubereiten möchte.
Aqua-was? - Aquafaba, jawohl! Aquafaba ist ein Kunstwort und bedeutet nichts anderes als "Bohnenwasser". Gemeint ist damit das Kochwasser von Bohnen oder Kichererbsen.
Ich habe in letzter Zeit immer wieder über dessen eiweißähnliche Eigenschaften gelesen und wollte jetzt endlich selbst mal damit experimentieren. Eigentlich ist es kein Wunder, dass sich das Abtropfwasser der Kichererbsen so gut aufschlagen lässt, denn es enthält sehr viele Proteine, genauso wie die Hülsenfrüchte selbst.

Passend zur Jahreszeit beginne ich meine Experimente mit leckeren Haselnussmakronen.
Das Ergebnis ist wirklich köstlich geworden - probiert es selbst!



Zutaten für ca. 30-35 Makronen:
100 ml Aquafaba (Kichererbsenwasser von 1 Dose)
1 Spritzer Zitronensaft
130 g Puderzucker fein gesiebt
1 TL Zimt
1 Prise Vanille, gemahlen
1 Prise Meersalz
280-300 g Haselnüsse, fein gemahlen
optional ca. 35 Backoblaten

Das Kichererbsenwasser mit dem Handmixer einige Minuten schlagen bis es steif wird, Zitronensaft drunter mixen und den Zucker einrieseln lassen. Ebenso die Gewürze.
Die Haselnüsse nun ganz vorsichtig unter den "Eiweißschnee" heben.



Aquafaba aufgeschlagen
Falls ihr Oblaten verwendet, die Masse nun portionsweise auf die Oblaten platzieren (ansonsten auf Backpapier) oder mit einem Spritzbeutel darauf verteilen, je eine Haselnuss auf die Spitze setzen und bei 180° C ca. 12 Minuten backen bis die Makronen leicht bräunen.


PS: Als Hauptgericht gab's übrigens indisches Kichererbsen-Curry 😉

Samstag, 5. November 2016

Süßkartoffel-Spieße mit Erdnuss-Sauce

Für den Grill sind die natürlich klasse, aber da das Wetter nun nicht mehr so ganz dazu einlädt, wurden sie diesmal im Ofen gebacken. Lecker sind sie so oder so, diese Spieße!
Die Süßkartoffel kommt bei mir häufig in der kälteren Jahreszeit auf den Tisch, obwohl sie ganzjährig zu haben ist. Sie wird aus wärmeren Gebieten (Südamerika, Karibik, Israel, Afrika) importiert, wo die "Batate" in milden, langen Sommern ideal gedeihen kann.
Die orange bis violette Farbe der Süßkartoffel entsteht durch Anthocyane und Carotinoide. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die unsere Zellen vor negativen Umwelteinflüssen schützen. Somit beugen sie Hautalterung, Krankheiten und sogar Krebs vor. Je farbintensiver, desto mehr von den gesunden Stoffen steckt in der Knolle.
Außerdem hat sie noch eine Menge Vitamine und Spurenelemente wie Kupfer, Mangan und Eisen zu bieten.
Also, spießt sie ruhig auf und genießt das Ergebnis!



Für 12 Spieße braucht ihr:
200 g Naturtofu
Marinade:
1/2 rote Zwiebel, geschält und grob zerkleinert
2 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
1 EL Shoyu Sojasauce
½ TL Senf
2 EL Wasser
1 EL Agavendicksaft
½ TL Salz
1 TL Koriander gemahlen
etwas Kreuzkümmel gemahlen 

Den Tofu bereitet ihr am besten schon am Vortag vor.
Dafür alle Zutaten für die Marinade in einer Schüssel verrühren und den Tofu 4 x längs und 5 x quer durch schneiden. So dass ihr 20 größere Würfel erhaltet. Diese dann vorsichtig unter die Marinade rühren und die Schüssel abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

...weiters braucht ihr:
1 große oder 2 mittelgroße Süßkartoffeln (500 - 600 g)
1-2 große Zweige Rosmarin, davon die Nadeln grob gehackt
3 EL Olivenöl
1 TL Salz
1 TL Koriander gemahlen
½ TL Paprikapulver edelsüß
½ TL Kreuzkümmel
1 Prise Kurkuma gemahlen
250 g Cocktailtomaten

... und 12 Schaschlickspieße

Zuerst schneidet ihr die Süßkartoffel(n) in 1½ - 2 cm große Würfel und gebt sie in eine Schüssel. Bis auf die Cocktailtomaten alle restlichen Zutaten mit den Kartoffelwürfeln vermischen. Die Würfel dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und bei 180 °C ca. 20 Minuten in den Ofen schieben. Wichtig: Immer wieder wenden!
Wenn die Süßkartoffeln relativ gar und gut gebräunt sind, nehmt ihr das Blech aus dem Ofen und gebt dir Würfel auf ein zweites Blech, damit sie rasch etwas auskühlen. Nun werden die Tofuwürfel in ein großes Sieb gekippt, so dass die Marinade abtropft (wenn ihr die noch für etwas verwenden könnt, fangt sie in einer Schüssel auf. Z.B. Salatdressing).
Den Tofu könnt ihr auf das erste Backblech geben, auf dem noch Öl der Süßkartoffeln sein müsste. Schiebt es kurz in den Ofen, so werden die Würfel schön kross.


Wenn die Süßkartoffeln eine gute Temperatur haben, dass ihr sie anfassen könnt, legt los! Spießt abwechselnd Süßkartoffeln (tendenziell etwas mehr), Tofu und Cocktailtomaten auf. Legt die Spieße dann aufs Backblech und wenn ihr alle fertig habt, kommen die auch nochmal für 5 Minuten ins Backrohr. (Oder ihr packt sie zum Grillen ein und legt sie auf den Rost.)


Zutaten für die Erdnuss-Sauce:
100 g Erdnussmus (ich hab mal Crunchy von Terra Sana genommen, mit Stückchen drinnen)
6 EL kochendes Wasser
2 TL Sojasauce (Shoyu)
1 Spritzer Zitronensaft
eine Prise Salz
½ TL Koriander gemahlen
etwas Pfeffer gemahlen

Das Erdnussmus mit dem heißen Wasser anrühren bis sich das Mus gut gelöst hat. Die restlichen Zutaten hineinrühren und fertig ist die Sauce.

Das klingt etwas aufwendig, ist es aber nicht! Vor allen Dingen können eure Kinder beim Aufspießen mithelfen. Viel Spaß! 

Samstag, 29. Oktober 2016

Schoko-Kirsch Muffins

Heute gibt es hier endlich mal wieder ein süßes Rezept. In der Kita kommt häufig die Frage auf, ob denn jemand Geburtstag hat, wenn es Nachtisch gibt. Denn zum Geburtstag darf sich das glückliche Kind, das ihn feiert, etwas Süßes wünschen. Auch in meinem Freundeskreis hat heute jemand Geburtstag. Er hat leider keine Familie in Deutschland, aber er hat einen Platz gefunden, der ihn ein bisschen von seinen Sorgen ablenkt. Vor einem Jahr ist er nach Berlin geflüchtet und lebt seither in einer Notunterkunft. Diese Unterkunft ist weit davon entfernt, Menschen das Gefühl zu geben, dass sie willkommen sind. Aber wie schon erwähnt, da ist ein Platz, der Hoffnung gibt. Es ist das Begegnungscafé in der Unterkunft. Dort kann jeder hin kommen, Geflüchtete genauso wie Anwohner oder Touristen. Man kann sich dort auf Augenhöhe begegnen. Das ist der Wunsch von geflüchteten Menschen, endlich nicht mehr abgeschottet zu sein, sondern die neuen "Nachbarn" kennen zu lernen, die fremde Sprache zu üben, sich mit jemandem auszutauschen, der sich für einen interessiert, Menschen zu helfen (ja, ihr lest richtig - Flüchtlinge haben viele Fähigkeiten und möchten helfen z.B. indem sie dir dein Fahrrad reparieren, dir einen Kaffee zubereiten, mit deinen Kindern ein Puzzle bauen, während du ihn trinkst, ...). Integration kann nur funktionieren, wenn beide Seiten dafür offen sind. Möglichkeiten sich zu öffnen gibt es in jeder Stadt, mittlerweile auch in fast jedem Dorf. Schau doch einfach mal, wie du bei dir in der Nähe mit Menschen in Kontakt kommen kannst, die hier ankommen wollen! 


Zutaten für 12 Muffins:
150 g Dinkelmehl 1050
1 Pkg. Backpulver
200 g gemahlene Haselnüsse
180 g Zucker
Vanille
3 geh. EL Kakaopulver

180 g sehr weiche Margarine (Alsan)
150 g Sojade Sojajoghurt
100 g grob gehackte Zartbitterschokolade

1 Glas Sauerkirschen (360 g)
Puderzucker

In einer Rührschüssel nach und nach die festen Zutaten miteinander vermengen. Margarine, Sojajoghurt, Rum und Schokolade dann mit einem Handmixer unterrühren.
Nun je 1 EL des Teiges in ein Muffinförmchen setzen. Den Rest in der Rührschüssel mit den abgetropften Kirschen vermischen und gleichmäßig auf die Muffins verteilen.

Bei 180° C ca. 30-40 Minuten backen. Die ausgekühlten Muffins mit Puderzucker bestreuen und vernaschen.


Wenn du mehr über das Begegnungscafé wissen willst, von dem ich geschrieben habe, dann schau dir mal diese Seite an: www.thfwelcome.de

Samstag, 22. Oktober 2016

Linsen-Tarte

Keine typische Quiche sondern eine Tarte mit Linsen will ich euch heute vorstellen. Kombiniert mit verschiedenem Gemüse ergibt diese einfach gemachte Tarte ein ausgewogenes und schmackhaftes Gericht. Das Tolle daran ist, dass man es je nach Saison abwandeln kann - im Frühjahr mit grünem Spargel, im Sommer mit Auberginen, Tomaten und Zucchini, im Herbst mit Brokkoli und Möhren (so wie hier) und im Winter kann man Eingelegtes wie getrocknete Tomaten oder Oliven in die Tarte geben. Alles was schmeckt, ist möglich! 


Zutaten für den Mürbteigboden 
230 g Dinkelmehl (1050)
130 g kalte vegane Margarine (ich verwende Alsan), gewürfelt
ca. 40 ml eiskaltes Wasser
je eine Prise Salz und gemahlenen Koriander

... für den Belag:
½ rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 geraspelte Möhre
270 g rote Linsen
ca. 600 ml Wasser
3-4 EL Tomatenmark
½ Brokkolikopf (ca. 250 g)
1 gelbe Paprika
frischen Thymian
1 TL Salz und gemahlenen Koriander
½ TL gemahlenen Kreuzkümmel
etwas Pfeffer und Paprikapulver
10 Cocktailtomaten
Kürbiskerne zum Bestreuen


Für den Mürbteig alle Zutaten gut verkneten. Ich fange immer mit den Knethaken des Rührgeräts an und mach dann mit den Händen weiter, um die Margarine schön zu verteilen. Falls der Teig zu bröselig ist, noch etwas mehr Wasser rein kneten. Eine Kugel formen und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Währenddessen die Zwiebel klein schneiden und in Öl anrösten. Den Knoblauch dazu pressen. Möhrenraspel und Linsen ebenfalls dazu geben und alles verrühren. Mit kochendem Wasser aufgießen, Tomatenmark zufügen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Den Brokkoli in kleine Röschen teilen und unter die Linsen mischen. Die Paprikaschote klein würfeln und sobald die Linsen gar sind in den Topf rühren. Diesen dann vom Herd nehmen. Die Gewürze in das Linsen-Gemüse rühren und das Ganze ein bisschen abkühlen lassen.

Den Teig dünn auswalken und die eingefettete Quiche-Form damit auskleiden. Mit einer Gabel ein paar Löcher einstechen. Dann die Linsenfüllung darauf verteilen, die halbierten Cocktailtomaten gleichmäßig hinein setzen und mit den Kürbiskernen bestreuen. 

Die Form bei 180 °C ca. 30 Minuten in den Ofen schieben (bis der Teig leicht gebräunt ist) und fertig ist die Tarte! Bon Appètit! 


Montag, 17. Oktober 2016

Pellkartoffeln mit Gemüse-Senf-Ragout

Oft sind die simplen Gerichte einfach die, die am besten bei den Kindern ankommen. Das kann ich auch gut nachvollziehen. Es gab in meiner Kindheit anscheinend mal eine Phase, in der ich nur Kartoffeln essen wollte. Auf Dauer vielleicht etwas einseitig. Aber die Kartoffel liefert Vitamine und Mineralstoffe in Hülle und Fülle. Besonders Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C sowie Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen sind in der tollen Knolle enthalten. 
Kombiniert mit Karotten und Kohlrabis (ihr erinnert euch vielleicht an die "Schnitzel", die ich vor kurzem hier gepostet habe) entsteht ein leckeres saisonales Mittagsgericht. Das heimische Gemüse Kohlrabi ist aufgrund seines milden Geschmacks eine der beliebtesten Kohlsorten der Kinder. Mit Kurkuma gewürzt nimmt er schnell eine gelbliche Farbe an und ist nur noch schwer von der Kartoffel zu unterscheiden. Geschmacklich wird das Ragout noch mit Senf und Äpfeln verfeinert. Probiert das mal aus!


Zutaten für 2 kleine und 2 große Esser:

ca. 1 kg Kartoffeln (vfk oder fest kochend)

etwas Rapsöl
etwas Lauch
ein Stück Kurkumawurzel (alternativ Kurkumapulver später mit den restlichen Gewürzen)
1 Knoblauchzehe
5 mittelgroße Möhren
1-2 Kohlrabiknollen (je nach Größe)
100 ml Hafercuisine
200 ml Wasser
1-3 TL Senf (je nach Vorliebe süß mit Feigen oder Pflaumen oder scharf - es darf auch variiert werden)
je 1 TL Salz sowie gemahlener Koriander
je 1 Prise Kurkuma gemahlen und Abrieb von der Muskatnuss
Oregano oder Estragon

sowie 1 Apfel (bei mir war's ein Elstar)



Die Kartoffeln in Salzwasser garen, das Wasser dann abschütten und die Kartoffeln etwas abkühlen lassen. 


Während die Kartoffeln kochen, den Lauch in Ringe schneiden und in Öl anbraten. Die Kurkumawurzel in ganz kleine Würfel schneiden und ebenso anrösten. Die Knoblauchzehe dazu pressen. Möhren schälen oder putzen und in dünne Scheiben schneiden. Diese zum Lauch in den Topf geben und etwas Wasser drüber gießen, so dass sie dünsten können.

Nun den Kohlrabi schälen, in kleine (bis max. 1 cm) Würfel schneiden und ebenfalls in den Topf geben. Mit Hafercuisine und Wasser aufgießen, den Senf einrühren und 10 bis 15 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse bissfest ist. Salz und Gewürze zufügen und den Apfel samt Schale in dünne Spalten schneiden. Das Kerngehäuse dabei entfernen. Die Spalten nun unter das Gemüse rühren und noch 5 Minuten weiter garen. 


Jetzt müsste alles schön weich und bereit zum Servieren sein. Dafür noch die Kartoffeln pellen, auf dem Teller zerdrücken und das Senf-Ragout darüber verteilen. Guten Appetit!

Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten

Samstag, 8. Oktober 2016

Spätzle mit Linsen

Im Süddeutschland kennt dieses Gericht jedes Kind - Spätzle mit Linsen und Würstchen. Mir gefällt es, weil die kohlenhydratreichen Spätzle dank der Linsen die richtige Portion Eiweiß abbekommen. Und ohne Würstchen ist es sogleich vegan - wer möchte kann natürlich durch Soja- oder Seitan Ersatz dazu servieren. Auch Räuchertofu passt und schmeck schön herzhaft. Aber ich finde, ganz einfach ist auch lecker!


Zutaten für die Linsen für eine 4-köpfige Familie:
1 Stück Lauch
1 Knoblauchzehe
5 mittelgroße Möhren
180 g Gourmetlinsen
ca. 600 ml kochendes Wasser
1 Lorbeerblatt
1 EL Gemüsebrühe (sollte das Pulver Salz enthalten, erst zufügen, wenn die Linsen gar sind!)
je 1 TL Salz, gemahlener Koriander
etwas geriebene Muskatnuss und gemahlener Kümmel
Schnittlauch zum bestreuen

Die Spätzle laut Grundrezept zu bereiten. 

Am besten fängt man mit den Linsen an, bevor man die Spätzle in das siedende Wasser reibt oder presst. So können die dann währenddessen fertig garen. 


Den Lauch in Ringe schneiden und in einem Topf in Öl anbraten. Knoblauch dazu pressen. Möhren schälen oder gut putzen und in sehr kleine Würfel schneiden. Diese gemeinsam mit den Linsen in den Topf geben und mit kochendem Wasser aufgießen. Das Lorbeerblatt hinzufügen und alles ca. 15 Minuten vor sich hin köcheln lassen bis die Linsen weich sind. Gemüsebrühe und Gewürze hinzufügen. Lorbeerblatt entfernen und klein geschnittenen Schnittlauch einstreuen. 

Die Linsen zu den fertigen Spätzle servieren und genießen - Mahlzeit!

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Spätzle Grundrezept

Spätzle sind ein kulinarischer Klassiker aus dem Süden. Manch einer fragt sich jetzt - Eiernockerl ohne Ei, wie soll das denn gehen? Das geht wunderbar, sage ich und will euch das Rezept verraten.
Die kleinen Knöpfle wie sie auch genannt werden sind ja auch bei Kindern sehr beliebt. Leider muss ich gestehen, dass die Zubereitung aber nicht ohne Chaos in der Küche zu bewerkstelligen ist (zumindest in meinem Fall) und ich deshalb in der Kita nur alle halbe Jahre mal Spätzle koche. Aber es lohnt sich dann doch immer wieder! 
Dieses Grundrezept lässt sich mit veganem Schmelz leicht zu Käsespätzle weiter verarbeiten. Natürlich könnt ihr auch Linsen dazu essen wie im Schwabenländle oder einfach gedünstetes Gemüse bzw. eine leckere Pilzsauce oder was euch sonst so einfällt. Dann gibt es auch noch Abwandlungen des Teigs, um grüne oder rote Spätzle zu bekommen. Aber alles der Reihe nach ...


Grundrezept für 2 Kleine und 2 Große:

350 g Dinkelmehl 1050
60 g Dinkelgrieß
400 ml Wasser
1 TL Salz
1 TL gemahlener Koriander

Die Zutaten mit einem Handrührgerät zu einem homogenen Teig verarbeiten. Dieser ist ziemlich klebrig und lässt sich lang ziehen. Nun lasst ihr den Teig noch 10 Minuten quellen.

Als nächstes in einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen, salzen und den Spätzleteig portionsweise durch die Spätzlepresse (oder den -hobel bzw. über das Brett reiben) drücken. Wenn die Spätzle oben schwimmen, sind sie fertig und können abgeseiht und je nach Wunsch weiter verarbeitet werden. 

Käsespätzle zum Beispiel sammle ich gleich in einer eingefetteten Auflaufform. Auf eine Schicht Spätzle folgt 1 Hand voll veganer Käseschmelz und dann wieder Spätzle. Gerne brate ich auch dünne Lauchringe in Öl an und verteile sie auf den Spätzle. Das schmeckt dann noch ein bisschen herzhafter. 

Für die oberste Schicht "Käse" bereite ich den Schmelz in einer Pfanne vor. Ich gebe ein paar Tropfen Wasser in die erhitzte Pfanne und verteile den "Reibekäse" auf der gesamten Fläche. Bei mittlerer Hitze wird nun wirklich alles verschmelzen und bräunen. Diesen Belag gebe ich nun auf die Spätzle in der Form und schiebe sie ein paar Minuten bei 180 °C in den Ofen. Wenn es schnell gehen muss, kann man die Spätzle auch gleich mit dem Käse in einer Pfanne anbraten. 


Mmmm, lasst's euch schmecken!


Samstag, 1. Oktober 2016

Auberginen-Tomaten-Curry mit Kurkumareis

Ich lüge nicht, wenn ich hier schreibe, dass die Kinder die indischen Gerichte lieben, die ich ihnen serviere. Meine Vermutung ist, dass es am Garam Masala liegt, einer Gewürzmischung, die ein bisschen süßlich schmeckt und einfach köstlich riecht. Bevor sie nämlich überhaupt einen Bissen probiert haben, versichern sie schon: Das riecht aber lecker!
Mich freut das sehr, denn auch ich stehe auf die indische Küche - sei es ein Linsendal, Naanbrot, Mungbohnenpüree oder ein Gemüsecurry wie dieses hier - ich finde alles einfach klasse!
Dazu sind die Gewürze in den Currys richtig gesund. Kurkuma (auch Gelbwurz) zum Beispiel enthält Curcumin, das entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt. Es hemmt den Knochenabbau, leitet Schwermetalle aus dem Körper aus und senkt den Cholesterinspiegel. 
Nun aber zurück zu den Kindern. Ich versuche ja oft, sie ein bisschen auszutricksen, damit sie auch Dinge essen, die sie nicht so gern mögen. In diesem Fall habe ich die Auberginen geschält, so dass sie nicht sofort enttarnt wurden. Die meisten haben brav aufgegessen. Wenn ihr keine Auberginen-Muffel seid, solltet ihr sie dran lassen, denn sie enthält viele Antioxidantien. 


Zutaten für 2 Kleine und 2 Große:
300 g Basmatireis
1 Prise Kurkuma gemahlen
1 TL Salz

Kokosöl
1 cm Kurkumawurzel (alternativ ½ TL Kurkumapulver, aber macht dieses später erst dazu mit den restlichen Gewürzen)
1 cm Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 EL schwarze Senfsamen
4 mittelgroße Möhren
1 große oder 2 kleine Auberginen
3 EL Tomatenmark
400 ml Kokosmilch
je 1 gehäufter TL Salz und Garam Masala
1 TL gemahlener Koriander
½ TL gemahlener Kreuzkümmel
4-5 Tomaten
100 g TK-Erbsen

Den Reis in einem Topf mit doppelter Menge Wasser, Salz und Kurkuma gar kochen und zugedeckt quellen lassen.

In der Zwischenzeit Kurkuma- und Ingwerwurzel ganz klein würfeln und in Kokosöl gemeinsam mit dem ausgepressten Knoblauch und den Senfsamen anrösten. 
Die Möhren schälen, in dünne Scheiben schneiden und in den Topf geben. Ein bisschen Wasser drüber gießen und dünsten. 

Die Aubergine(n) bei Bedarf schälen, in 1 cm große Würfel schneiden und zu den Möhren werfen. Tomatenmark und Kokosmilch hinzufügen und zum Kochen bringen. Dann die Hitze runterstellen, Gewürze hinzufügen und alles 10 - 15 Minuten köcheln lassen. Die Tomaten ebenfalls in Würfel schneiden und mit den Erbsen in den Topf geben. Nun weitere 5 Minuten köcheln und den Topf dann vom Herd nehmen. Fertig ist ein köstliches Mahl. 

Loka samasta sukhino bhavantu! - Mögen alle Lebewesen glücklich und frei sein.
Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten