Donnerstag, 30. April 2015

Rhabarber-Erdbeer-"Cheesecake"

Rhabarber ist ein heimisches Gemüse, das von April bis Juni geerntet wird. Es enthält viel Gutes wie die Mineralstoffe Kalium, Eisen und Phosphor, Vitamin C und Ballaststoffe. Der saure Geschmack kommt unter anderem von der Oxalsäure, die in großen Mengen bedenklich für den Körper ist. Deshalb sollte man Rhabarber immer kochen und das Kochwasser wegkippen, da die Säure darin gelöst wird. Die roten Stiele enthalten weniger Säure als die grünen. Niemlas die Blätter essen! - Wie so oft gilt also: Rhabarber in Maßen und nicht in Massen genießen.


Menge für 26-28 cm Springform (Höhe variiert dann):

Mürbteig:
240 g Dinkelmehl Vollkorn
100 g gem. Nüsse oder Mandeln
50 g Rohrohrzucker
180 g Margarine (Alsan) gewürfelt
2 EL Wasser

Füllung:
600 g Seidentofu
1 Packung Kokoscreme (Morgenland)
120 g Rohrohrzucker
2 gehäufte EL Maisstärke
Mark einer Vanilleschote, alternativ Vanillepulver
etwas geriebene Zitronenschale oder Saft ½ Zitrone

Topping:
3 Rhabarber-Stiele
250 g Erdbeeren
Wasser zum Kochen
6 EL Agavendicksaft
4 EL Wasser
3 geh. TL Maisstärke
ev. ein paar Blätter frische Minze

Zuerst den Mürbteig aus allen Zutaten zusammen kneten. Ich fange immer mit den Knethaken an und mach dann mit der Hand weiter, um die Butter schön zu verteilen. Falls der Teig zu bröselig ist, noch etwas mehr Wasser rein kneten. Eine Kugel formen und für mind. 30 Min. in den Kühlschrank legen.

Für die Füllung zuerst die Kokoscreme bei geringer Hitze schmelzen. Die Hälfte des fettigen Anteil reicht, die andere Hälfte kann man zum Kochen verwenden. Von der Creme kann man nach Belieben die Hälfte bis hin zum ganzen Stück nehmen. Vorsicht, dass sie nicht anbrennt. Den Seidentofu abtropfen lassen und in eine Schüssel geben. Mit der Kokoscreme und den restlichen Zutaten vermixen bis alles schön cremig ist.

Den Teig auswalken und in die Springform drücken.

Die Füllung darauf verteilen, es sollte noch mind. 1 cm Teigrand überstehen. Den Kuchen bei 180° ca. 40 Min. backen bis er goldgelb ist. Danach etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit Rhabarber und Erdbeeren klein schneiden und mit Wasser in einem Topf auf mittlerer Flamme köcheln lassen. Wenn der Rhabarber beginnt sich aufzulösen, das Kochwasser wegkippen/abseihen. (Dadurch wird der Oxalsäuregehalt verringert.) Nun nochmals mit 100 ml Wasser und dem Agavendicksaft aufgießen und wieder zum Kochen bringen. Die Fruchtstücke mit einer Gabel zerdrücken. 4 EL kaltes Wasser mit Maisstärke mischen und zügig in das Kompott rühren, es sollte nun zähflüssig werden. Die Fruchtmasse löffelweise auf den Cheesecake verteilen und dann 2 h oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Gutes Gelingen!

Tipp: Anstatt Rhabarber kann man auch alle Arten von Beeren (ca. 250 g) verwenden. - Am 2. Tag schmeckt der Kuchen fast noch besser :)

Sonntag, 26. April 2015

Flammkuchen mit Spargel, Lauch und Paprika

Im Frühjahr kommen die Spargelknospen aus dem Boden und viele können es kaum erwarten bis es wieder soweit ist. Der Spargel besitzt viele wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Zink, Mangan und blutbildendes Eisen. Er ist auch sehr vitaminreich, besonders Vitamin C und E, aber auch viele B-Vitamine weist er auf. Der grüne Spargel liegt hier vor dem weißen. Seinen typischen Geschmack erhält der Spargel durch ätherischen Öle und die Asparaginsäure. Diese wirkt stark entschlackend und schwemmt Ammoniak aus dem Körper aus.


Teig für 2 große Bleche:
500 g Dinkelmehl 1050
2 TL Trockenhefe
2 TL gem. Koriander
1 TL Salz
240 ml lauwarmes Wasser
1-2 EL Olivenöl

Sauce:
400 g Seidentofu
2 TL Salz
2 TL abgeriebene Zitronenschale
2 TL gem. Koriander
Muskatnuss

Belag:
Kokosöl
1 kl. Lauch
500 g grüner Spargel
1 kl. rote Paprikaschote
ev. veganen Reibekäse
Rosmarin oder Oregano zum Bestreuen

Für den Teig Mehl mit Hefe und Gewürzen vermischen und mit den Knethaken des Handmixers das Wasser einkneten. Dann erst das Öl dazu geben und nochmals gut kneten, so dass ein glatter Teig entsteht. Bei Bedarf etwas mehr Wasser oder Mehl hinzufügen.
Den Teig zugedeckt mind. 1 h an einem warmen Ort gehen lassen.

In der Zwischenzeit die unteren Enden vom Spargel wegschneiden und die Stangen in leicht gesalzenem Wasser dünsten bis sie weich sind. Das Wasser abschütten. Tipp: Spargelsud kann auch getrunken werden, er wirkt entwässernd und hilft so, Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen. Allerdings sollte dann das Kochwasser nicht gesalzen werden!
Den Lauch in Ringe schneiden und in Kokosöl glasig anbraten.

Für die Sauce den Seidentofu abtropfen lassen und mit den restlichen Zutaten gut mixen.

Den Teig nochmal mit den Händen kneten, etwas Mehl zufügen, damit er wieder schön glatt wird, in zwei Teile stückeln und diese jeweils auf einem bemehlten Backpapier sehr dünn auswalken.
Auf beide Teigböden die Sauce verteilen, Lauch und Spargelstangen drauflegen, die Paprika in Streifen schneiden und ebenfalls darüber streuen. Wer gerne Käseersatz isst, kann nun noch ein bisschen Reibekäse über das Gemüse verteilen. Rosmarin oder Oregano über den gesamten Flammkuchen rieseln lassen und bei 200° C ca. 20 Min. backen.
Genießt die Spargelzeit!
Zubereitungszeit: 1 h 45 Min mit Ruhezeit

Freitag, 17. April 2015

Erbsen-Pfannkuchen mit Kresse-Dip und Salat

Die erste Woche nach Ostern ist rum und für mein Blog gibt es wieder ein Gericht, das den Kindern sehr gut geschmeckt hat. Diese Erbsenpfannkuchen lassen sich beliebig variieren.
Erbsen galten früher als Delikatesse. Sie haben zwischen Juni und September Saison. In anderen Monaten sind tiefgekühlte Erbsen eine gute Alternative. Durch das Schockfrosten bleiben viele Nährstoffe (Kalium, Phosphor, Zink und Eisen) erhalten. Man sollte sie allerdings vor dem Verzehr nur kurz erhitzen um diesen Vorteil auszunutzen. Zu den süßlich schmeckenden Erbsen passt würzige Kresse sehr gut. Man kann sie wunderbar selber ziehen. Gartenkresse ist eine starke Heilpflanze, unterstützt z.B. die Entgiftung, reguliert die Verdauung, wirkt bei Erkältungen schleimlösend und wenn man die Samen kaut, hilft das bei Husten und Halsschmerzen. Die Samen fördern auch die Heilung von Knochenbrüchen. Wer hätte das den kleinen Keimen zugetraut ... 





















Für ca. 15 Pfannkuchen:
300 g Dinkelmehl Vollkorn
2 TL Backpulver
1 TL Natron
2 TL gem. Koriander
1 ½ TL Salz
1 Prise Muskatnuss
230 ml Haferdrink
170 ml Sprudelwasser
150 g Erbsen (TK)
hocherhitzbares Öl (zB. Kokos- oder Bratöl)

Für den Dip:
400 g Sojade Joghurt
1 TL Salz
½ TL gem. Koriander
Saft ¼ Zitrone
1 Spritzer Agavendicksaft
1 Schälchen Kresse

Für den Salat:
1 Gurke
2 Tomaten
1 rote Paprika
Saft ½ Zitrone
1 Spritzer Apfelessig
3 EL Oliven- oder Sonnenblumenöl
3 EL Wasser
1 TL Salz
1 TL gem. Koriander
1 TL Oregano

Für die Pfannkuchen die Erbsen antauen lassen. Mehl, Backpulver, Natron und Gewürze in einer Rührschüssel gut vermischen. Haferdrink und Wasser nach und nach dazu gießen und mit einem Handmixer einrühren, so dass ein glatter Teig entsteht. Diesen ein paar Minuten quellen lassen. Die Erbsen unter mischen und dann in Öl zu kleinen Pfannkuchen ausbacken.

Für den Dip alle Zutaten miteinander verrühren. Die Kresse abschneiden und einrühren bzw. einen Teil als Deko über die Pfannkuchen streuen.

Für den Salat Gurke halbieren, der Länge nach in 5-6 Streifen schneiden und dann klein würfeln. Ebenso die Tomaten und Paprika. Für das Dressing die restlichen Zutaten vermischen und über das Salatgemüse gießen.

Zubereitungszeit: ca. 45 Min.

Donnerstag, 2. April 2015

Nudelnester mit Spinat und Paprika

Das Osterfest findet dieses Jahr in der Kita erst nach den Ferien statt. Hier aber schon mal ein leckeres Menü für die Feiertage ... Frohe Ostern!


Zutaten für 12 Nester:
ca. 280 g Tagliatelle oder Linguine
Kokosöl
etwas Lauch
½ rote Paprika
ca. 150 g frischen Spinat
400 g Seidentofu
100 ml Wasser
1 geh. EL Maisstärke
3 TL Salz
1 TL gem. Korinader
etwas Muskatnuss sowie Pfeffer
6 getrocknete Tomaten
ca. 50 g veganen Käse (ich verwende gerne den Reibekäse von Violife „smoked flavour“, er schmilzt relativ gut und schmeckt rauchig, man kann aber auch die Scheiben von Violife reiben. Wenn man von der vollen Packung einen Keil abschneidet, funktioniert das sehr gut)

Die Nudeln in Salzwasser aldente Kochen.

Währenddessen in einem Topf Öl erhitzen, den in Ringe geschnittenen Lauch anbraten. Die Paprika in sehr feine Streifen schneiden und dazu geben. Etwas Wasser drüber gießen und ein paar Min. dünsten lassen. Den Spinat in 1 cm dicke Streifen schneiden und zur Paprika in den Topf geben. Diesen dann vom Herd nehmen, sobald der Spinat zusammen fällt. Er sollte noch etwas knackig bleiben.

Nun den Seidentofu mit Wasser, Maisstärke und Gewürzen gut mixen. Den Käse reiben, die getr. Tomaten in feine Stücke schneiden und beides unter die flüssige Masse rühren.

Die Nudeln, wenn sie abgesiebt sind, in den Topf mit dem Gemüse geben. Ca. ¾ der Seidentofu-Masse darüber gießen und gut vermengen. In das restliche Viertel den geriebenen Käse unterrühren.
Die Nudeln mit Sauce nun in Muffinförmchen füllen. Über einige oder alle Nester noch die Käse-Sauce geben (je nach Geschmack) und bei 180° C ca. 15 Min im Ofen backen.




Tipp: Spinatmuffel können auch Zucchini oder Oliven verwenden. Ein frischer Salat passt wunderbar zu diesem Gericht.

Zubereitungszeit: ca. 50 Min.