Montag, 14. Dezember 2015

Amaranth-Zitmsterne und Vanillekipferl

In der Weihnachtsbäckerei ... diesmal waren die Klassiker an der Reihe und sie schmecken jedes Jahr wieder klasse!
Bei den Zimtsternen habe ich einen Teil der Nüsse durch gepufften Amaranth ersetzt. Dieser gilt als Eiweiss-Bombe und liefert sämtliche essentielle Aminosäuren. Besonders die Aminosäure Lysin, die in anderen Getreidesorten kaum vorkommt. Lysin ist für gesunde Haut und starke Knochen zuständig. Ansonsten bergen die kleinen Körnchen noch eine Fülle an B-Vitaminen und Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Kalzium.
Für die Vanillekipferl empfehle ich unbedingt echte Vanille zu verwenden. Da bei Vanille die Nachfrage die Ernte der Schote weit übersteigt, wird der Aromastoff Vanillin zum Großteil synthetisch hergestellt. Im Biohandel gibt es Vanillepulver oder auch die Schoten zu kaufen, aus denen man Vanillezucker selbst herstellen kann. Vanille wirkt auf den Körper stimmungsaufhellend und beruhigt die Nerven.



Zutaten für 1 großes Blech Sterne (oder andere Formen)
120 g Rohrohrzucker
2 TL gem. Zimt
4 EL Wasser
1 EL Zitronensaft
100 g gem. Mandeln
200 g gem. Haselnüsse
7 EL Amaranth gepufft (ca. 35-40 g)
abgeriebene Schale ½ Zitrone

Guss:
3 EL gesiebten Puderzucker
ein paar Spritzer Zitronensaft

Schokoglasur:
70 g vegane Schokolade (bei mir Reiskuvertüre)etwas Kokosfett

So, da ich leider vergessen hatte, Puderzucker zu kaufen und die Packung dann fast leer war, habe ich dieses Jahr die Zimtsterne mit "normalem" Zucker gemacht und siehe da, es hat auch funktioniert. Man mischt also alle Zutaten zu einem Teig zusammen, formt eine etwas klebrige Kugel, wickelt diese in Frischhaltefolie und damit sie beim Ausrollen nicht mehr ganz so klebt, kommt sie erstmal für 30 Min. ins Tiefkühlfach.

Nun kann man den Teig zwischen 2 Blättern Backpapier 2-3 mm dick auswalken und Sterne (oder was auch immer ihr für Förmchen habt) ausstechen. Das wiederholt man, bis kein Teig mehr da und das Backblech voll mit schönen Keksen ist. 
Diese werden bei 200° C nur 5-6 Min. gebacken bis die Ränder goldbraun werden.

Wenn die Kekse etwas ausgekühlt sind, kann man sie beliebig verzieren. Klassisch ist ein Zuckerguss (Zutaten einfach vermischen), aber auch Schokoglasur (Zutaten über dem Wasserbad schmelzen lassen) oder Marzipan (dünn auswalken, Förmchen ausstechen und vorsichtig auf den Keks drücken) sind eine gute Kombi.


Nun zu den Vanillekipferl *mmm*

Zutaten für 1 großes Blech (ca. 50 Stück):
300 g Dinkelmehl 1050
90 g Rohrohrzucker
120 g gem. Haselnüsse
Vanillemark aus einer Schote
etwas Salz
200 g Margarine (Alsan), gewürfelt
1-2 EL Sojamilch

Zuckermantel:
3 EL Rohrohrzucker
2 EL Puderzucker
½ TL Vanillepulver

Alle festen Zutaten in einer Schüssel vermischen, die Margarinewürfel zufügen und mit den Knethaken des Handmixers gut kneten. Die Sojamilch rein gießen und zum Schluss mit den Händen alles zu einem Teig verkneten. Diesen zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für ca. 1 h in den Kühlschrank stellen.

Den Teig danach dritteln und jeden Teil zu einer Rolle formen. Von dieser kleine Scheiben abschneiden und daraus die Kipferl formen. Diese auf einem Backblech bei 180° C ca. 15 Min. backen bis die Enden goldbraun werden.

Die Kipferl nur kurz abkühlen lassen und dann gleich eins nach dem anderen in der Zuckermischung für den Mantel (alle Zutaten in einer kleinen Schüssel vermischen) wenden.
Danach ganz auskühlen lassen und bis zum Verzehr in einer Dose lagern.

Freitag, 11. Dezember 2015

Lebkuchen-Cookies und Dinkel-Vollkorn-Zimtknoten

Letztes Wochenende habe ich den Versuch unternommen, vollwertige Weihnachtsleckereien zu backen. Auf der Suche nach einem veganen Lebkuchenrezept bin ich auf dieses hier gestoßen und habe mich bis auf kleine Änderungen, da ich nicht alle Zutaten zuhause hatte, daran gehalten. Herausgekommen sind leckere Cookies, die an Lebkuchen erinnern und ruhig ein paar Tage liegen können. Sie werden immer besser.
Außerdem habe ich Zimtknoten, die es in der Kita kürzlich als Nachtisch gab, diesmal mit Vollkornmehl ausprobiert. Sagt selbst, wie sie euch schecken ...





















Zutaten für 9 Cookies:
100 g Apfelmark
120 g Agavendicksaft
1 reife Banane, gut zerdrückt
1 Prise Salz
abgeriebene Schale 1/2 Orange
100 g gehackte Mandeln
150 g Dinkelmehl Vollkorn + 1 TL Backpulver
50 g gemahlene Haselnüsse
3 TL Kakaopulver
2 TL Zimt
6-8 Nelken klein gemörsert
1/2 TL Ingwer gemahlen
1 Prise Kardamom und Muskat gemahlen

ein paar Mandeln zur Deko
ev. Oblaten

Alle Zutaten der Reihe nach in einer Schüssel miteinander vermengen. Da ich keine Oblaten zuhause hatte, habe ich den Teig direkt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt. Fazit: Oblaten wären schon besser, da die Cookies sonst am Papier kleben bleiben. Aber man kann sie gut abmachen. 
Die Teighäufchen mit einer oder mehreren Mandeln dekorieren und das Blech dann in den Ofen schieben.
Das Ganze bei 200° C ca. 12 Minuten backen und dann abkühlen lassen.


Nun zu den Zimtknoten, da hab ich gleich doppelt so viele gemacht ...

Zutaten für 18 Stück:
400 g Dinkelmehl Vollkorn
1 Pkg Trockenhefe
5 EL Rohrohrzucker
280 ml Sojadrink
1 TL Sonnenblumenöl

Füllung:
80 g Margarine
4 EL Zucker
1 1/2 TL Zimt

Guss:
2 EL Puderzucker
2 TL Reisdrink

In einer Schüssel Mehl und Hefe mischen und den Zucker zufügen. Die Sojamilch erwärmen bis sie lauwarm ist und dann über das Mehl gießen. Mit den Knethaken eines Handmixers alles schön zu einem homogenen Teig verkneten. Zum Schluss das Öl einarbeiten und die Schüssel an einem warmen Ort zugedeckt mind. 1 Stunde stehen und den Teig gehen lassen.

Nun wird der Teig mit einem Nudelholz ausgewalkt, am besten rechteckig in der Größe eines Backpapierzuschnitts. Margarine zergehen lassen. Zimt und Zucker vermischen. Auf den Teig nun zuerst die Margarine streichen und dann den Zimtzucker drüber streuen. Das Ganze nun von oben und unten einklappen, so dass die Füllung bedeckt ist. Als nächstes je 2 cm dicke Streifen abschneiden.
Diese nach der Reihe zu einer Kordel verdrehen und dann einmal verknoten.
Die Knoten auf ein Backblech setzen und bei 180° C ca. 20 Min. backen.

Für den Guss Zucker und Reismilch verrühren und über die Zimtknoten träufeln.

Lasst sie euch schmecken!

Montag, 7. Dezember 2015

Wirsing-Gemüse in Kokos-Kurkuma-Sauce mit Graupen

Essen wie früher in der Bauernstube ... nicht ganz - heimisches Wintergemüse und Gerstengraupen treffen hier nämlich auf exotische Zutaten wie Kokosmilch und Kurkuma. Wirsing und Weißkohl sind bei den meisten Kindern (und dem ein oder anderen Erzieher) in der Kita nicht sonderlich beliebt. Allerdings schmeckte ihnen diese milde, leicht süßliche Variante sehr gut.
Wirsing versorgt uns im Winter mit viel Vitamin C, welches gut für das Immunsystem ist. Er enthält aber noch weitere Vitamine und wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium und Eisen.
Kokosmilch gilt als wohlschmeckender Energiespender. Sie enthält zwar viele Fettsäuren, allerdings handelt es sich um die seltenen mittelkettigen Triglyceride. Diese sind für die Energieversorgung der Lymphknoten und der Leber zuständig und werden nur bei Überdosis in Fettpölsterchen umgewandelt. Also, genießt ruhig diese leckere Mahlzeit! 



Zutaten für 2 Große und 2 Kleine:

ca. 250 g Gerstengraupen (auch Rollgerste genannt)

etwas Kokosöl
1 kl. Lauch
5-6 mittelgroße Möhren
½ Wirsingkopf
400 ml Kokosmilch
½ EL Kümmel
1 rote Paprikaschote
2 TL Salz
je ½ TL Kurkuma gemahlen sowie Koriander gemahlen
je 1 Prise Ingwer gemahlen sowie Zimt

Die Graupen laut Packungsanleitung gar kochen und dann mit 1/2 TL Salz würzen.

Den Lauch in Ringe schneiden und im Kokosöl anrösten. Die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden. Zum Lauch in den Topf geben und mit etwas Wasser aufgießen. Nun ein paar Minuten dünsten lassen. In der Zwischenzeit den Wirsing halbieren, vom Strunk befreien und die Blätter in 1 cm dünne Streifen (ca. 5 cm lang) schneiden. Die dickeren Blattadern wandern in den Biomüll. 
Nach einigen Minuten nun die Wirsingstreifen in den Topf geben und das Gemüse mit der Kokosmilch aufgießen. Den Kümmel zufügen und etwa 12-15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. 
Die Paprika fein schneiden und noch etwa 5 Minuten mit kochen. Das Ganze mit den Gewürzen abschmecken, vom Herd nehmen und gemeinsam mit den Graupen servieren.


Zubereitungszeit: ca. 45 Min. 


Mittwoch, 2. Dezember 2015

Chai-Latte für Kinder

Vor kurzem hatte ich ja den Schoko-Chai-Kuchen hier gepostet. Jetzt gibt es noch ein kindgerechtes Chai-Latte-Rezept, das für kalte Wintertage genau das Richtige ist ...


Für 4 Tassen:
2 Zimtstangen
3 Sternanisfrüchte
10 Kardamomkapseln
je 1 TL Fenchelsamen, Nelken und schwarze Pfefferkörner
800 ml Soja- oder Reis-Drink
1 TL Ingwer gemahlen

bei Bedarf etwas Agavendicksaft oder Kakaopulver

Die Zimtstangen, Sternanisfrüchte, Kardamomkapseln, Fenchelsamen, Nelken und Pfefferkörner in einem Topf ohne Öl vorsichtig anrösten bis alles sehr gut duftet. Dann mit der "Pflanzenmilch" aufgießen und diese erhitzen bis sie kocht. Ingwerpulver dazu geben, den Topf vom Herd nehmen und zugedeckt noch ein paar Minuten ziehen lassen. Nun die heiße Milch durch ein Sieb gießen, mit einem Schneebesen aufschäumen und auf die Tassen verteilen.

Je nach Geschmack kann man den Chai etwas süßen oder für eine schokoladige Note noch Kakaopulver einrühren.
Zubereitungszeit: 15 Min.

Donnerstag, 26. November 2015

Schoko-Chai-Kuchen

Mein Blog hat heute Geburtstag *juhu* … das will ich natürlich mit einem Kuchen feiern! Ja, seit einem Jahr blogge ich nun Rezepte aus dem (Kita-)Alltag und freue mich, dass ihr mitlest, Rezepte ausprobiert und mir immer wieder positive Rückmeldungen gebt. Vielen Dank!

Die typischen Gewürze eines indischen Chai (Tee) sind Kardamom, Nelken, schwarzer Pfeffer, Anis, Ingwer und Zimt und diese habe ich heute meinem Schokokuchen zugefügt. Nach der ayurvedischen Lehre haben diese Gewürze eine anregende Wirkung. Im Winter wärmen sie sehr gut, daher sind auch in unseren Breiten Chai-Tee-Mischungen sehr beliebt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder fein gemahlene Gewürze besser „vertragen“ als die Urform grob gemörsert oder angeröstet. Das ist vielen zu scharf oder intensiv. Deswegen kommen in meinen Rezepten hauptsächlich fertige Gewürze zum Einsatz.


Für eine Kastenform:
170 g Alsan Margarine (sehr weich)
180 g Rohrohrzucker
1 Prise Vanillepulver und Salz
3 geh. EL Kakao
3 TL gem. Zimt
1 TL gem. Ingwer
½ TL gem. Kardamom
12-15 Nelken gemörsert
1 Sternanisblüte gemörsert
1 Prise Pfeffer

340 g Dinkelmehl Vollkorn
1 Pkg. Backpulver
100 g gemahlene Mandeln
100 g gehackte Nüsse/Mandeln
ca. 100 ml Pflanzenmilch
3 EL Apfelmark

Für die Glasur:
100 g dunkle vegane Schokolade
1 EL Alsan
1 EL Sojacuisine
gehackte Nüsse oder Mandeln zur Deko

Zu Beginn die weiche Margarine mit Zucker, Vanille, Salz, Kakao und den Chai-Gewürzen gut vermixen.

Danach Mehl mit Backpulver vermischen und abwechselnd mit Nüssen, „Milch“ und Apfelmark unter die cremige Chai-Masse rühren.

Den Teig in eine befettete Kastenform füllen und bei 200° C ca. 40 Min. backen. Die Form dann aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Für die Glasur Schokolade, Margarine und Sojacuisine über dem Wasserbad schmelzen lassen und zügig über den Kuchen gießen. Mit Nüssen oder Mandeln bestreuen und kurz in den Kühlschrank stellen.
Zubereitungszeit: ca. 1,5 h

Sonntag, 15. November 2015

Tartelettes mit Kürbis und Spinat

Was tun, wenn man Tartelettes so hübsch findet und sie gerne den Kindern servieren möchte, aber keine Förmchen hat? - Einfach mit den Fingern zurecht drücken und formen. Ja, an dem Tag hab ich mich gefühlt, als wär ich selbst Kind in der Kita und darf ausgiebig mit Knete experimentieren. Das Ergebnis war sehr lecker und der Arbeitsaufwand ist, (wenn man nicht gerade für 25 hungrige Kinder kocht) nicht sehr viel größer als der für eine Quiche.
Natürlich kann man die Tartelettes auch mit anderem Gemüse belegen, lecker sind z.B. auch Brokkoli und Walnüsse oder Auberginen, Paprika und Oliven ...


Mürbteig für ca. 8 Tartelettes:
450 g Dinkelmehl 1050
170 g Margarine (Alsan)
ca. 170 ml Wasser
½ TL Salz und gem. Korinader

Zutaten für den Belag:
Kokosöl
etwas Lauch
1 Knoblauchzehe
1 kl. Hokkaido Kürbis (600-700 g mit Kernen)
150 g TK-Spinat
½ TL Salz sowie gem. Koriander
etwas geriebene Muskatnuss

Zutaten für die Creme:
230 g Seidentofu
1 kl. TL Maisstärke
1 TL Oregano
½ TL Salz und gem. Koriander
etwas geriebene Muskatnuss

2-3 EL Kürbiskerne

Für den Teig Mehl mit Gewürzen und der gestückelten Margarine verkneten und nach und nach das Wasser zufügen, so dass ein homogener Teig entsteht. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und für mind. 60 Min. in den Kühlschrank legen.
In der Zwischenzeit den Lauch in Öl anbraten, den Kürbis entkernen und in 1 cm kleine Würfel hacken. Diese dann in den Topf zum Lauch geben. Nach kurzer Zeit mit etwas Wasser aufgießen und 5 Min. dünsten lassen, bevor der Spinat dazu kommt. Immer wieder etwas umrühren und so lange weiter garen, bis der Kürbis weich und der Spinat aufgetaut ist. Nun mit die Mischung würzen und vom Herd nehmen.
Für die Creme alle Zutaten mit einem Handmixer glatt verrühren.

So, jetzt dürft ihr handwerken: Formt den Teig zu einer Rolle und schneidet 8 gleichgroße Teile ab. Diese könnt ihr nun auf Backpapier (in der Größe eines Bleches - es sollten 4 Stück Platz haben) mit den Fingern zu einem runden Boden mit 2 cm hohem Rand (ca. 12 cm Ø) drücken und formen. Falls ihr Tartelette-Förmchen besitzt - auch gut.
Auf den Boden des Törtchens verstreicht ihr nun gleichmäßig die Creme, darauf verteilt ihr das Kürbis-Gemüse und darüber werden noch ein paar Kürbiskerne gestreut.
Das Ganze kommt jetzt bei 200° in den Backofen und wird ca. 25 Min. gebacken, bis der Teig leicht gebräunt ist.
Die Mühe hat sich gelohnt, guten Appetit!
Zubereitungszeit: ca. 1h 30 Min. (ohne Ruhezeit des Teiges)

Freitag, 6. November 2015

Pastinaken-Quitten-Suppe mit Pumpernickel

Die Kinder stehen auf cremige Suppen, deswegen machen sie sich im Herbst und Winter sehr gut im Kita-Speiseplan. Diesmal gab es als Suppeneinlage Pumpernickel-Würfel.
Pumpernickel ist ein Vollkornbrot, das aus Roggenschrot hergestellt wird. Es enthält viele Ballaststoffe und hat einen kräftigen, leicht süßlichen Geschmack.
Pastinaken und Quitten versorgen uns ebenfalls mit verdauungsfördernden Ballaststoffen. Außerdem mit reichlich Vitamin-C, B-Vitaminen und den Mineralstoffen Kalium, Eisen und Zink sowie Phosphor. Heimische Quitten kann man nicht roh essen. Gekocht entfalten sie aber ein herrlich fruchtiges Aroma. Ich dachte, die Kombination aus Pastinaken und Quitten würde möglicherweise eine zu süße Suppe ergeben und war erstaunt, als ich sie abschmeckte. Denn die Fruchtsäure der Quitte hat das Ganze wunderbar abgerundet. Statt Quitten kann man aber auch Birnen für diese Suppe verwenden.


Zutaten für 2 große und 2 kleine Personen
Kokosöl
1 kl. Stange Lauch
2 große oder 3 kleinere Pastinaken
6 Kartoffeln mehlig (ca. 800 g)
1 gr. Quitte (400-500 g)
Wasser zum Aufgießen
2 TL Salz
1 TL gem. Koriander
je 1/3 TL gem. Ingwer, Muskatnuss und Zimt
etwas Thymian

Suppeneinlage:
250 g Pumpernickel und Öl zum Anbraten
Mandelblättchen oder Walnüsse zum Bestreuen
nach Geschmack auch eine Hand voll Alfalfa- oder Brokkolisprossen

Für die Suppe den Lauch in Ringe schneiden und in Kokosöl anbraten. Die Pastinaken schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden, diese ev. nochmal halbieren. Die Kartoffeln schälen, grob würfeln und alles zum Lauch in den Topf geben. Nun mit heißem Wasser aufgießen, so dass alles bedeckt ist und auf mittlerer Flamme köcheln lassen. Die Quitte gut waschen und vierteln. Das innere Kerngehäuse entfernen - aber nicht zuviel, das harte Fruchtfleisch enthält wertvolles Pektin und wird beim Kochen schon weich. Die Viertel dann nochmal in kleinere Stücke teilen und ebenfalls in den Suppentopf werfen. Wenn die Gemüse- und Fruchtstücke weich sind, alles gut pürieren und mit den Gewürzen abschmecken.

Während die Suppe köchelt, könnt ihr euch um die Suppeneinlage kümmern. Die Pumpernickelscheiben in 0,5 cm Würfel schneiden und in einer Pfanne in etwas heißem Öl von allen Seiten anbraten, so dass sie schön knusprig werden.

Die Suppe schön mit Brotwürfeln und Nüssen/Mandeln sowie Sprossen anrichten und genießen.

Tipp: Statt Quitten kann man auch Birnen verwenden.

Zubereitungszeit: ca. 40 Min.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Schoko-Birnen-Tarte

Bei uns in der Kita laufen die Vorbereitungen für das Laternenfest, draußen wird es immer dunkler und ich hab wieder mehr Lust auf warmen Tee und Kuchen. - Ja, der Herbst ist da! Passend zu dieser Jahreszeit gibt es eine Birnen-Tarte, kombiniert mit Schoko-Crème und einem leckeren Haferflocken-Nuss-Boden. Mmm ...
In und unter der Birnenschale stecken viele B-Vitamine und auch Vitamin C. Deshalb durfte die Schale bei mir dran bleiben. Für einen feineres Geschmackserlebnis würde ich aber empfehlen, die Früchte zu schälen. Außerdem liefert die Birne Kalium, Kalzium sowie Phosphor und wirkt verdauungsfördernd. Bei Erkältungen trägt der Verzehr von Birnen zur Reinigung der Schleimhäute bei.


Menge für eine Tarte:

Mürbteig:
170 g Dinkelmehl Vollkorn
30 g zarte Haferflocken
70 g gemahlene Haselnüsse
2 EL Rohrohrzucker
120 g vegane Margarine, gewürfelt
30-40 ml Wasser (eiskalt)

Schokocreme:
400 g Seidentofu
2 EL Kokosöl flüssig
4 EL Rohrohrzucker
3 geh. EL Kakaopulver
3 EL Maisstärke
etwas Vanillearoma und gemahlener Zimt

und ...
3 weiche, saftige Birnen

Für den Mürbteig alle Zutaten zusammen kneten. Ich fange immer mit den Knethaken an und mach dann mit der Hand weiter, um die Margarine schön zu verteilen. Falls der Teig zu bröselig ist, noch etwas mehr Wasser rein kneten. Eine Kugel formen und in Frischhaltefolie mind. 1 h in den Kühlschrank legen.

Für die Schokocreme zuerst das Kokosöl bei geringer Hitze zergehen und den Seidentofu abtropfen lassen. Dann alles in eine Schüssel geben und mit den restlichen Zutaten vermixen bis alles schön cremig ist.

Den Teig auswalken und in die Tarteform (alternativ geht auch eine Springform) drücken.

Die Crème darauf verstreichen. Die Birnen wie in der Einleitung erwähnt ev. schälen und in sehr dünne Spalten scheiden. Diese kreisförmig sich überlappend von außen nach innen anordnen. Die Tarte bei 200° ca. 35 Min. backen.

Gutes Gelingen!

Zubereitungszeit (ohne Ruhezeit des Teiges): ca. 1 h 10 Min.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Panierte Tofu-Sticks mit Kartoffel- und Kürbisspalten

Sie sehen aus wie Fischstäbchen und wurden von den Kindern auch genauso behandelt, mit drei Bissen waren sie weg. Tofu ist eine sehr wertvolle pflanzliche Eiweißquelle. Die wichtigste Aufgabe von Protein ist der Zellaufbau in unserem Körper. Pflanzliches Eiweiß ist viel leichter zu verstoffwechseln als Eiweiß tierischer Herkunft. Dadurch sorgt es für ein positives Säure-Basen-Verhältnis. Andere wertvolle Inhaltsstoffe von Tofu sind Kalium, Kalzium, Eisen und B-Vitamine. 
Damit der Tofu nicht langweilig schmeckt, wie manche das von Naturtofu vielleicht kennen, sollte er am besten über Nacht schon in die Marinade eingelegt werden...


Für ca. 20 Tofu-Sticks:
300 g Tofu natur
Marinade für den Tofu:
3 EL Sonnenblumenöl
1 EL Erdnussmus
2 EL Sojasauce
Saft ½ Zitrone
1 TL Korinader, Paprikapulver süß
1 Prise gem. Kreuzkümmel und Zimt
Lauch
etwas Wasser

Panade Schale 1:
5 geh. EL Mehl 1050
ca. 100 ml Wasser
1 EL Sojasauce
je 1 TL Salz und gem. Koriander
½ TL Senf (süß oder mittelscharf)

Panade Schale 2:
ca. 100 g Semmelbrösel
1 TL Koriander
etwas Salz

Am Vortag: Den Tofublock erst wie ein Brötchen halbieren, sprich in der Mitte durchschneiden. Dann der Breite nach in ca. 10 Streifen schneiden, so dass am Ende 20 Sticks raus kommen.
Für die Marinade den Lauch in dünne Ringe schneiden und in eine Schüssel geben. Die restlichen Zutaten hinzufügen und gut verrühren. Die Tofustäbchen hinein legen und soviel Wasser zufügen, dass sie mit Marinade bedeckt sind. Die Schüssel zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag bereitet ihr am besten zuerst die Kartoffelspalten (sh. weiter unten) zu und während die im Ofen sind, macht ihr euch an die 2 Schalen für die Panade. Für Nr. 1 erst das Mehl in die Schale geben und nach und nach das Wasser dazu rühren, so dass keine Klümpchen entstehen. Dann die restlichen Zutaten drunter mixen. In der zweiten Schale einfach alle Zutaten vermengen. Die Tofu-Sticks nun der Reihe nach mit einer Gabel greifen und erst in die Schale mit der flüssigen Mischung tauchen, dann in die zweite Schale legen und wenden, ähnlich wie bei Schnitzeln.
In einer Pfanne Öl zum Braten erhitzen und die Stäbchen von beiden Seiten goldbraun anbraten.

Marinade für die Kartoffel- und Kürbisspalten:
8 EL Olivenöl
2 TL Salz
2 TL gem. Koriander
1 TL Paprikapulver süß
Thymian frisch oder getrocknet
3 EL Kürbiskerne

8 mittelgroße Kartoffeln vfk
½ mittelgroßen Hokkaidokürbis

Die Kartoffeln in je 6 Spalten schneiden und in einer Schüssel mit der Hälfte der Marinade vermischen. Danach auf einem Backblech verteilen und bei 200° C backen. In der Zwischenzeit die Kürbishälfte zu Spalten hacken und ebenfalls marinieren. Nach 8 Min. zu den Kartoffeln auf's Blech geben und immer wieder umdrehen, so dass sie von allen Seiten kross werden. Nach 20 Min. müssten die Spalten fertig sein. 

Das Ganze schmeckt natürlich gut mit Ketchup oder Senf. Bald findet ihr hier auf dem Blog ein Rezept für hausgemachten Ketchup :)


Samstag, 3. Oktober 2015

Quinoa mit Kürbis, Spinat und Tomaten

Heute gibt es das erste Kürbisrezept der Saison - ein spätsommerliches. :) Im Herbst und Winter dürft ihr mehr erwarten, denn die Kinder stehen auf den süßlichen Geschmack.
Dass Quinoa sehr gehaltvoll und gesund ist, weiß mittlerweile fast jeder. Der Preis des proteinreichen Getreides ist in Europa auch dementsprechend hoch. Es wird aus Peru oder Bolivien importiert. Da die Nachfrage auf dem Weltmarkt in den letzten Jahren so angestiegen ist, bleibt für den lokalen Konsum in den Andenländern weniger übrig und so steigen auch dort die Preise. Die Bevölkerung kann sich Quinoa nicht mehr leisten.
Deswegen wäre es angebracht, beim Kauf auf fair gehandelte Produkte zu achten (z.B. Davert Quinoa - bio und fair, u.v.a.)


Zutaten für 2 Kleine und 2 Große:


300 g Quinoa

Lauch
Kokosöl
½ Hokkaidokürbis (ca. 350 g)
1 ½ TL Salz
1 TL gem. Koriander,
je 1 Prise Kurkuma und gem. Kreuzkümmel
3 Handvoll frischen Spinat
6-8 halb getrocknete Tomaten (meist in Olivenöl eingelegt)

Quinoa laut Packungsanleitung mit 1 TL Salz garen.

In der Zwischenzeit den Lauch in Ringe schneiden und im Öl anbraten. Den Kürbis entkernen und in 1cm große Würfel schneiden. Diese in den Topf geben und kurz mitbraten. Dann mit einer Tasse Wasser aufgießen und dünsten lassen bis sie weich sind. Nun die Gewürze, den Spinat und die in kleine Stücke geschnittenen getrockneten Tomaten unter die Kürbiswürfel und die Sauce rühren, die sich gebildet hatund den Topf vom Herd nehmen.
Den fertig gegarten Quinoa nach und nach unterheben und servieren!

Lasst's euch schmecken!
Zubereitungszeit: ca. 40 Min.